Das neue Koblenzer Bürgerbad ist durch massive Hightech wohl das modernste in ganz Deutschland
Bildlose Kameras wachen über Gäste im Moselbad
Koblenz. Gefilmt wird jeder, der sich in einem der fünf Becken des neuen Koblenzer Moselbads aufhält. Bilder und Videos gibt es jedoch nicht, denn nur die Umrisse gehen in den Computer, der mit künstlicher Intelligenz arbeitet. „Wenn das System etwas Ungewöhnliches wie zum Beispiel ertrinkende registriert, gibt es sofort Alarm auf die Smartwatchs des Personals, damit sie sofort eingreifen können. Außerdem wissen wir so immer wie viele Badegäste sich in den Becken befinden. Die Schwimmmeister können wir damit aber nicht einsparen“, erklärt Daniel Genz, Betriebsleiter des Moselbads bei einer Pressekonferenz.
Ab 25. August, 10 Uhr, ist das Hightech-Bad für jedermann geöffnet.
Apropos Eintritt: An der Kasse geht es schon los mit der digitalen Welt. Per Smartphone werden Sauna- oder Badezeiten gebucht, bezahlt und es gibt einen QR-Code. „Der Automat erkennt diesen Code und wirft ein entsprechendes Armbändchen aus. Barzahlung am Automat geht auch und meist auch der Kassentheke, die jedoch nicht immer besetzt ist“, erläutert Prof. Dr. Christian Kuhn, kaufmännischer Geschäftsführer der Koblenzer Bäder GmbH, einer hundertprozentige Tochter der Stadtwerke Koblenz, die wiederum eine hundertprozentige Tochter der Stadt Koblenz ist.
Und auf deren „Boden“ ist auch das Moselbad im Rauentaler Moselbogen gewachsen, das rund 48 Millionen Euro (etwa 3 Mio. Zuschuss vom Land) kostet und drei Jahre Bauzeit hatte. Wer dann in dem modernen, ansprechend dekorierten Badehaus ist, schließt und öffnet den Spind mit seinem Armbändchen und kann sich dann entweder ins Sportbecken, Lehrschwimmbecken, Babybecken, Kursbecken, oder Sprungbecken tummeln. Hier ist ein Sprung von der Fünf- Meter-Plattform ins 4,20 tiefe Wasser möglich. Oder auch nicht, wenn der Hubboden für Kurse nach oben gefahren ist.
„Alle möglichen Kurse sind gefragt wie nie und daher meistens belegt. In Frankfurt haben Kinderschwimmkurse fünf Jahre Wartezeit“, kritisiert Daniel Genz. Und so gibt es im Moselbad auch Kurse über riesige Flachbildschirme auf denen alle möglichen Aktionen angezeigt werden.
Wer Sauna gebucht hat, kommt erst in einen Vorraum, in dem Handy und Tablets erlaubt sind. Verboten sind die Geräte natürlich etwas weiter in der textilfreien Zone mit Dampfbad und drei Saunen.
„Die Saunen sind auf die Region mit dem Wein. So haben wir das Saunarium Weinkabinett mit 60 Grad und Flaschen dekoriert“, betont der Betriebsleiter.
Bekanntlich werden Saunaböden ziemlich heiß, nicht so in der Großsauna. Im Saunabereich ist Platz für etwa 150 Gäste. Hier sorgt eine umgekehrte Fußbodenheizung zu kühle: „Die Wärme wird abgeführt und genutzt, so zum Beispiel i Winter für die Fußbodenheizung im Weg zu den Außensaunen. So bleibt der Weg eisfrei und unser Personal muss sich darum nicht kümmern“, führt der technische Leiter Albert Diehl aus.
Die Außensaunen, in einer ist Platz für 80 Gäste, befinden sich in einem ansprechend gestalteten Garten mit Schwimmbecken, Liegen und Teich. Ruheräume gibt es im Atrium und im ersten Stock und sind barrierefrei erreichbar.
„Jegliches Wasser, das wir entnehmen, wird aufbereitet oder kommt zurück ins Grundwasser“, versichert Diehl. Auf dem neuesten Stand der Technik ist auch die Energieversorgung des Moselbads durch Geothermie, Photovoltaik und Luft-Wärmepumpe.
„Das Moselbad ist ein Ort für Entspannung, aktive Bewegung und Spaß für die ganze Familie. Mit dem Nachmittag der offenen Tür am offiziellen Eröffnungstag 24. August, erhalten die Koblenzer die Möglichkeit von 14 bis 16 Uhr ihr neues Bad kennenzulernen“, informiert Lars Hörnig, Geschäftsführer der Stadtwerke Koblenz (SWK). Er und das Moselbad-Leitungsteam sind froh, dass es gelungen ist, alle 48 Stellen personell zu besetzen, denn etwa 500 Badegäste dürfen gleichzeitig in den tollen Neubau. HEP
Geschäftsführer Christian Kuhn erläutert Details zur neuen Sauna.
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