21. Burgunderfest lockte erneut die Massen
Beste Stimmung auf Festwiese und Tanzfläche
Über 5.000 Besucher genießen Wein, Kulinarik und Tanz in den Weinbergen
Bad Neuenahr-Ahrweiler. Bereits in den Samstagsnachmittagsstunden waren sie in den Weinbergen und Wanderwegen am Rande der L 83 zu beobachten: Scharen von Wanderern und Weinfreunden, die, ausgerüstet mit Wein, Gläsern und guter Laune, unterwegs waren zur 21. Auflage des Neuenahrer Burgunderfestes. Von Ahrweiler aus startend, führte eine reizvolle, knapp sieben Kilometer lange Strecke via Rotweinwanderweg zur hoch über Bad Neuenahr gelegenen Festwiese, traumhafte Aussicht inklusive. Proviant musste niemand einpacken, denn unterwegs lieferten zünftige Vesperstände die richtigen Snacks samt begleitenden Weinen. Die Symbiose aus Wandern, Wein und origineller Fete – sie zieht auch noch nach mehr als zwei Dekaden massenhaft Gäste aus allen Himmelsrichtungen an. Auch wenn viele Stammgäste aus der Region zur Festwiese pilgern, kommt doch das Gros der Gäste aus weiter entfernten Orten und den Ballungsräumen Köln/Bonn. Mit über 5.000 Besuchern verzeichneten die Veranstalter in diesem Jahr auf jeden Fall einen neuen Rekord, der den des Vorjahres noch bei weitem übertraf. Um für die entsprechend rustikale Gemütlichkeit zu sorgen, hatte man die Zahl der bei den Burgunderfest-Fans überaus beliebten Strohballen deutlich erhöht, sodass noch mehr dieser originellen Sitzgelegenheiten zur Verfügung standen. Dabei bot und bietet das Burgunderfest weitaus mehr, als nur „chilliges“ Verweilen. Wen es nach fetziger Musik und Tanz gelüstete, der war auf der großen, bis in die Nacht hinein reichlich frequentierten Tanzfläche bestens aufgehoben. Dass es dazu die passenden Klänge gab, dafür sorgte zum inzwischen 19. Mal die „PGM Big Band“ mit allerlei Hits und Klassikern aus Rock und Pop. Kulinarisch wurden dank Flammkuchen, Deftigem vom Grill und Spezialitäten des Ringhotels Giffels Goldener Anker alle Geschmäcker bedient, was natürlich ganz besonders auch auf die ausgeschenkten Ahrburgunder der Weingüter Lingen, Sonnenberg und Burggarten zutraf.
Gekühlte Weine waren heiß begehrt
waren heiß begehrt
Wie bereits in den vergangenen Jahren, war der Verkehrsverbund Rhein-Mosel erneut als Partner der Veranstaltung an Bord und lud alle Weinfreunde, die ein Burgunderfestarrangement erworben hatten, getreu dem Motto „Don‘t drink and drive“ zur kostenlosen Benutzung aller Bus- und Bahnverbindungen im gesamten Verbundnetz am Veranstaltungstag, sowie bis drei Uhr morgens des Folgetags, ein.
Trotz des vielen Regens der vergangenen Tage war Petrus dem Burgunderfest mehr als gewogen: Strahlender Sonnenschein und sommerliche Temperaturen boten ideale äußere Bedingungen. Da war es kein Wunder, dass vor allem die hellen, gut gekühlt servierten Burgunderweine bei den Besuchern hoch im Kurs standen. Noch während des Festes musste wegen der großen Nachfrage für Nachschub gesorgt werden. Dank Spielecke und Kinderbetreuung kam auch bei den kleinen Wanderern keine Langeweile auf.
Seinen Ursprung hat das „Burgunderfest“ in einer Art Erntedankfest, das vom Weingut Sonnenberg alljährlich zum Abschluss der Traubenlese für Winzer und Helfer in gemütlicher Runde zelebriert wurde.
Spontan nutzte man das eigentlich zur Ausbringung im Weinberg gedachte Stroh als gemütliche Sitzgelegenheit. Aus diesem Beisammensein entstand die Idee, hoch über Bad Neuenahr und mitten in den Weinbergen ein attraktives „Weinfest“ ins Leben zu rufen.
„Wir waren zum ersten Mal hier, aber ein Weinfest mit solch cooler Atmosphäre haben wir auch noch nicht erlebt. Das schreit förmlich nach Wiederkommen“, war eine lustige Damentruppe aus Remscheid sichtlich begeistert vom Burgunderfest.
Beste Stimmung in den Weinbergen hoch über Bad Neuenahr: Bei hochsommerlichen Temperaturen griffen viele Gäste gern bei den gut gekühlten Weißweinen zu.
