Ahrtal-Gästeführer e.V.
Besuch der Bäckerjungenstadt Andernach
Andernach. Schon lange hatten sich die Ahrtal-Gästeführer vorgenommen, der Stadt Andernach einen Besuch abzustatten. Bei der Weiterbildung im August war es dann soweit. Gemeinsam mit der sachkundigen und erfahrenen Gästeführerin Ellen Schüssler machten sich die Gästeführer auf Spurensuche. Am Treffpunkt vor der Tourist-Information im Herzen der Stadt gab Ellen Schüssler einen kurzen Überblick über die 2000-jährige Geschichte der Stadt. Andernach wurde von den Römern 12 v. Christus als römisches Militärlager gegründet und gehört zu den ältesten Städten Deutschlands. Dabei war vor allem interessant zu hören, wie viele Parallelen es zur Geschichte Ahrweilers gab. Genauso wie in Ahrweiler wurde der Erzbischof von Köln Landesherr von Andernach. Und Andernach gehörte auch zu den kurkölnischen Mithauptstädten. Die Stadtmauer wurde 1267 erbaut und von den ursprünglichen 2,6 km sind heute noch 1,6 km erhalten. Entlang der Stadtmauer ging es dann zur Burg mit dem Kanonenturm. Voller Stolz berichtete Ellen Schüssler, wie es der Stadt Andernach gelungen ist, in einem verwahrlosten Gebiet außerhalb der Stadtmauer ein für Anwohner und Gäste attraktives Projekt umzusetzen, das 2010 einzigartig war. Die erste „Essbare Stadt“ entstand und wurde alljährlich erweitert. So fanden Langzeitarbeitslose in den Anlagen eine neue Beschäftigung und die Früchte ihrer Arbeit durften von jedermann geerntet werden. Die kurkölnische Burg in Andernach diente nicht der Verteidigung der Stadt, sondern der Kontrolle der Stadt Andernach seitens des Kurfürsten von Köln. Während des Pfälzischen Erbfolgekriegs wurde die Burg 1689 zerstört. Immerhin blieben der Bergfried, Reste des aus dem 14. Jahrhundert stammenden Wohnpalas und die mächtige Brücke über den Wassergraben erhalten. Der Bergfried, der auch damals schon als Wohnturm diente, blieb auch weiterhin in Benutzung. So diente er ab 1836 als Gefängnis und von 1911 bis zum 2. Weltkrieg als Jugendherberge. Auch in Andernach gab es im Mittelalter jüdisches Leben. Davon zeugt noch heute die Mikwe, das Judenbad aus dem 12. Jahrhundert. Die rund elf Meter tiefe Anlage ist eins der wenigen jüdischen Ritualbäder aus dem Mittelalter, die in Deutschland erhalten sind. Sie hat zwei Geschosse, die über eine um einen Schacht laufende, fünfmal gebrochene Treppe erreicht werden. Im untersten, auf Eichenrosten stehenden Raum steht normalerweise das Grundwasser des Rheins. Am Ende des Rundgangs gab es für die Teilnehmer noch einen „Höhepunkt“, die Besteigung des Runden Turms, der als Butterfassturm gebaut wurde. Dies ist eine Architekturform – unten breit und oben schmäler. Er gilt als Wahrzeichen der Stadt und ist weithin sichtbar. Die Gästeführer bedankten sich für die interessante Führung und traten mit vielen neuen Informationen im Gepäck die Heimreise an.
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