Die Große Koblenzer Karnevalsgesellschaft lud zur 10. Kowelenzer Weihnacht ins Kurfürstliche Schloss in Koblenz
Besinnliche Einstimmung auf Weihnachten mit der „Gruuße“
Koblenz. Zur zehnten Kowelenzer Weihnacht lud am 6. Dezember die Große Koblenzer Karnevalsgesellschaft in das Kurfürstliche Schloss in Koblenz, ein. Vor ausverkauftem Haus wurde der vorweihnachtliche Reigen von Mitgliedern der Senioren- und Kinder-Showtanzgruppe der GKKG als kleine „Weihnachtselfen“, eröffnet.
Zum ersten Mal begrüßte Johannes Fischer, Sitzungspräsident der GKKG, auf das Herzlichste die Gäste und führte anschließend einfühlsam und beschwingt durch den Abend. „Weihnachten, dieses besinnliche Fest, weckt auch heute noch Erinnerungen an Kerzenschein, Tannenduft und leuchtende Kinderaugen“, so Johannes Fischer weiter. Die Idee zur Kowelenzer Weihnacht hatte Dirk Crecelius mit dem damaligen 1. Vorsitzenden Leo Wingen bei einem Besuch der „Kölner Weihnacht“. Im anschließenden Gespräch mit dem damaligen Chef vom Amt für Touristik, Bert Flöck, wurde die Kowelenzer Weihnacht dann 2007 aus der Taufe gehoben. Mittlerweile ist diese Veranstaltung, die überwiegend in Koblenzer Mundart gestaltet wird, aus dem Koblenzer Kalender nicht mehr wegzudenken.
Der Koblenzer Krimiautorin Anja Balschun, fällt es schwer, in Kowelenzer Platt zu schreiben, geschweige denn auch noch vorzulesen. Das sie aber ein Talent nicht nur zum Schreiben, nein auch zum Lesen hat, bewies sie mit ihrer kleinen heiteren Geschichte vom „Niggelos Omend Blues“. In dieser Geschichte, wie konnte es anders sein, ging es natürlich auf Kowelenzer Platt, um den Nikolaus-Abend, der für die ganze Familie immer voller Überraschungen steckt. Die überaus gut aussehende, schlanke Hausfrau, die die meiste Arbeit hat, geht meistens leer aus, doch in ihrer Geschichte wird auch sie am Schluss mit einem Fitness-Gutschein beschenkt.
Nach dieser wunderbaren kurzweiligen Geschichte, nahm sich Peter Petrel „Zeit für ein Lächeln“ bevor er von „Mary`s boy child“ sang. Der in New Orleans zum Ehrenbürger ernannte Peter Petrel, wohnt seit über zwanzig Jahren mit seiner Frau in einer kleinen Gemeinde auf dem Hunsrück und engagiert sich sehr stark in sozialen Projekten. Heitere Anekdoten brachte Hans Nobel, Urkarnevalist seit über 60 Jahren auf der Bühne, zum Besten.
Heiteres auf Platt
Michael und Manfred Gniffke sangen vom „Schnieflöckche, Weissröckche“ und gingen dabei singend über den „Winterchresdachsmaat“ (Weihnachtsmarkt). Doch bevor sie über den Weihnachtsmarkt gingen, erzählte Manfred Gniffke die Geschichte vom „gestohlene Jesuskindche“, die sich am ersten Weihnachtstag vor vielen Jahren in der „Owerpfarrkärch“ (Liebfrauen-Kirche), zugetragen haben soll. Hier soll nämlich am 1. Weihnachtstag das Jesuskind aus der Krippe verschwunden sein. Gott sei dank stellte sich heraus, dass der kleine Paul aus der Mehlgasse das Jesuskind mit seinem neuen Roller durch die Altstadt spazieren gefahren hat.
Der Chor & Singkreis Asterstein unter seiner Leitung von Jan Szymanski beendete mit drei Liedern unter dem Titel „Das erste Licht“ den ersten Teil des Abends.
Gesanglich ging es in den zweiten Teil der Veranstaltung
Die „Altstadtpänz“ mit Dirk Crecelius und den Gästen Daniel Ferber sowie Minka Bojara, eröffneten mit den Liedern „Als dat Kend gebore wor“, Hallelujah (v. Leonard Cohen) und „Mitten in der Nacht“ (v. Rolf Zukowski), mit den Texten von Dirk Crecelius den zweiten Teil. Was alles an den Sonderangebots-Wühltischen in dem Geschäft „wo al di leit billich enkaufe ginn“ passieren kann, davon erzählte Wolfgang Mayr, in einer rasanten und lustigen Geschichte. Mit „Hark! The hearld angels sing“ „Somewehre“ und „Eine Muh, eine Mäh“ sang sich der ehemalige Prinz Stefan Strunk in die Herzen der Zuhörer. Mit der interessanten Frage: „Wie Ochs on Esel an die Kripp kome“ damit beschäftigte sich Marlis Weiß, die in Koblenz auch als Stadtführerin zu gewissen Themen, die Menschen begeistern kann. Die Kammersängerin Claudia Felke, vom Stadttheater Koblenz, entführte die Zuhörer über das „Trommellied“ und zwei amerikanische Waisen, in eine andere Welt des Weihnachtszaubers.
Da im letzten Jahr die Zuhörer selbst für diesen Abend Liedwünsche äußern konnten, wählten viele die 56th District Pipe Band, die mit ihren Dudelsäcken schottische Lieder erklingen ließen.
Johannes Fischer, der meisterhaft durch diesen Abend führte, bedankte sich am Ende noch einmal bei allen Interpreten und wünschte allen eine schöne Adventszeit sowie ein besinnliches Weihnachtsfest.
Mit dem Besuch vom Hl. Nikolaus und dem gemeinsamen Singen einiger Weihnachtslieder sowie dem Lied „Weihnacht en Kowelenz“ (orig. Sierra Madre) endete dieser wunderschöne Abend.
„Wie däht dä Kowelenzer soon, et wor mol widder scheen“
Die „Altstadtpänz“ mit Dirk Crecelius eröffneten mit Liedern, wie Hallelujah, den zweiten Teil des Abends.
Der neue Sitzungspräsident der GKKG, Johannes Fischer, führte gekonnt durch das Programm.
