Kino-Kulinarisches-Kommunikation - der besondere Filmabend
Beuys
Am Dienstag, 3. April
Meckenheim. Die Gesellschaft für internationalen Kulturaustausch (GIK), das Forum Senioren und der Bürgerverein Meckenheim lädt ein zum 28. Film der KKK-Reihe am Dienstag, 3. April um 18 Uhr im Drehwerk Adendorf, 53343 Wachtberg, Töpferstraße 17 eingeladen.
Filz, Hut und Fettecke, klar, fällt jedem sofort ein. Aber, was weiß man wirklich von dem deutschen Aktionskünstler, Bildhauer und Zeichner Joseph Beuys, von dem Menschen, von seiner Auffassung über „Kunst“? Seine persönliche Ikonographie fand exemplarisch Ausdruck in der Aktion, als er einem toten Hasen auf seinem Arm erklärt, was es mit den Bildern an der Wand auf sich hat: Kunst diene vor allem dazu, durch Provokation ins Gespräch mit anderen Menschen zu kommen. Die Kräfte der Gedanken können sowohl belebend als auch vernichtend wirken. Der Künstler propagiert „eine einzig revolutionäre Kraft … die Kraft der menschlichen Kreativität“.
„Stadtverwaldung statt Stadtverwaltung“
Deshalb fordern die Menschen nicht nur Bilder und Objekte heraus, z. B. pflanzte er in Kassel 7.000 Eichen, jede neben eine Basaltstele mit der Idee „Stadtverwaldung statt Stadtverwaltung.“ Aus einer kongenial montierten Collage unzähliger, bisher unerschlossener Bild- und Tondokumente stellen Regisseur Andres Veiel und sein Team ein einzigartiges Zeitdokument zusammen: „Beuys“ ist kein klassisches Porträt, sondern eine intime Betrachtung des Menschen, seiner Kunst und seiner Ideenräume. Diesmal ist Kino ein Ausflug in eine andere Zeit, in eine andere Gesellschaft, die - vorwiegend in Schwarz Weiß - die Betrachter aufrüttelt. Joseph Beuys gehört zu den schillerndsten Figuren des deutschen Kunstbetriebs. Er war Provokateur und zugleich Schamane, der sich für seine Performance „I like America and America likes Me“ mehrere Tage mit einem Koyoten einsperren ließ. Es wird deutlich, dass Beuys auch ein politischer Mensch war.
Als Mitglied der Grünen allerdings blieb er ein Außenseiter, der sich mit seinen antikapitalistischen Zielen nicht durchsetzen konnte. Damit ist man in der Jetzt-Realität angekommen, und freut sich, im Kunstverständnis von Beuys „ins Gespräch mit anderen Menschen zu kommen“.
Anmeldung werden unmittelbar beim Drehwerk, Tel. (0 22 25) 7 08 17 19 erbeten. Die Mitgliedschaft bei GIK, FSM oder BVM ist bitte anzugeben.
Die Anmeldung ist verbindlich. Im Eintrittspreis ist ein Imbiss eingeschlossen. Plötzliches Verhindertsein verpflichtet zum Anruf oder zum Stellen einer Ersatzperson. Sonst werden Interessenten abgewiesen, obgleich dann bei der Vorführung Plätze frei bleiben. Außerdem kann der Preis einschließlich Imbiss nicht gehalten werden, wenn Angemeldete ohne Nachricht wegbleiben. Kosten müssen deshalb in diesem Fall in Rechnung gestellt werden. Bitte Karten vor 17.50 Uhr an der Kasse abholen.
