Allgemeine Berichte | 01.02.2021

Grundschule Pfarrer-Bechtel Mendig

Bildung in Zeiten von Corona

Im zweiten Lockdown erweiterten die Lehrkräfte den Gebrauch digitaler Medien, indem sie nun ergänzend ein Videokonferenzsystem einsetzen, um ihre Schüler*innen beim Lernen zu begleiten und zu unterstützen. Fotos: privat

Mendig. Die Pandemie erfordert seit Mitte Dezember erneut drastische Maßnahmen für den Schulbetrieb der Grundschulen. Zum ersten Mal wurde die Präsenzpflicht für Schüler*innen der Grundschulen aufgehoben und konnten oder mussten selbst die Entscheidung treffen, ob sie ihr Kind zur Schule schicken. Grundschullehrkräfte stehen somit vor großen Herausforderungen. Es müssen einerseits das Recht auf Bildung in der Notbetreuung, im Präsenz- und Fernunterricht und andererseits die notwendige Gesundheitsvorsorge in Einklang gebracht werden.

Während die Notbetreuung in der Schule organisiert und personell durchgeführt wird, versorgen die Lehrer*innen gleichzeitig ihre Home-Schooling-Klassen mit Unterrichtsmaterialien. In der Zeit des ersten Lockdowns im Frühjahr vergangenen Jahres war der Umgang mit Endgeräten und Software in Bezug auf Fernunterricht für alle Beteiligten noch neu. Dennoch nutzten Lehrer, Schüler und Eltern schon früh die Schulbox RLP, eine landesweite Cloudlösung für Bildungseinrichtungen, um Aufgaben, Lernvideos etc. hoch- bzw. herunterzuladen. Rückmeldungen wurden per Mail verschickt. Im zweiten Lockdown erweiterten die Lehrkräfte den Gebrauch digitaler Medien, indem sie nun ergänzend ein Videokonferenzsystem einsetzen, um ihre Schüler*innen beim Lernen zu begleiten und zu unterstützen.

Digitales gemeinsames Lernen an der Grundschule Pfarrer-Bechtel

Seit Beginn der landesweiten Schulschließungen verfolgen die Lehrkräfte äußerst engagiert digitale, organisatorische und methodische Strategien. Motiviert und lernbereit stellen sie sich dem Einsatz neuer digitaler Plattformen und Medien, welche auch die Schüler*innen zum Lernen anregen. Es werden eigene Lernvideos gedreht sowie Powerpoint Präsentationen zum Einsatz während der mehrfach in der Woche stattfindenden Videokonferenzen angefertigt etc., um abstrakte Aufgaben zu erklären. Der offene Unterricht wird mit der Arbeit an Wochenplänen gefördert, mit dem die Kinder lernen, innerhalb einer Woche Aufgaben eigenständig zu erledigen. Zur Förderung der Medienkompetenz bewarb sich die Schule Anfang 2020 beim Landesprogramm „Medienkompetenz macht Schule.“ Seit Mitte Januar stehen der Schulgemeinschaft 16 IPads zur Verfügung, welche nun ergänzend auch zum Einsatz kommen. Die Teilnahme an diesem Projekt gibt der Schule einen weiteren Schub, da auch zeitgleich Lehrkräfte fort- und weitergebildet werden. Die Umsetzung des Digitalpaktes kommt leider nur langsam voran. Viele Schüler*innen werden zeitnah für das Lernen im Fernunterricht mit mobilen Endgeräten versorgt. Die Lehrkräfte warten jedoch noch gespannt auf die Förderung weiterer Laptops, Notebooks oder Whiteboards. Fehlende Hardware wird momentan vereinzelt von den Lehrkräften finanziert. Den Präsenzunterricht können wir nicht ersetzen, aber die Schule setzt sich mit all ihren Möglichkeiten dafür ein, gut durch diese Pandemie zu kommen. Allen ist jedoch auch bewusst, dass zu einem guten Unterricht mehr als nur die digitale Komponente gehört.

Während die Notbetreuung in der Schule organisiert und personell durchgeführt wird, versorgen die Lehrer*innen gleichzeitig ihre Home-Schooling-Klassen mit Unterrichtsmaterialien.

Während die Notbetreuung in der Schule organisiert und personell durchgeführt wird, versorgen die Lehrer*innen gleichzeitig ihre Home-Schooling-Klassen mit Unterrichtsmaterialien.

Im zweiten Lockdown erweiterten die Lehrkräfte den Gebrauch digitaler Medien, indem sie nun ergänzend ein Videokonferenzsystem einsetzen, um ihre Schüler*innen beim Lernen zu begleiten und zu unterstützen. Fotos: privat

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