Allgemeine Berichte | 11.04.2017

Kinderschutzbund in Höhr-Grenzhausen zieht positive Bilanz und plant neue Projekte

Bewährtes Führungsteam bestätigt

Das geht nur gemeinsam:Die sozialpädagogischen Fachkräfte ließen die Mitglieder des Kinderschutzbundes mit dem Team-Kran Türme bauen. Dabei gilt es, gleichzeitig an vielen Schnüren und dennoch an einem Strang zu ziehen. Fotos: privat

Höhr-Grenzhausen. Auf einem soliden Fundament und mit fast unverändertem Vorstand geht der Deutsche Kinderschutzbund in Höhr-Grenzhausen ins 40. Jahr seines Bestehens. Heidi Ramb, Joachim Türk und Cora Borowski wurden in einer gut besuchten Mitgliederversammlung als Vorsitzende, Stellvertreter und Schatzmeisterin in ihren Ämtern bestätigt.

Schon seit 20 Jahren steht sie an der Spitze des Kreisverbandes Westerwald / Ortsverband Höhr-Grenzhausen und nimmt aus diesen beiden Jahrzehnten den Schwung und die Motivation mit in eine neue Amtsperiode: Heidi Ramb freut sich, dass der Verein sich gut entwickelt hat, dass er eine gute Perspektive hat und in diesem Jahr seinen runden Geburtstag gebührend feiert.

Die Versammlung im Rathaus zeigte sich beeindruckt vom hohen Engagement der hauptamtlich Tätigen und der Dutzenden ehrenamtlich engagierte Mitglieder. In ihrem Jahresrückblick ging die Vorsitzende vor allem auf die Arbeit der „Mobilen Sorgenbüros“ in 15 Grundschulen ein. Was die sozialpädagogischen Fachkräfte hier und in der Schulsozialarbeit in zwei Realschulen plus erleben, fließt ein in verschiedene Projekte an Grundschulen und in Kindertagesstätten sowie in die Arbeit mit Eltern. Heidi Ramb teilte mit, dass die Landesförderung für die Elternkurse gestrichen worden ist. Deswegen muss die fehlende Finanzierung aus Eigenmitteln aufgebracht werden; zudem wurde ein angepasstes Kursangebot erarbeitet. Auch weitere neue Projekte für Eltern und Kinder sind geplant. Dabei ist es hilfreich, dass der gemeinnützige Verein trotz sinkender Spendeneinnahmen auf gesunden Füßen steht, wie Schatzmeisterin Cora Borowski eindrucksvoll darstellte und die Kassenprüfer bestätigten. Dazu tragen die Beiträge der konstant 150 Mitglieder ebenso bei wie treue Sponsoren oder ein Dutzend Zahnarztpraxen, die ihre Patienten um Zahngoldspenden für den Kinderschutzbund bitten, und der REWE-Markt, der erfolgreich Leergut-Bons sammelt. Und nicht zu vergessen die Spendenhäuschen in 27 Geschäften. Zudem zahlt sich der engagierte Einsatz der Ehrenamtler aus, die Spenden akquirieren, von montags bis samstags im Kinderkleiderlädchen tätig sind oder zum Keramikmarkt alkoholfreie Cocktails mixen. Diese Erlöse finanzieren nicht nur den erheblichen Eigenanteil an den Kosten der „Mobilen Sorgenbüros“, sondern sind die Basis für Angebote wie die Hausaufgabenhilfe, das Kinderbüro und Eltern-Kind-Gruppen. Heidi Ramb vergaß nicht, den öffentlichen Stellen zu danken. Ohne die Kommunen, die als Schulträger die „Mobilen Sorgenbüros“ weit überwiegend bezahlen, das Land und den Kreis, die Fördermittel bereitstellen, Stadt und Verbandsgemeinde Höhr-Grenzhausen, die seit Jahren die Arbeit des Deutschen Kinderschutzbundes vielfältig unterstützen, wäre dieses umfassende Angebot nicht zu stemmen.

Mit anhaltender Freude blickte die Versammlung auf das Fest zum Weltkindertag zurück: 500 Kinder beteiligten sich an dem Projekt „Flagge zeigen für die Kinderrechte“. In diesem Zusammenhang erwähnte Heidi Ramb, dass Höhr-Grenzhausen mit seinem „Platz der Kinderrechte“ für eine Aktion des Landes- und des Bundesverbandes Modell steht. Im Herbst wird in Mainz ein weiterer „Platz der Kinderrechte“ gewidmet, danach sollen solche Plätze in vielen Orten in ganz Deutschland entstehen.

Nach so vielen guten Nachrichten sprach sich die Versammlung einstimmig dafür aus, den Vorstand im Amt zu bestätigen. Neben dem geschäftsführenden Vorstand wurden auch die Beisitzer wiedergewählt: Marianne Baumann-Warnke, Astrid Roos, Karin Ress und Joachim Courtial. Karin Heider legte ihr Amt nach vielen Jahren Vorstandsarbeit aus Altersgründen nieder, wird aber weiterhin im Kinderkleiderlädchen aktiv sein.

Nach einem ersten Ausblick auf das Programm zum 40. Geburtstag des Vereins gaben die sozialpädagogischen Fachkräfte den Mitgliedern einen Einblick in ihre Arbeit und luden alle ein, am „Team-Kran“ mitzuwirken – spielerisch wurden die ernsten Themen Rücksichtnahme und Zusammenarbeit behandelt. Abschließend gab es Lob für das neue Internet-Angebot des Vereins. Unter www.kinderschutzbund-westerwald.de findet man aktuelle Nachrichten und Hintergründiges aus dem Verein, man kann online spenden und einen Mitgliedsantrag ausfüllen. Und natürlich gibt es sofort Hilfe für Kinder und Eltern – denn das steht beim Deutschen Kinderschutzbund auch online an erster Stelle.

Weitere Infos:

Deutscher Kinderschutzbund e.V., KV Westerwald/ OV Höhr-Grenzhausen, Hermann-Geisen-Straße 44, 56203 Höhr-Grenzhausen, Tel: 02624-4488, www.kinderschutzbund-westerwald.de

Schweren Herzens ist Karin Heider (links) aus dem Vorstand des Deutschen Kinderschutzbundes e.V. Kreisverband Westerwald / Ortsverband Höhr-Grenzhausen ausgeschieden. Vorsitzende Heidi Ramb dankte ihr herzlich für die in vielen Jahren geleistete Arbeit – und dafür, dassKarin Heider weiter im Kinderkleiderlädchen aktiv ist.

Schweren Herzens ist Karin Heider (links) aus dem Vorstand des Deutschen Kinderschutzbundes e.V. Kreisverband Westerwald / Ortsverband Höhr-Grenzhausen ausgeschieden. Vorsitzende Heidi Ramb dankte ihr herzlich für die in vielen Jahren geleistete Arbeit – und dafür, dass Karin Heider weiter im Kinderkleiderlädchen aktiv ist.

Das geht nur gemeinsam:Die sozialpädagogischen Fachkräfte ließen die Mitglieder des Kinderschutzbundes mit dem Team-Kran Türme bauen. Dabei gilt es, gleichzeitig an vielen Schnüren und dennoch an einem Strang zu ziehen. Fotos: privat

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