Der „Knabenchor Hannover“ zu Gast in Bad Ems
Berühmter Besuch eines Spitzenensembles
Am 17. März
Bad Ems. Er gilt in der Kulturszene als einer der berühmtesten Knabenchöre Europas – der „Knabenchor Hannover“. Am Samstag, 17. März, gastiert der Chor in Bad Ems. Um 19.30 Uhr beginnt das Konzert in der katholischen Pfarrkirche St. Martin.
Eintrittskarten können in der Buchhandlung Adam (Römerstraße 51, Bad Ems) erworben werden. Auf dem Programm stehen u. a. Werke von Johann S. Bach, Heinrich Schütz, Giovanni P. da Palestrina und Felix Mendelssohn Bartholdy. An der Orgel spielt der Bad Emser Bezirkskantor Lutz Brenner.
Der Knabenchor Hannover wurde 1950 von Heinz Hennig gegründet und bis Ende 2001 von ihm geleitet. Seit 2002 liegt die Leitung in den Händen von Jörg Breiding. Seit fast 65 Jahren ein Spitzenensemble seines Genres, hat der Knabenchor Hannover seinen festen Platz unter den bedeutendsten Knabenchören Europas.
Über 80 Konzerttourneen führten den Chor in mehr als 45 Länder rund um den Globus. Seine Schallplatten- und CD-Veröffentlichungen sind national wie international hoch dekoriert - vom Deutschen Schallplattenpreis über den Diapason D’Or bis zum ECHO Klassik.
Als Kulturbotschafter repräsentiert der Knabenchor Hannover heute die Landeshauptstadt Hannover, das Musikland Niedersachsen und die Bundesrepublik Deutschland europa- und weltweit.Gleichzeitig ist der Knabenchor Hannover eine der herausragenden Bildungseinrichtungen Niedersachsens.
Mehr als 2.500 Knaben und junge Männer haben seit Gründung des Chors 1950 den Chor und die Singschule Knabenchor Hannover durchlaufen und hier eine fundierte musikalische Ausbildung erhalten. Der Knabenchor Hannover steht damit in der Tradition des ‚Königlich hannoverschen Hof- und Schlosskirchenchores‘ des 19. Jahrhunderts und greift ein Stück Musikgeschichte auf, das bis zum Knabenchor der spätgotischen Marktkirche und Lateinschule zurückreicht.
Der Chor setzte sich schon früh mit historischer Aufführungspraxis von Alter Musik auseinander und fand zu einer Qualität der Interpretationen, die ihn weit über die Grenzen Deutschlands hinaus bekannt werden ließ.
Das Repertoire des Chors umfasst Werke von der venezianischen Mehrchörigkeit bis hin zu zeitgenössischen Kompositionen. Das Ensemble kann dabei insbesondere auf eine lange Aufführungstradition der Vokalmusik des 17. Jahrhunderts und 18. Jahrhunderts zurückblicken. Zunächst galt große Aufmerksamkeit den Werken von Johann Sebastian Bach, dokumentiert unter anderem durch Beteiligung an der Gesamteinspielung „Das Kantatenwerk“ (beim Label Teldec) und zwei Gesamteinspielungen seiner Motetten.
Zwischen 1982 und 1999 entstanden fünf Schütz-Einspielungen des Chors unter der Leitung von Heinz Hennig, die zu den Wegbereitern der Aufführungspraxis des Werkes von Heinrich Schütz gelten. Der Knabenchor Hannover arbeitet regelmäßig mit Musikern wie Gustav Leonhardt, Ton Koopman, Jordi Savall, John Eliot Gardiner, Philippe Herreweghe, Kent Nagano, Christoph Eschenbach u. a. zusammen, ebenso mit international bedeutenden Instrumentalensembles wie Amsterdam Baroque Orchestra, Akademie für Alte Musik Berlin sowie zahlreichen deutschen Sinfonieorchestern.
Der Chor weist eine große Bandbreite und Flexibilität in seinem Schaffen auf. Dazu zählen nicht nur z. B. die Sinfonien Gustav Mahlers, Orffs Carmina Burana und Schönbergs Gurrelieder, sondern auch z.B die Mitwirkung bei Filmmusikkonzerten der NDR-Radiophilharmonie und die Auseinandersetzung mit zeitgenössischen Komponisten, wie etwa John Rutter, Eric Whitacre oder Krzysztof Penderecki.
Pressemitteilung
Lutz Brenner
