Allgemeine Berichte | 16.03.2021

Parents for Future sind über Radikalschnitt in Niederbachem enttäuscht

Bienen suchen vergebens nach ersten Frühblühern

Ein radikaler Rückschnitt von naturnahen Sträuchern, wie hier in Niederbachem an der Schule, schadet der Natur, weil Wildbienen und –hummeln dringend auf Frühblüher angewiesen sind. Ein Appell an die Gemeinde zum Schutz der Pflanzen wurde erneut nicht berücksichtigt.Fotos: privat

Wachtberg. Wo sich noch vor wenigen Tagen Weidensträucher und Wildrosenbüsche auf das Frühlingserwachen mit üppigem Grün und einer vielfältigen Blütenpracht vorbereiteten, stehen heute nur noch abgeschnittene Stümpfe.

Schon oft haben sich die Parents an die Gemeindeverwaltung Wachtberg gewandt, um den dortigen Bauhof für insektenfreundliches und behutsames Pflegen der ihnen anvertrauten öffentlichen Grünflächen zu sensibilisieren. Umso enttäuschter ist man, dass man jetzt die für die Natur wichtige Vegetation in Form von Büschen und Sträuchern „nahezu bodengleich auf den Stock gesetzt“ wurde. Gerade für Insekten sind Frühjahrsblüher (Weide, Birne, Hasel etc.) wichtig. Sie sollten innerhalb kurzer Distanz an Pollen kommen. Das ist nicht gegeben, wenn alle Sträucher auf einmal rasiert werden. Denn Pollen sind bei Frühjahrsblühern dann erst später im Jahr, oder sogar erst im nächsten verfügbar. Auch die Vielfalt der übrigen Insekten- und Vogelwelt sei in höheren Büschen und heckenartigem Aufwuchs enorm bedeutsam und für das biologische Gleichgewicht unerlässlich.

Es sei pädagogischen sinnvoller, den Grundschulkindern im Unterricht die Zusammenhänge biologischer Lebenskreisläufe näher zu bringen, im Werkunterricht selbst Insektenhotels zu bauen und dieses neu gewonnene Wissen anschließend direkt vor der Tür erleben zu können. „Die Gemeinde muss Vorbild darin sein, Grünflächen insektenfreundlich zu gestalten“, bedauern die Parents die gemeindlichen Grünschnittarbeiten. Eine vielangewandte Methode ist sukzessiv, d.h. man schneidet die Sträucher zu 1/3 im ersten Jahr, das 2. Drittel im zweiten Jahr und das dritte im dritten.

Erneut mahnen die Parents ein seit 2018 beantragtes Management für gemeindliche Grünflächen in den Ortschaften an. Radikal Schnitte sind bei Nutzpflanzen für die Natur grundsätzlich nicht gut – ein schrittweises Vorgehen erhält der Natur Rückzugsräume. Mit einem gemeindlichen Grünkataster und dem Angebot für Grünpatenschaften für beispielsweise Familien „könnte die Gemeinde Vorbild sein für Hecken, Blühstreifen und Co“. Pressemitteilung

Parents for Future Wachtberg

Bienenstöcke in unmittelbarer Nähe des Rückschnitts. Auch sie brauchen die Natur und die damit verbundenen Nahrungsquellen; insbesondere in den ersten Wochen eines Jahres. Im Hintergrund die Schule in Niederbachem.

Bienenstöcke in unmittelbarer Nähe des Rückschnitts. Auch sie brauchen die Natur und die damit verbundenen Nahrungsquellen; insbesondere in den ersten Wochen eines Jahres. Im Hintergrund die Schule in Niederbachem.

Ein radikaler Rückschnitt von naturnahen Sträuchern, wie hier in Niederbachem an der Schule, schadet der Natur, weil Wildbienen und –hummeln dringend auf Frühblüher angewiesen sind. Ein Appell an die Gemeinde zum Schutz der Pflanzen wurde erneut nicht berücksichtigt.Fotos: privat

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Neueste Artikel-Kommentare
  • Daniela Jacobs: Auch Fußgänger ????? sollten beachtet werden!Wenn jeder nur ein bisschen, wäre vieles einfacher!
  • K. Schmidt: Die nächste Demo, gerade wenn sie sich an Familien richtet, sollte dann mal unter dem Motto stehen: "Fahrradhelme für alle!"

Kruft: Zwischen Dauerkritik und Tatendrang

  • Rolf Stern : Der Text wirkt weniger wie eine Einordnung, sondern eher wie der Versuch, berechtigte Kritik abzuwürgen. Gerade bei öffentlichen Geldern ist Nachfragen keine Dauerschleife, sondern demokratische Pflicht.
  • Andreas Lung: Liebe Frau Schumacher, Sie haben offensichtlich überhaupt nicht verstanden, worum es geht.
  • Thomas Sebastian Napp: Ich kann der Gemeinde zu dieser Aktion nur gratulieren. Vor allem den Bauhofmitarbeitern muss ich hier ein Lob aussprecheb. Gleichzeitig kann ich es nicht verstehen, dass eine große Naturfläche auf dem...
Rund um´s Haus
Daueranzeige
Rund ums Haus
Dauerauftrag Imageanzeige
Innovatives rund um Andernach
Schulze Klima -Image
Vortrag: Arthrose des Hüft- und Kniegelenk
Stellenanzeige
Dauerauftrag 2026
Empfohlene Artikel
Pfarrer Dr. Arno-Lutz Henkel.  Foto:privat
15

Vom 01.-09. April wird die jüdische Pessach Woche begangen, die nahezu zeitgleich zusammenfällt mit der von den Christen begangene Kar- und Osterwoche. Durch Jesus bedingt hängen beide Festtraditionen, auch inhaltlich, miteinander zusammen.

Weiterlesen

Andreas Bohn hat das Ehrenamt im Blut.  Foto: privat
247

Reifferscheid. In jeder Gemeinde gibt es Menschen, die im Hintergrund wirken, anpacken, zuhören und einfach da sind, wenn man sie braucht. In der Gemeinde Reifferscheid ist so ein Mensch Andreas Bohn. Seit vielen Jahren engagiert sich Andreas mit Herzblut für seine Heimat. Als stellvertretender Ortsbürgermeister und langjähriges Mitglied im Gemeinderat hat er Verantwortung übernommen und die Entwicklung des Dorfes aktiv mitgestaltet.

Weiterlesen

Auf der Bühne herrschte bei den Spielen eine lockere Atmosphäre.  Foto:WAMFO.de
21

Nürburgring. Ally-Pally-Atmosphäre am Nürburgring: Tausende Fans der fliegenden Pfeile haben die Ringarena am vergangenen Samstag erneut in einen Darts-Tempel verwandelt. In den Trikots ihrer Lieblingsspieler oder kreativ verkleidet als Zwerg oder Zielscheibe, erlebten rund 4.000 Besucher bereits im fünften Jahr spannende Partien zwischen den bekannten Größen des (Dart)Sports. Auf der Bühne der „Darts-Arena“ lieferten sich die Darts-Stars spannende Duelle.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Ein LNG-Tank am LKW musste gekühlt werden.
139

Aufgrund eines beschädigten Gas-Kraftstofftanks mussten die Bergungsarbeiten unterbrochen werden

07.04.: LKW brennt vollständig aus - A3 über 9 Stunden vollständig gesperrt

Neustadt (Wied). Am 7. April 2026, gegen 15:30 Uhr, brach auf der Autobahn A3 bei Kilometer 54 in Fahrtrichtung Frankfurt am Main ein Feuer an einem Sattelauflieger aus. Zunächst fing die rumänische Zugmaschine Feuer, welches sich anschließend auf den belgischen Auflieger, der mit Stückgut beladen war, ausbreitete. Beide Fahrzeugteile brannten vollständig aus. Der Fahrer konnte das Fahrzeug rechtzeitig verlassen und blieb unverletzt.

Weiterlesen

Symbolbild.
1195

Aufgrund von Wartungsarbeiten muss´die Stromversorgung zeitweise eingestellt werden

Kein Strom in Sinzig-Westum und Löhndorf

Sinzig. Am Dienstag, 14. April, führt die Rhein-Ahr-AöR Arbeiten an der Wasserversorgung in Sinzig-Westum durch. Zur Sicherheit der Arbeiter muss dazu ein Mittelspannungskabel der Energienetze Mittelrhein (enm) zeitweise abgeschaltet werden.

Weiterlesen

Dauerauftrag
Dauerauftrag
Holz Loth-Entsorgung
Alles rund ums Haus
Fahrer gesucht (m/w/d)
Innovatives rund um Andernach
Maschinenbediener, Staplerfahrer
Ostergruß
Osterangebot
Kreishandwerkerschaft - Anzeige Pool
Rund ums Haus
Innovatives rund um Andernach
Stellenanzeige mehrere Stellen
Anzeige KW 14
Titelanzeige
Osteraktion
Unterstützeranzeige
Stellenanzeige Kita