Konvent der St. Thomas Schwestern in Kloster Ebernach
Bereicherung aus Indien
Schwestern unterstützen die Franziskanerbrüder vom Heiligen Kreuz bei ihrer Arbeit
Cochem. Bereits seit Mitte 2012 leben, beten und arbeiten drei Schwestern der indischen Ordensgemeinschaft „Missionary Congregation of the Daughters of St. Thomas, the Apostel“ in Kloster Ebernach und unterstützen die Franziskanerbrüder vom Heiligen Kreuz dort bei ihrer Arbeit.
Sie kümmern sich in den unterschiedlichsten Bereichen um die Bewohner von Kloster Ebernach. Ihr Zuhause haben sie in dem Gebäude der ehemaligen Schuh- und Bürstenmacherei von Kloster Ebernach, wo auch eine kleine Kapelle eingerichtet wurde. Alle drei Schwestern sind bereits seit Längerem in Deutschland zu Hause und fühlen sich hier wohl.
Schwester Daisy, die Oberin, arbeitete zunächst in Kassel und von 2001 bis 2012 in Bad Mergentheim. An beiden Orten war sie als Altenpflegerin in der Altenhilfe tätig. Seit der Gründung des Konvents in Kloster Ebernach im August 2012 kümmert sie sich um geistig beeinträchtigte Menschen in der Wohngruppe Felix. Dort unterstützt sie die Bewohner bei der Körperpflege und hilft bei der Gestaltung des allgemeinen Tagesablaufes wie zum Beispiel beim Frühstück oder Abendessen. Zudem kümmert sie sich um die Medikamentenvergabe, arbeitet bei der Erstellung von Teilhabeplänen mit oder bearbeitet die Post.
Auch Schwester Annie arbeitet schon seit Gründung des Konvents in Kloster Ebernach als Gruppenhelferin in der Offenen Seniorenbetreuung (OSB). Diese bietet speziell für Menschen mit geistiger Beeinträchtigung im Seniorenalter, die in Kloster Ebernach ein Zuhause gefunden haben, eine abwechslungsreiche und geregelte Tagesstruktur. Schwester Annie bastelt gerne mit den Senioren, geht mit ihnen spazieren oder puzzelt. Sie hilft aber auch bei der Zubereitung des Frühstücks und des Abendessens und unterstützt die Bewohner bei alltäglichen Aufgaben.
Schwester Jeslit arbeitet seit Juni 2016 als Gesundheits- und Krankenpflegerin in der Wohngruppe Simon. Sie verlässt Kloster Ebernach Ende März und zieht nach Köln, wo sie in einer Psychiatrischen Klinik arbeiten wird. Für sie kommt Schwester Beena. Sie ist ausgebildete Krankenschwester und schon seit 18 Jahren in Deutschland tätig, zunächst in einem Psychiatrischen Krankenhaus in Münster und in den letzten vier Jahren im Alexianer Krankenhaus in Krefeld. Alle Schwestern begleiten und assistieren den Bewohnern auch bei religiösen Angeboten und helfen bei der Planung und Durchführung von verschiedenen Beschäftigungsangeboten bzw. pädagogischen Maßnahmen.
Drei weitere Schwestern ab August
Da die Franziskanerbrüder die Kooperation mit den St. Thomas Schwestern intensivieren möchten, werden ab August drei weitere indische Schwestern den Konvent in Kloster Ebernach unterstützen: Schwester Della, Schwester Nancy und Schwester Deepa. Schwester Della arbeitet bereits jetzt als Altenpflegehelferin im Gruppendienst in der Wohngruppe Matthias. Die anderen beiden absolvieren derzeit noch ihre Krankenpflegehelfer-Ausbildung in der Krankenpflegehilfeschule Dernbach, bevor sie ab August alle drei ihre Ausbildung zu Krankenpflegerinnen im Krankenhaus in Cochem beginnen werden. Die Franziskanerbrüder vom Heiligen Kreuz freuen sich über die zusätzliche Unterstützung, denn es ist geplant, dass alle drei Schwestern nach der Ausbildung in Kloster Ebernach beschäftigt bleiben.
Im Jahre 1969 gründete der Priester Jacob Thazhathel die „Missionary Congregation of the Daughters of St. Thomas“ im südindischen Pala, im Bundesstaat Kerala. Thazhathel war es ein Anliegen, Verkünder des Evangeliums für die Notleidenden, Armen und Kranken zu sein und ihnen Freude, Hoffnung und Zuversicht zu geben. Die rund 370 Ordensschwestern der „Töchter des heiligen Apostels Thomas“ zählen zur syromalabardischen Kirche, die der christlich-orthodoxen angelehnt ist. Sie hat einen eigenen Ritus, ist jedoch eine mit Rom Unierte Kirche, das heißt, sie erkennt den Papst als Oberhaupt an.
