Allgemeine Berichte | 17.05.2016

Partner des Nassauer Landes aus dem Distrikt Mabira hoffen auf hilfreichen Erfahrungsaustausch

Besuch aus Afrika im Dekanat empfangen

„Karibu sana!“ Mit diesem afrikanischen Willkommensgruß empfingen der Arbeitskreis Mabira und Dekanin Renate Weigel die drei Gäste aus dem Partnerdistrikt im evangelischen Dekanat Nassauer Land. privat

Bad Ems. Besuch aus dem Norden Tansanias hat die Dekanin des evangelischen Dekanats Nassauer Land Renate Weigel jüngst in Bad Ems empfangen: Eine Delegation des afrikanischen Partnerdistrikts Mabira ist für zwei Wochen im gesamten Rhein-Lahn-Kreis unterwegs und hofft in vielen Begegnungen auf einen hilfreichen Erfahrungsaustausch.

Berthold Krebs, Sprecher des Partnerschafts-Arbeitskreises Mabira, hatte die beiden Männer und eine Frau nach anderthalbtägiger Reise mit Bus und Flugzeug von Mabira über Entebbe und Istanbul vom Flughafen in Frankfurt abgeholt. Er freute sich über die reibungslose Anreise, auch wenn die Kontrollen gerade bei der Ankunft in Frankfurt im Vergleich zu früheren Jahren wesentlich umfangreicher und intensiver geworden seien. Seit 35 Jahren existiert die Partnerschaft.

Neben Krebs und Weigel bereiteten Mitglieder des Arbeitskreises dem neuen Distriktpfarrer Jerryson Mambo, der Leiterin der Frauenarbeit im Distrikt Graydes Leonhard sowie dem Leiter der Jugendkreise der 40 Distriktgemeinden Dickson Josiah einen herzlichen Empfang. Der Willkommensgruß „Karibu sana!“ war nicht das einzige in der Heimatsprache der Gäste. Jonas Jacob hatte neben kleinen Happen auch den Choral „Großer Gott, wir loben dich“ zum Anstimmen in Deutsch und Suaheli mitgebracht.

Jungen Menschen eine Perspektive geben

Das Programm der Partner, zu denen der Bischof der Karagwe-Diözese noch erwartet wird, sieht neben einem Austausch über laufende und künftige Projekte insbesondere den Besuch der Berufsbildenden Schule Diez und der Handwerkskammer Koblenz vor. „Uns ist besonders wichtig, dazu beizutragen, dass junge Menschen in ihrer Heimat eine Perspektive erhalten und an deren Entwicklung mitarbeiten“, erklärte Berthold Krebs. Eine gute Ausbildung in handwerklichen Bereichen sei dabei unerlässlich. Der Arbeitskreis hofft, dass sich die Partner für den Aufbau und die Entwicklung eines solchen berufsbildenden Systems während ihres Aufenthalts nützliche Anregungen und Ideen holen können.

Dekanin Weigel hatte mit einer Lesung aus der Bibel in englischer Sprache auf die Grundlage der Partnerschaft verwiesen. So verschieden die Gaben, die Fähigkeiten, die Sprache, die Kleidung, die Hautfarbe – so verbindend sei doch der Geist, der Christen weltweit trage. Und mit dem Distriktpfarrer bat sie darum, dass die Menschen überall auf der Welt lernen, einander kennenzulernen.

Flüchtlinge lassen Bevölkerungszahl steigen

Während der Begrüßung kam auch das Thema Flucht zur Sprache, das im von acht Ländern umgebenen Tansania immer wieder eine Rolle spielt. Vor allem die Nachbarn Ruanda und Burundi im Norden versuchten, ihre nach Tansania geflüchteten Landsleute wieder zur Rückkehr zu bewegen. Die Einwohnerzahl Tansanias stieg in den vergangenen Jahrzehnten rasant an, von gut neun Millionen im Jahr 1960 auf mittlerweile etwa 50 Millionen. Die Partner-Region Mabira, in der es auf dem Land weder ein Stromnetz noch Wasserleitungen gibt, gehört zu den ärmsten in Afrika. Auch dafür soll die Reise Anregungen geben unter anderem bei einem Besuch der Verbandsgemeindewerke in Nassau.

„Karibu sana!“ Mit diesem afrikanischen Willkommensgruß empfingen der Arbeitskreis Mabira und Dekanin Renate Weigel die drei Gäste aus dem Partnerdistrikt im evangelischen Dekanat Nassauer Land. Foto: privat

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