Heimat- und Theaterverein Pommern
Bonnie & Clyde gaben sich im Pfarrheim die Ehre
Hermann-Josef und Margit Laux erfreuten als glückloses Gaunerpärchen
Pommern. Bis auf den letzten Platz war der kleine Saal im Pfarrheim besetzt, als kürzlich der Heimat- und Theaterverein Pommern zu einem unterhaltsamen Theaterstück der besonderen Art eingeladen hatte. Dabei handelte es sich um eine Komödie mit dem scheinbaren Erlebnishintergrund des amerikanischen Gaunerpärchens Bonnie & Clyde. Tatsächlich diente deren kriminelle Energie aber nur beispielgebend für zwei stets unglücklich agierende Hauptdarsteller, die sich das zumindest anfangs noch erfolgreiche US-Duo bei ihren eigenen Eskapaden als Vorbild genommen hatte.
Hervorragend besetzt war diese Gaunerkomödie nach Tom Müller und Sabine Misiorny, von Hermann-Josef und Margit Laux, die in dem amüsanten Stück mit Hingabe zwei vertrottelte und vor allem glücklose Gesetzesbrecher gaben. Immer wieder mussten sie sich nach ihren meist peinlichen Raubüberfall-Pleiten ins karge Hinterzimmer einer offensichtlich unverdächtigen Adresse zurückziehen, um hier Pleiten, Pech und Pannen verbal aufzuarbeiten. Ein willkommenes Vergnügen für die Besucher, die den humorigen Disput der Pommerner Version von Bonnie & Clyde immer wieder durch Lachsalven unterbrachen. Davon ließen sich die exzellenten Darsteller aber weder aus ihrer stoischen Ruhe noch aus ihrem Konzept bringen, was unter dem Strich eine schauspielerische Topleistung bedeutete.
Hermann-Josef Laux überzeugte dabei, als permanent mürrischer Clyde, der seiner unbedarften und eher weltfremden Bonnie Margit stets das Versagen ihrer Raubzüge in die Schuhe schieben wollte. Die konterte mit den linkischen Versuchen ihres Partners, am Tattag das zuvor ausgesuchte Objekt für den Überfall zu finden. Oftmals kam man auch zum geplanten Termin des Raubüberfalls zu spät. Da hatte die Bank schon geschlossen, oder man kam anderen Räubern in die Quere, die das Geldinstitut ebenfalls für einen Coup ausgewählt hatten.
Die Mimik, inklusive Artikulation und Darstellung der Bühnenakteure, war neben der Situationskomik das Salz in der Suppe für einen sehr unterhaltsamen Theaterabend in Pommern.
