Ein besonderer Elternabend in der Kita St. Nikolaus, Oberfell
„Bewegung macht schlau“
Vortrag von Ergotherapeutin Elke Meyer stieß auf reges Interesse
Oberfell. Kinder brauchen, um sich körperlich, emotional, kognitiv und sozial gesund entwickeln zu können, viel Bewegung. Das war das Fazit eines Vortrages von der Ergotherapeutin Elke Meyer aus Cochem vor interessierten Eltern und Erzieherinnen.
Der Elternausschuss der Kita hatte im Vorfeld den Wunsch geäußert, durch einen Elternabend mehr Informationen und Hintergründe zur Thematik zu erhalten. Erfreulicherweise konnte eine kostenfreie Teilnahme der Eltern am Elternabend durch die Unterstützung des Fördervereins der Kita ermöglicht werden.
In ihrem Vortrag zum Thema: „Bewegung macht schlau“ verdeutlichte Frau Meyer, dass Kinder mit Begeisterung ganz alleine das tun, was ihnen guttut: rennen, hüpfen, krabbeln, springen, schaukeln oder Purzelbäume schlagen. Dabei trainieren sie unbewusst ihre Sinne, die Motorik, ihre Muskeln und das Gehirn. Die Zusammenhänge zwischen den Sinnen, dem Körpergefühl, dem Gehirn und den Fähigkeiten erklärte die Ergotherapeutin anschaulich anhand eines selbst gestalteten „Wahrnehmungsbaumes.“
Frau Meyer ging im Laufe des Abends ebenfalls auf das Tätigkeitsfeld einer Ergotherapeutin ein. Diese begleitet im Rahmen einer Therapie Menschen, die in ihren alltäglichen Fähigkeiten eingeschränkt sind. Zu ihren Patienten gehören vielmals auch Kinder, deren Wahrnehmung beeinträchtigt oder gar übersensibel ist. Diese Kinder können wichtige Körpererfahrungen nicht oder häufig nur eingeschränkt machen. Sie benötigen die Hilfe von Ergotherapeuten, deren Arbeit im Elternhaus oder in der täglichen Kita-Arbeit gut unterstützt werden kann.
Damit die Eltern und Erzieher auch die Erfahrung machen können, wie es sich anfühlt, wenn das Gleichgewicht gestört ist oder die Augen und Ohren in ihrer Funktion eingeschränkt sind, hatte Elke Meyer verschiedene Stationen vorbereitet, an denen sich jeder nach Belieben ausprobieren konnte. Zum Beispiel mit verbundenen Augen und Ohren über eine wackelige Matratze gehen, oder mit einem verkehrt herum gehaltenen Fernglas gehen.
Tipps der Ergotherapeutin, mit welchen Übungen und Spielen Eltern und Erzieher ein Kind unterstützen können, gab Frau Meyer ebenso mit auf den Weg wie ein Handout. Dieses enthält alle wichtigen Informationen des Abends zum Nachlesen. Ein sehr informativer Abend, der den Teilnehmern sicher noch lange in Erinnerung bleiben wird.
