August-Fortbildung der Ahrtal-Gästeführer
Besichtigung des Klosters Maria Laach
Maria Laach. Eine exklusive Führung durch die Klosteranlage Maria Laach stand auf dem Programm der Ahrtalgästeführer. Gern war Pater Petrus Nowack der Bitte des Vereins nachgekommen, den Gästeführern Einblicke in die Geschichte des Klosters und Zugang zu verschiedenen Bauwerken zu gewähren.
Mit einem Überblick über die ereignisreiche Geschichte und die historischen Hintergründe begann Pater Petrus Nowack seine Ausführungen. Der Pfalzgraf bei Rhein, Heinrich II. von Laach, dem die Burg Laach am Ostufer des Laacher Sees gehörte, war kinderlos geblieben. Als Grablege sah er eine Kirche auf seinem Besitz vor, auf der gegenüberliegenden Seite des Sees. Da seine Ehe kinderlos war, sollten Mönche an seinem Grab beten. Erbaut wurde die Abtei in der Zeit von 1093 bis 1216. Um den Bau des Klosters zu ermöglichen, musste der Wasserstand des Laacher Sees gesenkt werden. Dafür wurde während der Amtszeit von Abt Fulbert um 1164 der 880 Meter lange Fulbert-Stollen angelegt. Die Klosterkirche mit ihrem prachtvollen Westeingang, dem sogenannten Paradies, gilt als eines der schönsten romanischen Baudenkmäler in Deutschland. In der Neuzeit erlebte das Kloster eine wechselvolle Geschichte. Im Zuge der Säkularisation im Jahre 1802 wurde die Abtei aufgehoben, das Kloster enteignet. Nach dem Wiener Kongress 1815 ging die Abteikirche in preußischen Staatsbesitz über. Im Jahr 1892 zogen die Benediktiner wieder in das Kloster ein. 2006 feierten die Benediktiner die Festmesse zum 850. Weihetag der Kirche. Heute ist das Kloster nicht nur ein Anziehungspunkt für Gäste aus aller Welt. Neben einem verpachteten landwirtschaftlichen Anwesen, einer großen Gärtnerei und anderen Handwerksbetrieben sind der Buch- und Kunstverlag Maria Laach und das Seehotel mit Restaurant wichtige Wirtschaftsbetriebe. Da das Kloster bei den Busrundreisen des Ahrtaltourismus immer mit auf dem Programm steht, freuten sich die Gästeführer über die Fülle an Informationen und Eindrücken und die Möglichkeit, sich Bereiche der Anlage anzusehen, die dem Besucher sonst verborgen bleiben.
