Strategische Entscheidung zur Verkehrsberuhigung
Bonn: Rat beschließt moderne Park-and-Ride-Anlage in Vilich
Bonn. Der Rat der Stadt Bonn hat am 15. Juni 2026 eine bedeutende Entscheidung getroffen: Die Park-and-Ride-Anlage in Beuel-Vilich soll zu einem modernen Knotenpunkt weiterentwickelt werden. Dieser Ausbau ist Teil der Strategie zur Förderung der Mobilitäts- und Klimawende in der Stadt. Oberbürgermeister Guido Déus betont die Wichtigkeit solcher Maßnahmen, die den Umstieg auf öffentliche Verkehrsmittel erleichtern und den Autoverkehr reduzieren, insbesondere nach der Sperrung der Nordbrücke.
Der Standort an der S13, Linie 66, B56 und A59 in Vilich soll eine ebenerdige Park-and-Ride-Anlage erhalten. Die Entscheidung der Stadt reflektiert die wachsende Bedeutung des Standorts, wo S-Bahn- und Stadtbahnlinien sowie bedeutende Straßenverbindungen zusammentreffen. Die neue Anlage wird auf der derzeitigen unbefestigten Parkplatzfläche und der heutigen Baustelleneinrichtungsfläche errichtet. Die „Elektrische Bahnen der Stadt Bonn und des Rhein-Sieg-Kreises GmbH (SSB)“ hat bereits einen Förderantrag für das Jahr 2027 eingereicht, wodurch eine Förderung von bis zu 90 Prozent der Kosten möglich wäre.
Zukünftig wird der Standort 200 Pkw-Stellplätze bieten, darunter auch barrierefreie Plätze und Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge. Mehr als 100 Fahrradstellplätze in gesicherten und überdachten Anlagen sind geplant, ebenso wie Taxi- und Sharing-Angebote. Zudem wird die gesamte Infrastruktur beleuchtet und sicher gestaltet. Auf den Bau eines Parkhauses wird bewusst verzichtet, da technische und finanzielle Herausforderungen bestehen, insbesondere wegen einer unterirdischen Gasleitung. Gleichzeitig wird die Möglichkeit eines Parkhauses auf einer benachbarten Fläche östlich der DB-Trasse und des THW-Geländes geprüft.BA