Allgemeine Berichte | 29.08.2018

Mittelalter-Event am Forsthaus „Kühkopf“

Bereits am Freitag zogen die Recken ein

Schweißtreibende Vorführung eines „Tjostes“ für die Gäste.privat

Alken. Zum dritten Mal hatte sich das Team um Forsthauswirtin Petra Zahn entschlossen, ein mittelalterliches Event am Forsthaus „Kühkopf“ zu veranstalten. Bereits am Freitag zogen die Recken der „Legatio ex Colonia Agrippinensis“ - kurz L.E.C.A. - aus dem Raum Troisdorf sowie aus Winningen von ihrer Stammburg Thurant aus, um ihre Zelte am Kühkopf aufzustellen und das Lager für die am Samstag und Sonntag nachrückenden Söldner, Edelfrauen Knappen und Mägde sowie drei Musikanten vorzubereiten. Tags darauf traf eine Horde Wikinger ein und baute ebenfalls ihre Zelte auf. In Anbetracht dessen, dass während der Lagertage der Burgfriede verhängt wurde, kam es zu keinen Streitereien oder kämpferischen Auseinandersetzungen zwischen den Gruppen.

Am Sonntag begann um 11 Uhr für die Öffentlichkeit die Veranstaltung bei bestem sommerlichen Wetter. Das Lager war herausgeputzt, die Damen hatten sich in ihr feinstes Linnen gekleidet. Das große und kleine Publikum konnte sich im Axt- oder Plüschratten-Werfen üben. Petronius von Condas bot „Allerley“ an Spielen und Büchern in seinem Mittelalterflohmarkt an, während Ritter Baldur von Unbescheiden interessierte Besucher durch das Lager führte und Erklärungen über das ritterliche Lagerleben sowie ausgestellte Rüstungen und Waffen gab.

Um die Mittagszeit kamen die zahlreich herbeiströmenden Besucher des Events noch in den Genuss eines Schaukampfs zwischen den Rittern Ansgard von Nubbelrath zu Cölln und Oliver aus der verbotenen Stadt (Düsseldorf). Obwohl in nur „verhältnismäßig leichter“ Rüstung gefochten wurde, war an eine Wiederholung am Nachmittag aufgrund der Sommerhitze nicht zu denken. „Wir könnten ja einmal versuchen, auf den Schulterplatten ein paar Eier zu backen“, war der nicht ganz ernst gemeinte Vorschlag von Ritter Ansgard.

Magister Claus von Oberhausen ließ seine wachsamen Augen über das Lager schweifen, um Ungebetene zu ermahnen: Ein mit Seil oder Kette abgegrenztes Lager durfte/darf von Fremden nur dann betreten werden, wenn sie auf höfliche Anfrage dazu aufgefordert werden. Die anwesende Dame Dajana versorgte die Recken mit ofenfrischem Kuchen, andere mit Früchten aus dem heimischen Garten der Heimstatt und ausreichend Trank (der überwiegend aus gekühltem Wasser bestand ).

Die der L.E.C.A. angehörenden Musikanten Olli, Tobi und Günther spielten mit ihren Sackpfeifen und Trommeln mittelalterliche Weisen zur Unterhaltung im Lager und der Forsthausterasse auf. Im Wikingerlager wurde handwerkliches Geschick und Können gezeigt, ein Bogenschütze unterwies die teilweise Schlange stehenden Besucher in den Grundzügen der Kunst des Bogenschießens. Weiterhin erklärte ein Wanderschmied an der Esse sein Handwerk. Eine weitere Gruppe zeigte Tänze aus der damaligen Zeit. Der Abend zog bereits herauf, als das Lager abgebrochen und alles wieder auf den Fuhrwerken verlastet war, bevor die Horden wieder in Richtung ihrer Heimstätten zogen.

Die Recken der Thuranter Ritterschaft und ihr Gefolge werden - so der Plan - am 7. Oktober anno 2018 wieder zum nächsten Hoftag auf ihrer Stammburg über Alken an der Mosel zusammentreffen.

Schweißtreibende Vorführung eines „Tjostes“ für die Gäste.Foto: privat

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  • Rita Butz: Sehr schön verfasster Bericht , sehr zutreffend und diese beiden " Helden " üben eine Vorbildfunktion für unsere Gemeinde aus !! L. G. verbunden mit meiner höchsten Wertschätzung!!

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