Allgemeine Berichte | 11.09.2019

Mühlenverein beteiligt sich am „Tag des offenen Denkmals“

Besucher bewunderten Technik der Vergangenheit

Wie die alte Mühle im Detail ausgesehen hatte, präsentierte Vorsitzender Christian Westphal (rechts) den Besuchern.Fotos: StF

Meckenheim. Wie war das eigentlich früher, als es noch keinen Strom gab und das Brot nicht täglich bei drei Bäckereien auf der Hauptstraße jederzeit verfügbar war? Einen guten Blick in die Vergangenheit gibt der Verein „Obere Mühle“ in Meckenheim, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, die historische Mühle zu restaurieren und wieder funktionstüchtig zu machen. Wie weit das bereits gediehen ist, konnte man am „Tag des Offenen Denkmals“ am vergangenen Sonntag bewundern. Der Verein rund um den Vorsitzenden Christian Westphal hat nicht nur ein Modell der Mühle nachgebaut, auch gab es zahlreiche Vorführungen und Möglichkeiten der Besichtigung. Dabei ist die Mühle nun wirklich alt, lassen sich doch die Anfänge bis in das 14. Jahrhundert nachverfolgen. Anfang des 15. Jahrhunderts wird die Mühle erstmals urkundlich erwähnt. Die dort beschriebenen Pachtstreitigkeiten zwischen den Tomburger Herren und dem Cassiusstift dauerten Jahrzehnte an. Im 16. Jahrhundert folgten langwierige Prozesse zwischen dem Cassiusstift und den Tomburger Herren gegen die Junker von Meckenheim; Letztere hatten mit einem Mühlenneubau die Wasserrechte der Oberen Mühle verletzt. Im 17. Jahrhundert wird die Mühle mehrmals urkundlich erwähnt, meistens in Prozessakten. Die Jahreszahl 1667 steht auf der Grundmauer. Das Wohnhaus stammt ebenfalls aus dem 17. Jahrhundert und auch die erste kartographische Darstellung der Gebäude fällt in die gleiche Zeit (1690).

Nach dem Brand im Jahre 1908 wurde das Mühlengebäude 1911 wiederaufgebaut und 1921 in Fachwerk aufgestockt. Die Mühle war bis 1972 in Betrieb.

1987 erfolgte die Eintragung in die Denkmalliste der Stadt Meckenheim. 1992 wurde die Stadt Meckenheim Eigentümerin der Mühle und nutzte das Wohnhaus von 1993 bis 1998 als Unterkunft für Obdachlose. 2003 gründete sich der Verein „Obere Mühle“ und im Jahr 2007 beschloss der Rat der Stadt Meckenheim die Grundsicherung der Mühle. 2015 erfolgte der Abschluss eines Nutzungsvertrages mit der Stadt und 2016 und 2017 erfolgte die Instandsetzung von Maschinen- und Antriebstechnik mit Fördergeldern der Deutschen Stiftung Denkmalschutz sowie Einbau neuer Fenster mit Fördergeldern der NRW-Stiftung. Seitdem hat sich nochmals viel getan. So hat man eine aufwendige Beleuchtung installiert, die einerseits die wichtigsten Teile gut in Szene setzt, zum anderen aber auch von der Konstruktion her an die Vergangenheit erinnert.

Wie das alles funktioniert, kann man live bestaunen, denn die Technik ist komplett instandgesetzt. Was unter anderem Blütenkönigin Katharina Arndt bestaunte. Nach einer exklusiven Führung war sie voll des Lobes und bedankte sich bei dem Verein, der dies alles geschaffen hat. In die gleiche Kerbe schlug Meckenheims Ehrenbürgerin Erika Meyer-zu-Drewer, die ebenfalls die Mühle besuchte.

In einer Mühle wird Getreide gemahlen und das Mehl daraus kann man natürlich wunderbar für leckeren Kuchen und frische Waffeln gebrauchen, zusammen mit heißem Kaffee sorgte dies dafür, dass die Besucher dem Regen trotzten und zahlreich erschienen. STF

Blütenkönigin Katharina Arndt zeigte sich begeistert von der Wiederherstellung der Alten Technik.

Blütenkönigin Katharina Arndt zeigte sich begeistert von der Wiederherstellung der Alten Technik.

Wie die alte Mühle im Detail ausgesehen hatte, präsentierte Vorsitzender Christian Westphal (rechts) den Besuchern.Fotos: StF

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