Allgemeine Berichte | 30.10.2019

Einheimische Bäume schnell bestimmt

Biologe führt in Tricks und Bestimmungsregeln ein

Aktionsgemeinschaft zum Schutz der Landschaft unterstützte Wanderung

In der Küche zeigt Dirk Holtermann (3.vorne li.) , wie man die gesammelten Früchte verwernden kann.Fotos: CEW

Wachtberg-Adendorf. Deutlich erkennbar ist der Trend zur Natur in allen Medien. Gerne probieren Neugierige für sie neue Geschmacksrichtungen aus, die manche ältere Menschen aus Kriegszeiten kennen. Allerdings sind nicht alle Knospen und Früchte von Bäumen genießbar. Wie man die einheimischen Gewächse auseinanderhält, zeigte Diplom-Biologe Dirk Holtermann bei einem Spaziergang im Auftrag der Aktionsgemeinschaft zum Schutz der Landschaft in Adendorf.

Mit einfachen Unterscheidungsmerkmalen wie wechselständig, gegenständig und bestimmten Knospenformen und wenigen Zusatzinformationen sei es möglich, alle rund 160 einheimischen Baumarten zu erkennen, erklärte Dirk Holtermann den elf Teilnehmern der Exkursion. Zehn Minuten später schon waren die Merkmale für Kastanie, Ahorn und Esche klar, auch der Holunder und weiteres Gehölz wurden zweifelsfrei erkannt.

Auch das, was man um der eigenen Gesundheit Willen lieber lassen sollte, erklärte der Diplom-Biologe: „Was man nicht eindeutig kennt, isst man nicht“, sagte er.

Das träfe natürlich auch auf das zu, was man als eindeutig giftig erkenne, wie beispielsweise die Eibe.

Deren kleine rote Frucht sei deutlich am großen Loch in der Mitte zu erkennen. „Das sieht ganz anders aus als eine Johannisbeere“, räumte der Biologe mit einer uralten Begründung für frühere Vergiftungsfälle auf.

Anstatt einer versehentlichen Vergiftung sei eher anzunehmen, dass man in der Erbfolge unliebsame Familienmitglieder mit dem Eibensamen aus dem Weg geräumt habe.

Zum Abschluss der kleinen Wanderung bereiteten die Teilnehmer unter fachkundiger Anleitung einen Hagebuttentee aus frisch gesammelten Hagebutten sowie Kornelkirschenbutter zum würzigen, selbstgebackenen Brot zu.

Am Schluss wurde in der Küche gerührt und gekocht.

Am Schluss wurde in der Küche gerührt und gekocht.

Klein, aber tödlich: die deutlich erkennbare Frucht der Eibe.

Klein, aber tödlich: die deutlich erkennbare Frucht der Eibe.

Frische Hagebutten gaben dem Hagebuttentee das echte Aroma.

Frische Hagebutten gaben dem Hagebuttentee das echte Aroma.

In der Küche zeigt Dirk Holtermann (3.vorne li.) , wie man die gesammelten Früchte verwernden kann.Fotos: CEW

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Bildergalerien
Daueranzeige
Kreishandwerkerschaft
Stellenanzeige Reinigungskraft
Zukunft trifft Tradition KW 26
Anzeige zu Video „Sparen + Gewinnchance? So funktioniert Gewinnsparen!“
Titelanzeige
Anzeige 12 Stunden Nürburgring
Empfohlene Artikel
Am Sonntag fand das Entenrennen auf dem Rhein statt. Foto: AKS
67

Brohl. Vielerorts geht allmählich das Wissen verloren, dass eine Kirmes nicht nur ein mehrtägiges Fest zum Feiern, Tanzen, Trinken und Essen ist, sondern seit dem Mittelalter als traditionelles kirchliches Hochfest gefeiert wurde. Denn der Begriff „Kirmes“ entstammt dem Wort „Kirchweih“, und so wird in vielen Orten am Kirmeswochenende die Weihe der Kirche oder der jeweilige Schutzpatron gefeiert....

Weiterlesen

Weitere Artikel
Symbolbild. Foto: pixabay.com
5180

Am heutigen Vormittag war es zu Stromausfällen in den Stadtteilen Kesselheim, Neuendorf und Wallersheim gekommen

27.06.: Nach Stromausfall in Koblenz: Energieversorgung in allen betroffenen Stadtteilen wiederhergestellt

Koblenz. Nachdem am heutigen Vormittag der Strom in den Koblenzer Stadtteilen Kesselheim, Neuendorf und Wallersheim ausgefallen war, konnte die Energieversorgung nach Angaben der Feuerwehr Koblenz zwischenzeitlich in allen Gebieten durch den zuständigen Energieversorger wiederhergestellt werden. Eine Ursache für den Stromausfall ist bislang nicht bekannt. BA

Weiterlesen