Allgemeine Berichte | 26.10.2021

Katholische Pfarreiengemeinschaft Remagen

Bewegender Gedenkgottesdienst für Betroffene und Helfer in Remagen

Pfarrer Klupsch erinnerte daran, daß die Bilder der Flut-Katastrophe niemandem so schnell aus dem Kopf gehen, schon gar nicht das schreckliche Leid, die Schicksale und die vielen Toten, die zu beklagen sind.Fotos: privat

Remagen. Viele Helferinnen und Helfer aber auch Betroffene waren der Einladung der Pfarreiengemeinschaft Remagen und Dechant Klupsch zum Gedenkgottesdienst in die Remagener St. Peter und Paul Kirche gefolgt. Besonders den Betroffenen und den trauernden Angehörigen und Verwandten der Flut-Opfer galt ein herzliches Willkommen. Aber auch die Frauen und Männer der Remagener Feuerwehreinheiten waren in großer Zahl vertreten sowie das Rote Kreuz, die Polizei und die Notfallseelsorge. Auch zahlreiche Abordnungen der Remagener Vereine folgten der Einladung, besonders eine große Zahl der St. Sebastianus Schützengesellschaft Remagen unter Wolfgang Strang.

Persönlich begrüßte Pastor Klupsch zu Beginn den 1. Polizeihauptkommissar und Leiter der Polizei Remagen, Ralf Schomisch und den Vorsitzenden des Kreisfeuerwehrverbandes Ahrweiler, Alexander Krahe. Krahe brachte auch den Staatsehrenpreis für alle Helferinnen und Helfer mit, der vor dem Altar einen Ehrenplatz fand. Für das Deutsche Rote Kreuz wurde Jesse Guss herzlich begrüßt. Auch die beiden Landtagsabgeordneten Petra Schneider und Horst Gies, der gleichzeitig auch als 1. Kreisbeigeordneten des Kreises Ahrweiler den Landkreis nun leitet, hatten sich nach Remagen an diesem besonderen Abend auf den Weg gemacht. Die Stadt Remagen war vertreten durch die Beigeordnete Frau Rita Höppner, vom Stadtrat Frau Christine Wißmann, sowie dem Ortsvorsteher Michael Bernd.

Beindruckende Statements von Polizei, Feuerwehr, Rotem Kreuz und einer ehrenamtlichen Helferin, die nochmals das Ausmaß der Katastrophe aber auch der Solidarität und Hilfsbereitschaft vor Augen führten, eröffneten den Gottesdienst und machten deutlich, wie wichtig und notwendig immer dieses Gedenken war. Pfarrer Klupsch erinnerte daran, daß die Bilder der Flut-Katastrophe niemandem so schnell aus dem Kopf gehen, schon gar nicht das schreckliche Leid, die Schicksale und die vielen Toten, die zu beklagen sind. Tröstlich zu sehen, wie schnell und solidarisch, so der Geistliche, aber auch gleich die Hilfe eingesetzt hat.

Kooperator Steffens betete zu Beginn der Fürbitten: „Gott des Lebens, wir sind erschrocken und aufgewühlt: Das Hochwasser an der Ahr hat Menschen fortgeschwemmt. Der Starkregen hat Keller geflutet und Straßen überspült. Viele verloren Angehörige und ihr Zuhause. Gott, wir rufen zu dir wie der Beter aus den Psalmenbuch des Volkes Israel“ und Vertreter der verschiedenen anwesenden Gruppierungen und die ganze Gottesdienstgemeinde trugen dann die Anliegen vor. Am Ende der Eucharistiefeier entzündeten die einzelnen Gruppierungen Kerzen vor dem Altar mit dem Lied „You´ll never walk alone“. Nach der Hl. Messe, die von zwei Bläsern festlich mitgestaltet wurde und an der auch Vertreter der Gemeinschaft vom Apollinarisberg teilnahmen, bestand auf dem Kirchhof die Möglichkeit zur Begegnung. Der Austausch untereinander und das Erzählen des Erlebten standen dabei im Mittelpunkt.

Am Ende der Eucharistiefeier entzündeten die einzelnen Gruppierungen Kerzen vor dem Altar mit dem Lied „You´ll never walk alone“.

Am Ende der Eucharistiefeier entzündeten die einzelnen Gruppierungen Kerzen vor dem Altar mit dem Lied „You´ll never walk alone“.

Pfarrer Klupsch erinnerte daran, daß die Bilder der Flut-Katastrophe niemandem so schnell aus dem Kopf gehen, schon gar nicht das schreckliche Leid, die Schicksale und die vielen Toten, die zu beklagen sind.Fotos: privat

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