Allgemeine Berichte | 06.07.2023

Schüler erforschen Klimawandel im Projekt Be(e)Smart

Bienen als Wetterpropheten

Bei der ersten Präsentation waren die Schulleitungen und die Verbandsgemeindeverwaltung von Be(e)Smart begeistert. Es gilt allerdings in den kommenden Wochen und Monaten noch viele offene Fragen zu beantworten und Herausforderungen zu meistern, bevor das Projekt dann zur nächsten „Bienensaison“ im Frühjahr 2024 vor Ort an den Schulen durchstarten kann. Foto: VG Pellenz

VG Pellenz. Schüler aus der Verbandsgemeinde Pellenz werden in naher Zukunft die Möglichkeit haben, durch Bienen zu Lernforschern zu werden und Wetterschätzungen abzugeben. Professor Dr. Thomas Schnick von der Hochschule Koblenz stellte das Schulforschungsprojekt Be(e)Smart den Schulleitungen im Rathaus der VG Pellenz vor.

Die jüngsten extremen Wetterereignisse haben die potenziellen Gefahren des Klimawandels unterstrichen. Um die Genauigkeit der Vorhersagen und damit den Schutz der Menschen zu verbessern, hat sich ein interdisziplinäres Team unter der Leitung von Professor Dr. Thomas Schnick aus dem Fachbereich Ingenieurwesen der Hochschule Koblenz zusammengeschlossen. Aus Anthropologen, Biologen, Ingenieuren und Maschinenbauern besteht das Team, das ein Frühwarnsystem entwickelt hat. Es führte zur Entwicklung des „Digitalen Bienenstocks“. Dieser ist nun Teil des Schulforschungsprojekts Be(e)Smart und wird durch ein Bildungskonzept ergänzt, das derzeit an der Hochschule Koblenz entwickelt wird.

In Be(e)Smart arbeiten Lehrer und Betreuer zusammen mit Schülern aktiv mit hochmoderner Sensortechnologie, um das Verhalten von Bienen zu untersuchen (z. B. Honigmenge, Anzahl der Ein- und Ausflüge, Flügelschlagfrequenz innerhalb eines Bienenkorbes). Zwei von Imkern betreute Bienenstöcke werden in der Nähe der Schule platziert. Die in den Bienenstöcken gesammelten Daten werden mithilfe von Software mit bestehenden Wetterdaten (Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Regenmenge, Luftdruck und Bodenfeuchtigkeit) in der Umgebung der Bienenstöcke abgeglichen. Auf diese Weise können im Laufe des Projekts immer zuverlässigere lokale Vorhersagen zu Hitze-, Dürre-, Trockenheit-, Sturm- und Flutphänomenen gemacht werden.

„Wir freuen uns, mit Be(e)Smart unseren Schulen und Kindern ein außergewöhnliches Schulforschungsprojekt anbieten zu können. Investitionen in gute Bildung helfen, Bildungsungleichheiten und soziale Ungerechtigkeit zu reduzieren. Gleichzeitig fördert das Projekt die Medienkompetenz und den kritischen Umgang der Kinder mit digitalen Medien. Daneben werden die gewonnen Daten über eine App oder Plattform offen zur Verfügung gestellt und können von den Schulen, interessierten Bürgerinnen und Bürgern oder anderen Einrichtungen abgerufen werden“, erläutert Bürgermeister Klaus Bell.

Als „Nebenprodukt“ bietet das Projekt die Möglichkeit, über Chancen und Risiken „moderner Technologien“ zu informieren und frühzeitig Aufklärung zu leisten, wie es z. B. vom LfDI (Landesbeauftragten für den Datenschutz und die Informationsfreiheit Rheinland-Pfalz) vorgegeben wird. Daten sind aus unserem Leben nicht mehr wegzudenken. Aber was sind sie? Woher kommen sie? Was kann man mit ihnen machen? Welchen Nutzen können sie haben? Können Daten, die wir aus der Natur gewinnen, uns helfen, zukünftige Klimaentwicklungen zu verstehen und aktiv zu bewältigen? Das Schulforschungsprojekt Be(e)Smart kann dabei helfen, all diese Fragen und noch viele mehr zu beantworten.

BA

Bei der ersten Präsentation waren die Schulleitungen und die Verbandsgemeindeverwaltung von Be(e)Smart begeistert. Es gilt allerdings in den kommenden Wochen und Monaten noch viele offene Fragen zu beantworten und Herausforderungen zu meistern, bevor das Projekt dann zur nächsten „Bienensaison“ im Frühjahr 2024 vor Ort an den Schulen durchstarten kann. Foto: VG Pellenz

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