Allgemeine Berichte | 02.05.2018

DRK-Rettungskräfte am Nürburgring informierten beim „Anlassen“ über ihre Arbeit

Biker nahmen das Informationsangebot sehr gut an

Interessierte Besucher konnten Demonstrationen zur Helmabnahme und der Seitenlage bei Bewusstlosigkeit verfolgen oder unter fachkundiger Anleitung der DRK-Rettungskräfte ihr vorhandenes Wissen üben und auffrischen.Thorsten Trütgen

Kreis Ahrweiler. Am Rahmenprogramm des traditionellen Motorradgottesdienstes „Anlassen“ zur Motorradsaisoneröffnung beteiligten sich auch die Rettungskräfte vom Deutschen Roten Kreuz (DRK) am Nürburgring. Besucher konnten sich zur Ersten Hilfe und über die Leistungsmöglichkeiten des Rettungsdienstes informieren. Drei geführte Rundgänge durch das Medical Center (MC), dem notfallmedizinischen Behandlungszentrum des Nürburgrings, und die Besichtigung des Intensivtransporthubschraubers der Johanniter Luftrettung am Nürburgring rundeten das gemeinsame Informationsangebot der Rettungskräfte ab.

Auf der „Aktivfläche“ im Fahrerlager des Nürburgrings gab es für die Besucher beim „Anlassen“ vielfältige Informationsmöglichkeiten. Direkt vor dem Medical Center informierte das DRK mit Erste-Hilfe-Vorführungen. Interessierte Besucher konnten Demonstrationen zur Helmabnahme und der Seitenlage bei Bewusstlosigkeit verfolgen oder unter fachkundiger Anleitung ihr vorhandenes Wissen üben und auffrischen.

Mit einem Rettungswagen (RTW) informierte der DRK-Rettungsdienst am Nürburgring über die Möglichkeiten der außerklinischen notfallmedizinischen Versorgung. Am Beispiel eines Gerätewagens Sanitätsdienst der Medizinischen Task Force des Bundes wurde dargestellt, wie man auf größere medizinische Einsatzlagen vorbereitet ist. In einem etwa 20-minütigem Rundgang wurden Interessierte von Tobias Michels, stellvertretender Einsatzleiter des DRK-Rettungsdienstes am Nürburgring, durch das Medical Center geführt. Im zweiten Schockraum war eigens ein Ausbildungsdummy vorbereitet, an dem verschiedenste Maßnahmen dargestellt wurden. Die Besucher staunten nicht schlecht, als sie sahen, dass die Puppe atmet, ein Puls fühlbar ist und sogar ein vermeintlicher Herzrhythmus auf einem EKG-Gerät dargestellt wird.

Qualitativ hochwertige Schulungen

Michels erklärte, dass am Nürburgring seit einigen Jahren notfallmedizinische Seminare durch das Marienhaus als derzeitigem Träger des Medical Centers, sowie durch nationale und internationale Motorsportverbände durchgeführt werden. Um qualitativ hochwertige Schulungen durchführen zu können, benötige man ein solches Ausbildungsphantom.

Der seit 2016 am Nürburgring stationierte Intensivtransporthubschrauber der Johanniter Luftrettung stand nach dem Rundgang durch das MC ebenfalls zur Besichtigung zur Verfügung. Hier lieferte Armin Link für die Johanniter Luftrettung die fachlichen Informationen zu den Einsatzmöglichkeiten des fliegenden Intensivbehandlungszimmers.

Am DRK-Blutspende-Infomobil wurden alle Fragen rund um die Blutspende beantwortet. Insgesamt 42 Personen nutzten die Möglichkeit der Blutspende im Blutspendemobil und wurden dadurch selbst zum Lebensretter.

Da es immer schwieriger wird, junge Menschen für die Blutspende zu motivieren, freuten sich Franz-Josef Schneider vom DRK-Blutspendedienst und das Blutspendeteam über die beachtliche Zahl von 14 Erstspendern an dem Tag. Hinter dem DRK-Blutspendemobil liessen sich viele Ringbesucher für die Stefan-Morsch-Stiftung als potenzielle Stammzellspender kostenlos registrieren. Bei entsprechenden Übereinstimmungen können registrierte Stammzellenspender für Schwerstkranke ebenfalls zum Lebensretter werden.

Interessierte Besucher konnten Demonstrationen zur Helmabnahme und der Seitenlage bei Bewusstlosigkeit verfolgen oder unter fachkundiger Anleitung der DRK-Rettungskräfte ihr vorhandenes Wissen üben und auffrischen.Foto: Thorsten Trütgen

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