Fotografinnen aus der Ukraine sind mit ihren Kameras durch Neuwied und die Einrichtungen der AWO gegangen - Ausstellung in der Rheinstraße
Bilder voller Lebensfreude von Frauen, die vor dem Krieg geflüchtet sind
Neuwied. Sie sind mit ihren Kindern vor dem Krieg in der Ukraine geflüchtet, um ihr Leben zu retten. Mitnehmen konnten sie nicht viel. Zu dem Wenigen gehörten ihre Kameras, mit denen sie in der Heimat als professionelle Fotografinnen gearbeitet haben. Die AWO in Neuwied, von der die drei Frauen zusammen mit einer Gruppe anderer Flüchtlinge aufgenommen wurden, hat sie gebeten, ihre Eindrücke hier auf Bildern zu dokumentieren. Herausgekommen ist eine beachtliche Fotosammlung, die als Ausstellung in den Räumen des AWO Kreisverbands Neuwied e.V. zu sehen ist.
Fredi Winter, der Vorsitzende des Präsidiums des AWO Kreisverbands Neuwied, begrüßte die zur Ausstellungseröffnung erschienenen Gäste, darunter Stadtbürgermeister Peter Jung und Pfarrerin Renate Schäning vom Diakonischen Werk. Winter zeichnete den Weg der Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine bis zur AWO nach Neuwied nach und freute sich besonders, dass in der Zwischenzeit sogar ein „Schärjer Jung‘“ hier das Licht der Welt erblickt hat. Er betonte, dass bei all dem Leid, das die Menschen in der Ukraine erleben müssen, dennoch auch die schönen Dinge gezeigt werden sollen, denn: „Die Seele darf nicht verhungern!“.
Bürgermeister Peter Jung sieht in dem Fotoprojekt und der Ausstellung einen Beleg für die Solidarität der Stadtgesellschaft und die Größe und Kraft der Fotografinnen, die es geschafft haben, trotz der Flucht aus der Heimat die Energie für ihre professionelle und leidenschaftliche Arbeit aufzubringen. Jung dankte der AWO, die vor einem Jahr 40 ukrainische Flüchtlinge aufgenommen hat und seitdem betreut.
Die Fotografinnen selbst, Anna Klymenko, Olha Polivoda und Viktoriia Tomashevska, gaben ein Beispiel ihres schnellen Vertrautmachens mit den Verhältnissen in ihrem Zufluchtsland, indem sie sich auf Deutsch vorstellten und für die Hilfe bedankten: „Sie haben uns und unsere Kinder gerettet. Hier können wir in Frieden und Sicherheit leben. Die Hilfe, die wir von der AWO erhalten haben, ist unbezahlbar!“ Die Ausstellung der drei ukrainischen Fotografinnen, deren Bilder viel Lebensfreude und Positivismus zum Ausdruck bringen, sind ein nicht klein zu schätzender Beitrag, mit dem sie sich bedanken für die empfangene Hilfe. Die Ausstellung in der AWO-Geschäftsstelle in der Rheinstraße 35 in Neuwied kann nach Voranmeldung (Tel. 02631 83840, Mail kreisverband@awo-neuwied.de) zu den Geschäftszeiten montags bis donnerstags von 8 bis 12.30 Uhr und von 14 bis 16 Uhr, freitags von 8 bis 13 Uhr besucht werden.
Pressemitteilung des
AWO Kreisverband Neuwied
