Fachkonferenz Asyl-Migration-Integration des Dekanates Maifeld-Untermosel
Bleibeperspektive - Kritik einer begrifflichen Seifenblase
Münstermaifeld. Die Fachkonferenz Asyl-Migration-Integration des Dekanates Maifeld-Untermosel verfolgt mit Sorge die asylrechtliche Debatte und Situation. Ständig gibt es aufgrund neuer Gesetze auch neue Verwaltungsvorschriften, mit denen die Ehrenamtlichen zu tun bekommen. Als im Herbst 2015 von der Bundesagentur für Arbeit neue Sprachkurse einmalig – und nicht nachhaltig – finanziert wurden, hat man gleichzeitig Flüchtlinge aus vier Ländern bevorzugt und andere benachteiligt. Zentral ist dabei der Begriff „Bleibeperspektive“, der das Potenzial für ein Unwort des Jahres hat.
Begriff gibt es erst seit Herbst 2015
„Bis Herbst 2015 existierte der Begriff der ‚Bleibeperspektive‘ im bundesdeutschen Wortschatz nicht. Eingeführt wurde die Wortschöpfung mit dem Asylpaket I am 24. Oktober 2015 und hat seitdem einen rasanten Aufstieg hinter sich. Das Label der ‚hohen‘ oder ‚geringen Bleibeperspektive‘ ist seitdem zum zentralen Instrument der Verweigerung von Teilhabechancen für Asylsuchende avanciert und führt zu einem Drei-Klassen-System von Geflüchteten. Und: Es ist gemessen an der Realität gänzlich untauglich. Und dennoch dient es als Kern eines umfassenden Umbaus des bundesdeutschen Migrations- und Flüchtlingsmanagements.
Das Konstrukt der ‚hohen oder geringen Bleibeperspektive‘ ist, anders als dies in der öffentlichen Debatte vermittelt wird, keineswegs der objektiv festzulegende Ausgangspunkt für die sinnvolle Gewährung frühzeitiger Teilhabemöglichkeiten. Sondern sie ist vielmehr ihr Ziel: Durch die Verweigerung von Teilhabechancen bestimmter Gruppen soll eine geringe Bleibeperspektive erst geschaffen werden. Integration und somit das Erreichen eines rechtmäßigen und dauerhaften Aufenthalts sollen verhindert werden.
Ausgrenzung und Exklusion
Das Etikett einer ‚geringen‘ oder zumindest einer ‚nicht hohen Bleibeperspektive‘ führt zu Ausgrenzung und Exklusion – und wirkt äußerst subtil: Selbst wenn die Seifenblase in sich zusammengefallen ist (weil Menschen trotz der statistisch zugeschriebenen geringen Bleibeperspektive in Deutschland bleiben), verklebt die Seifenlauge das Bewusstsein.“ (Aus einer Pressemitteilung der Gemeinnützigen Gesellschaft zur Unterstützung Asylsuchender e.V.)
Auch hier im Bereich der Fachkonferenz Asyl-Migration-Integration des Dekanats Maifeld-Untermosel kennen die Ehrenamtlichen die Auswirkungen dieser Regelung: Junge gebildete Flüchtlinge können nicht an der Universität ihr Studium abschließen; Arbeitsgenehmigungen werden nicht erteilt, selbst dann nicht, wenn der Arbeitgeber niemand anderen für die Arbeit findet oder sogar einen sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplatz anbietet; Menschen dürfen nicht an Sprachkursen teilnehmen und werden so dazu angeleitet, teilweise über Jahre untätig auf dem Sofa abzuwarten. Das Wort „Bleibeperspektive“ steht somit mehr für eine staatlich verweigerte Integration und widerspricht unserer Willkommenskultur.
Pressemitteilung Werner Huffer-
Kilian, Pastoralreferent, Dekanat
Artikel melden
06.04.: Schwerer Unfall auf der L330: Motorradfahrer nach Unfall mit Pkw schwer verletzt
- Sandra Sattler: Der Zustand der L330 zwischen. Nassau und Zimmerschied ist eine absolute Katastrophe- und das nicht erst seit gestern! Wir sind wohnhaft in Hömberg und werden seit vielen Jahren mit diversen Ausreden vom LBM vertröstet.
- Janek: Wer die Strecke kennt, kann sich den Grund bereits denken … Der Straßenzustand ist dort so schlecht, dass er besonders für Motorradfahrer ein ernstzunehmendes Sicherheitsrisiko darstellt. Dem verunglückten...
SPD: „Auf das Wesentliche konzentrieren“
- Siegfried Kowallek: Verwunderlich ist weiterhin, dass die SPD der Neuwieder CDU vorhält, gegen den Unvereinbarkeitsbeschluss der Christdemokraten in Bund und Land im Hinblick auf die Partei Die Linke zu verstoßen. In insgesamt...
- Siegfried Kowallek: Die Nennung von BSW und der Partei Die Linke im selben Kontext ist sachlich nicht gerechtfertigt und damit unredlich. Prominentester linker Befürworter deutscher Waffenlieferungen an die Ukraine ist Bodo...
Bad Neuenahr-Ahrweiler: Manga jetzt in der Stadtbibliothek verfügbar
- Beatrix Biskup: Ich habe Bibliotheken immer geliebt und ich freue mich über jeden Schritt den die Stadtbibliothek in Richtung Zukunft geht und über jede Veranstaltung die diese durchführen würde.
VR Bank RheinAhrEifel eG unterstützt traditionsreichen Linzer Klapperlauf seit über 40 Jahren
Gelebte Tradition und Gemeinschaft - Klapperlauf in Linz
Linz. Der Klapperlauf in Linz am Rhein ist weit mehr als ein Brauch – er ist gelebte Tradition, Gemeinschaft und ein eindrucksvolles Zeichen regionaler Verbundenheit. Die VR Bank RheinAhrEifel eG begleitet dieses besondere Ereignis bereits seit über 40 Jahren als verlässlicher Partner und Förderer.
Weiterlesen
Rheinbrohl. In den letzten Wochen war der TV Rheinbrohl gleich zweimal Gastgeber großer Turnveranstaltungen. Am 1. März fand in der Rheinbrohler Turnhalle die Kreismeisterschaft statt, bei der rund 75 Turnerinnen aus vier Vereinen ihr Können zeigten. Der TV Rheinbrohl ging mit 17 Turnerinnen an den Start. 10 von ihnen konnten sich mit starken Leistungen für die nächste Wettkampfebene qualifizieren.
Weiterlesen
Kartage 2026 des Teams „Spirit of St. Suitbert“ aus Rheinbrohl
„Und führe zusammen, was getrennt scheint!“
Rheinbrohl. Einer schönen Tradition folgend, machten sich auch in diesem Jahr wieder 20 Kinder, Jugendliche und jung Gebliebene der Pfarrei Hl. Katharina Kasper Am unteren Mittelrhein auf den Weg, um die Kartage gemeinsam im Haus Sonnenau in Vallendar zu verbringen.
Weiterlesen
