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Vizepräsidentin der SGD Nord besucht Rheinhänge zwischen Lahnstein und Kaub

Biotoppflegemaßnahmen tragen Früchte

Biotoppflegemaßnahmen tragen Früchte

v.l.n.r.: Dr. Peter Sound (MUEEF) mit Sohn und Tochter, Martin Unfricht (Biotopbetreuer), Vizepräsidentin Nicole Morsblech, Dr. Roland Pietsch (beide SGD Nord), Dr. Lukas Dörr (Biotopbetreuer). Quelle: SGD Nord

11.01.2019 - 15:04

Rhein-Lahn-Kreis. Die Vizepräsidentin der Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Nord, Nicole Morsblech, besuchte die Dörscheider Heide bei Kaub (Rhein-Lahn-Kreis) im Fauna-Flora-Habitat (FFH)- Gebiet „Rheinhänge zwischen Lahnstein und Kaub“. Begleitet wurde sie von den Naturschutzexperten Dr. Peter Sound und Dr. Roland Pietsch, jeweils Referatsleiter für Naturschutz beim Ministerium für Umwelt, Energie, Ernährung und Forsten (MUEEF) sowie der SGD Nord. Anlass war die Umsetzung von Maßnahmen aus dem FFH-Bewirtschaftungsplan, die durch die „Aktion Grün“ des Ministeriums finanziell gefördert wurden.

Als Obere Naturschutzbehörde stellt die SGD Nord Bewirtschaftungspläne für Natura 2000-Gebiete nach dem Landesnaturschutzgesetz auf und koordiniert die Umsetzung von Maßnahmen zum Schutz gefährdeter heimischer Lebensräume sowie Pflanzen- und Tierarten. „Die Dörscheider Heide zeichnet sich deutschlandweit durch eine sehr hohe Artendichte und -vielfalt mit mediterranem Charakter aus“, so SGD Nord Vize-Präsidentin Nicole Morsblech. „Das Land Rheinland-Pfalz finanziert hier seit über 20 Jahren Biotoppflegemaßnahmen. In diesem Rahmen werden über 60 Prozent der Fläche maschinell, manuell oder durch Beweidung offen gehalten.“

Bei der Führung durch das Gebiet informierten Dr. Axel Schmidt von der SGD Nord sowie die Biotopbetreuer Martin Unfricht und Dr. Lukas Dörr über die Erfolge der Maßnahmen. Mit den Jahren haben sich die blüten- und artenreichen Magerrasen weiter ausgedehnt. Außerdem sind hier über 650 verschiedene Schmetterlingsarten wie der „Segelfalter“, viele seltene Vögel und Reptilien, wie die Smaragdeidechse, oder wärmeliebende Heuschrecken, wie die Rotflügelige Ödlandschrecke oder die Steppen-Sattelschrecke, heimisch.

Im Rahmen der „Aktion Grün“ zur Umsetzung der Biodiversitätsstrategie des Landes werden zu den bereits 2017 freigestellten rund 30 Hektar verbuschten Geländes aktuell weitere ca. 10 ha mit sogenannten Forstmulchern teilweise freigestellt. Mit dem schweren Gerät kann das Holzmaterial effizient zerkleinert werden. Die verbleibenden Hecken und Feldgehölze dienen als Rückzugsgebiet für Wildarten und zur Vogelbrut. Das Land Rheinland-Pfalz finanziert die aktuelle Freistellung mit rund 41.000 Euro. Ziel für die entbuschten Flächen ist die Wiederbegründung von wertvollen blüten- und artenreichen Magerrasen. Zur dauerhaften Offenhaltung werden diese zukünftig in das bereits bestehende Beweidungsprojekt der Dörscheider Heide integriert.


Weitere Infos zum Hintergrund:


Der zentrale Bereich der Dörscheider Heide ist über 100 Hektar groß und Teil des Naturschutzgebietes „Rheinhänge von Burg Gutenfels bis zur Loreley“. Sie liegt im FFH-Gebiet „Rheinhänge zwischen Lahnstein und Kaub“, welches rund 4500 Hektar umfasst. Früher wurde die Fläche der „Dörscheider Heide“ vielfältig bewirtschaftet, insbesondere als Gemeindeviehweide (Allmende) für die Dörfer im Rheintal. Als sich diese Nutzung wirtschaftlich nicht mehr lohnte, verbuschten die Flächen. Diese werden seit Mitte der 90er Jahre durch gezielte Pflege wie Mulchen, Mahd und Beweidung freigestellt.

Das Biotop lockt heute mit einer attraktiven, parkähnlichen Landschaft aus arten- und blütenreichen Magerrasen und Wiesen. Wie ein Mosaik setzt sich das Gebiet aus kleinen Gebüschen, Wäldchen, Felsen, offenen Weinbergsbrachen mit Trockenmauern und eben der ehemaligen Allmende mit ihren Mager- und trockenrasen zusammen. Das fördert den einzigartigen Artenreichtum der Flächen. Die Natur- und Kulturlandschaft des Naturschutzgebietes ist auch für den Tourismus bedeutsam. Sie ist Teil des von der UNESCO als Welterbe ausgezeichneten Oberen Mittelrheintals.

Pressemitteilung SGD Nord

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Kommentare
Uwe Klasen:
Dazu passend ein Bericht in der "Jüdischen Rundschau": Wieder auf gepackten Koffern - Wegen des zunehmenden Antisemitismus fürchten junge Juden um ihre Zukunft in Deutschland. [Link v. d. Redaktion entfernt]
juergen mueller:
Ob Konrad-Adenauer-Ufer oder Kornpfortstraße - alles ist - und noch mehr - sanierungsbedürftig.Sich immer wieder als Kümmerer darzustellen und auf seinen Spaziergängen Probleme, die wir zuhauf in Koblenz haben, aufzuzählen, sollte man mit offenen Karten spielen, was heisst, wer soll das bezahlen. Es hapert überall, dazu brauchen wir keine Spaziergänger, die anscheinend nichts anderes u tun haben, Defizite aufzudecken, die lange bekannt sind u.nur darauf bedacht sind,sich immer wieder selbst in den Fokus zu setzen, was keine löst.Wer Forderungen stellt u. selbst im Stadtrat sitzt (oder dahin will, gell Herr Blank) sollte sich bei seinen Forderungen erst einmal Gedanken darüber machen, wie das bezahlt werden soll. Diese immerwährende Selbstdarstellung ist scheinheilig und täuscht über den wahren Hintergrund hinweg.
juergen mueller:
Das ist ja in der Politik nichts neues u. gehört einfach zu der Mentalität eines jeden Politikers, Dinge für sich in Anspruch zu nehmen, auch wenn sie nicht auf dem eigenen Mist gewachsen sind u.sich wohldurchdacht in den Vordergrund zu stellen. Das gehört neben Reden ohne wirklichen Inhalt einfach zum Handwerkszeug. Jeder Politiker sollte ein Präsent mit auf seinen Weg bekommen - ein LABER-Glas.Wenn ihm keiner zuhört: Deckel öffnen,reinlabern,Deckel schließen.Wenn keiner mit ihm spricht: Deckel öffnen,sein altes Gelaber anhören.Und das Ding mit den hygienischen Argumenten ist wirklich zweitrangig u.vorgeschoben.Da gibt es Beispiele,bei denen das Wort "Schwein" schon eine Beleidigung dieser Tiergattung darstellt.Und was die Grundwerte betrifft,so dürften gerade diejenigen,die sich damit gerne idendifizieren,erst einmal in Klausur gehen um zu verinnerlichen,was sie selbst damit verbindet.Denn Detailkenntnisse gehören ja nicht unbedingt zu einem Muss eines jeden Politikers.
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