Erstes regionales Netzwerktreffen der Bücherschrankpaten in Mendig
Betreuer tauschten sich aus
Mendig. Öffentliche Bücherschränke sind ein Renner. Hinter jedem öffentlichen Bücherschrank stehen aber Bücherschrankpaten, die aus einem solchen Schrank ein soziales Erlebnis machen. Bisher gab es kaum Erfahrungsaustausch zwischen den einzelnen Bücherschrankpaten. Auf Initiative des Vorsitzenden von Pro-Mendig e.V., Karl Gunkel, fand am 23. September das erste Treffen der Bücherschrankpaten der Region statt. Teilnehmer kamen nicht nur aus der Umgebung von Mendig. Manche haben auch größere Entfernungen auf sich genommen. Erpel, Bruttig-Fankel, Bendorf können als Beispiele genannt werden. Nach einer Besichtigung des Mendiger Bücherschranks setze man sich im Vulkanbrauhaus zusammen. Nach kurzem Kennenlernen erfolgte ein interessanter Erfahrungsaustausch.
Die Bücherschränke der anwesenden Paten haben unterschiedliche Betreuungsformen. In Kell bei Andernach kümmert sich die Ortsvorsteherin um den Schrank, an vielen Orten gibt es Schränke, die von der örtlichen Gemeinde oder der Stadtbücherei getragen werden oder wie in Mendig von einem Verein betrieben werden. Manche Schränke stehen innerhalb eines Gebäudes, die meisten stehen im Freien an gut frequentierten Plätzen, die in der Regel von der Gemeinde zur Verfügung gestellt wurden. Sehr häufig findet man industriell hergestellte und von Innogy gesponsorte Schränke, umgebaute Telefonzellen (tolles Beispiel Bruttig-Fankel) aber auch selbst oder von örtlichen Handwerkern gebaute Schränke. Der Zeitaufwand der in der Regel ehrenamtlichen Schrankpaten ist überall ähnlich. Viele pflegen den Schrank alle zwei Tage.
Der Erfahrungsaustauch unter den Bücherschrankpaten setzte für jeden viele Impulse. Viele Ideen wurden ausgetauscht und warten auf die Umsetzung. Man war sich einig, sich im Frühjahr wieder zu treffen und für die Kommunikation dazwischen sich über eine WhatsApp-Gruppe auszutauschen.
Interessierte Bücherschrankpaten können sich unter info@pro-mendig.de melden.
