Traditionelles „Ostereierkippen“ in Winningen
„Ber (wer) hat en Spetz, Ber hat en Oarsch (Hinterteil)?“
Winningen. Am 17. April wurde in Winningen wieder das traditionelle Ostereierkippen gefeiert. Das Ostereierkippen am Ostersonntag hat in Winningen eine sehr lange Tradition. Hierbei werden schätzungsweise 6.000 bis 7.000 gekochte und gefärbte Eier im Weinhof rund um den Weinhexbrunnen in Winningen, verbraucht. Jeweils zwei Gegner treten bei diesem Wettkampf an. Im Wettkampf werden die Eier zunächst mit den spitzen, anschließend mit den stumpfen Enden gegen einander geschlagen. Traditionell hört man an diesem Sonntag in Winningen oftmals den Ruf nach einem „Eiergegner“: „Ber (wer) hat en Spetz, Ber hat en Oarsch (Hinterteil)?“
Wer das Ei des Gegners an beiden Seiten eingedellt, in Winningen sagt man dazu auch „geditscht“ hat, gewinnt den Kampf und das gegnerische Ei. Der Gegner kann solange gegen andere antreten, bis er selbst verloren hat. Sind am Ende eines Kampfes beide Eier an einer Seite beschädigt gibt es keinen Gewinner. Die einseitig beschädigten Eier können aber in einem weiteren Kampf eingesetzt werden.
Neben dem Wettbewerb gab es außerdem ein vier Meter großes Osterei und einen großen Osterhasen zu bestaunen. Mit schwungvoller Blasmusik sorgte der Musikverein für den musikalischen Rahmen und im Osterhasen-Kindergarten wurden zahlreiche Spiele den jüngeren Besuchern angeboten.
Bei herrlichem Sonnenschein konnten die Besucher im Weinhof rund um den Weinhexbrunnen neben einem guten Winninger Wein auch den original Winninger Eierwein probieren, einen Moselriesling, der mit rohen Eiern, Zucker und einer Prise Vanillezucker vermixt wird.
Winningen begrüßte seine Gäste bei strahlendem Sonnenschein.
„Ber (wer) hat en Spetz, Ber hat en Oarsch (Hinterteil)?“
6.000 bis 7.000 gekochte und gefärbte Eier wurden im Weinhof rund um den Weinhexbrunnen in Winningen verbraucht.
