Familienkreis der Kolpingsfamilie Plaidt unterwegs
Besichtigung der Mosenmühle
Plaidt. Beruf kommt von Berufung, bei Müllermeister Mosen uns seiner Frau spürt man das in jedem Moment, den man mit dem Ehepaar verbringt. Die Mosenmühle ist die einzige noch in Betrieb befindliche Getreidemühle in den Landkreisen Bad-Neuenahr-Ahrweiler und Mayen-Koblenz. Bereits 1365 zum ersten Mal historisch erwähnt, wurde in der Mosenmühle in der 700-jährigen wechselvollen Geschichte Öl, Trass und Getreide gemahlen.
Malerisch im Brohltal unterhalb der Schweppenburg gelegen, betreibt die Familie Mosen die Mühle seit Anfang des 20. Jahrhunderts. Was sich über all die Jahrhunderte nicht geändert hat, ist das Antriebssystem. Motor ist das Mühlrad mit einem Durchmesser von sieben Metern, angetrieben vom Wasser des Brohlbaches. Und alles, ob Mahlwerke oder Siebmaschine oder Becherwerke oder gar der Aufzug wird über unzählige Transmissionsachsen und Räder und Lederriemen in Bewegung gesetzt. Hier ist der ganze Müllermeister gefragt, der die Maschinen, auf drei Etagen, am Laufen halten muss und gleichzeitig auf die Qualität des Mehles achten muss. Echtes Handwerk, wo nach acht Stunden erst der halbe Arbeitstag vorbei ist. Qualität ist das Stichwort. Die großen Industriemühlen verarbeiten an einem Tag so viel Mehl wie Müllermeister Mosen im ganzen Jahr. Da kann er sich nur behaupten, wenn die Qualität stimmt. So verarbeitet er ausschließlich das hochwertigste Getreide aus der Region und zu seinen Kunden zählen die für ihre herausragende Qualität bekannten regionalen Bäcker. Davon und von vielem mehr konnte sich der Familienkreis der Kolpingsfamilie Plaidt bei einer Besichtigung der Mosenmühle überzeugen. Die Teilnehmer waren ausnahmslos beeindruckt.
