Allgemeine Berichte | 01.08.2024

Blick hinter Klostermauern

Der Geschäftsführer der Klosterbetriebe Maria Laach, Steffen Steckbauer (rechts), begrüßte die Besuchergruppe der Arbeitsgemeinschaft (AG) Laacher See, Ausrichter der „Nacht der Vulkane“, um Sebastian Busch (5. von rechts), Jörg Lempertz (4. von rechts) und Johannes Bell (3. von links), Bürgermeister der Verbandsgemeinden Pellenz, Mendig und Brohltal, Mendigs Stadtbürgermeister Achim Grün (2. von rechts) und Nickenichs Ortsbürgermeister Detlev Leersch (links) zu einer Besichtigung der Manufakturen und der „Inneren Betriebe“ der Abtei Maria Laach.  Foto:Stefan Pauly/VG-Verwaltung Mendig

Maria Laach. „Bete und arbeite“ (Ora et labora) ist seit Jahrhunderten der Lebensgrundsatz der Benediktinermönche. In der Abtei Maria Laach wird das in spiritueller und in handwerklicher Weise sichtbar. Letzteres konnte eine Gruppe der Arbeitsgemeinschaft (AG) Laacher See, Ausrichter der Kultur- und Erlebniswoche „Nacht der Vulkane“, um Sebastian Busch, Jörg Lempertz und Johannes Bell, Bürgermeister der Verbandsgemeinden Pellenz, Mendig und Brohltal, sowie Achim Grün, Bürgermeister der Stadt Mendig und Detlev Leersch, Ortsbürgermeister von Nickenich, in den Manufakturen und den sogenannten „Inneren Betrieben“ Laachs jetzt in Augenschein nehmen.

Die Benediktinerabtei Maria Laach ist mehr als Kirche und Kloster. Sie steht auch für wirtschaftliche Betriebsamkeit. Am augenfälligsten ist das am Seehotel, der Klostergaststätte, der Gärtnerei und der Buch- und Kunsthandlung festzumachen. Aber hinter den Klostermauern gibt es noch viel mehr zu den entdecken: die Manufakturen. Der Rundgang im Rahmen des Maria Laach-Tags der „Nacht der Vulkane“ startete in der Kunst-Schmiede, setzte sich in der Holz- und die Keramikmanufaktur fort und endete bei einer Auswahl an Produkten der Genussmanufaktur.

In den vergangenen Jahren rückte die Keramikmanufaktur medial immer wieder in den Fokus. So wie es bereits Anfang des 20. Jahrhunderts war, als Theodor Bogler in Maria Laach nach den Prinzipien des Bauhaus Gebrauchskeramik erschuf. Getreu der Bauhaus-Maxime „Schön, funktional und einfach“ hat es Bruder Stephan Oppermann OSB mit seinen Mitarbeiterinnen geschafft diese Tradition und damit ein einzigartiges Kulturgut zu beleben und modern zu gestalten. Die Herstellung erfolgt ausschließlich von Hand – vom Aufschlagen des Tons – circa 19 Tonnen im Jahr – bis zur filigranen Bemalung und Glasur. Und zwar so gut, dass die Werkstatt aus allen Nähten platzt und die Keramikmanufaktur bald in neue Räumlichkeiten umzieht.

Darüber hinaus gab es noch Abstecher zu den „Inneren Betrieben“. Dazu gehören die eigene Trinkwasserversorgung sowie die Versorgung mit Wärme und Strom. Ein Beispiel: Der Strombedarf lag, laut Steffen Steckbauer, 2023 bei circa 1,7 Millionen Kilowattstunden (kWh). Diese wurden zu 65 Prozent von den zwei Blockheizkraftwerken (BHKWs) und zu drei Prozent durch eine neue Photovoltaik-Anlage gedeckt.

„Es war ein toller Blick hinter die Kulissen. Die Manufakturen stehen für Qualität, handwerkliches Können und sind ein wichtiger Teil der Tradition in der Abtei Maria Laach. Und auch die interne Bereitstellung von Wasser, Wärme und Strom ist beeindruckend“, waren sich die Vertreter der AG Laacher See im Anschluss einig.

Der Geschäftsführer der Klosterbetriebe Maria Laach, Steffen Steckbauer (rechts), begrüßte die Besuchergruppe der Arbeitsgemeinschaft (AG) Laacher See, Ausrichter der „Nacht der Vulkane“, um Sebastian Busch (5. von rechts), Jörg Lempertz (4. von rechts) und Johannes Bell (3. von links), Bürgermeister der Verbandsgemeinden Pellenz, Mendig und Brohltal, Mendigs Stadtbürgermeister Achim Grün (2. von rechts) und Nickenichs Ortsbürgermeister Detlev Leersch (links) zu einer Besichtigung der Manufakturen und der „Inneren Betriebe“ der Abtei Maria Laach. Foto:Stefan Pauly/VG-Verwaltung Mendig

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