Burgener Narren füllten den Bürgersaal
Borje Helau!
Der Karnevalsverein 1961 Burgen e.V. machte Stimmung mit buntem Programm
Burgen. Ausverkauft! Die närrische Zeit in Burgen startete mit der Kappensitzung im Bürgersaal.
Der Burgener Karnevalsverein freute sich über das große Interesse, denn nicht eine Eintrittskarte blieb unverkauft. In farbig schillernden Kostümen warteten die Närrinnen und Narren mit Spannung auf das Programm des Abends. Das präsentierte sich genauso bunt wie der wunderschön geschmückte Bürgersaal. Pünktlich um 19.11 Uhr begrüßte Irene Madlé die Gäste, die sich mit Schunkelliedern und vollem Körpereinsatz in Stimmung gebracht hatten. Ihr „Borje Helau“ wurde vielstimmig erwidert. Kurz darauf zogen der Elferrat und der Vereinsvorstand ein. Im vergangenen Jahr feierte der Karnevalsverein 1961 Burgen e.V. sein 55jähriges Bestehen. Im gleichen Jahr erhielt das Prinzenpaar Elmar und Manuela Jasper seine Inthronisation. Gemeinsam mit ihrem Sohn Luca - der sie als Page begleitet - und ihrem Gefolge, nahmen sie an diesem Abend den Beifall des Publikums entgegen, als sie durch die Menge zur Bühne schritten. Auch das Kinderprinzenpaar Zoe I. und Julian I. wurde stürmisch begrüßt. Den offiziellen Anfang der Kappensitzung beendete Irene Madlé mit den Worten: „Ab jetzt regiert der Frohsinn hier, wem das nicht passt – da ist die Tür!“ Unter den Gästen weilten auch die Burgener Möhnen. Sie hatten den Ortsbürgermeister Fritz Bär unter ihre Fittiche genommen, an ihrem Tisch hatte er Platz gefunden. Seine Aufgabe war, die Übergabe des Gemeindeschlüssels an den Karnevalsprinzen. Von der Bühne aus reimte er: „Da wolle se, man kann et kaum fasse, dä Schlüssel userer Gemeindekasse!“ Bevor er sich diesem Fastnachtsbrauch beugte, betonte er, dass dort sowieso nix zu holen sei. Dann wechselte der Schlüssel mit den Worten „Ab heute gehört euch Borje“ seinen Besitzer. Den ersten Tanz des Abends präsentierten die „Minifunken“. Die von Sybille Spohr und Jaqueline Madlé trainierte Gruppe, begeisterte mit ihrem schwungvollen Auftritt, den sie mit einer Zugabe komplettierten. Die zwölfjährige Lara Wiedemann hielt die erste Büttenrede des Abends: „Als junges Mädchen hat man es schwer, ach - wenn ich doch schon achtzehn wär!“ Sie sprach vor großem Publikum ohne zu stocken und scheinbar ohne Lampenfieber. Wie alle anderen Akteure der Kappensitzung, erhielt auch sie einen Karnevalsorden. Mit Marschmusik begleitet, zog die „Heilsarmee“ ein. Getreu ihrem Wahlspruch „weg mit dem Alkohol“, ließen die Damen den Inhalt kleiner Flaschen in ihren Kehlen verschwinden. Weiter ging es mit vielen abwechslungsreichen Programmpunkten, bei denen auch die Burgener Möhnen ihren Auftritt hatten. Gäste des Abends waren der Karnevalsverein Spokus und die Obermöhn aus dem Nachbarort Treis und der Kobern-Gondorfer Karnevalsprinz Mario I. mit Gefolge. Vielen Tanzdarbietungen folgten Büttenreden, ein langer stimmungsvoller Abend nahm seinen Verlauf, bevor erst um Mitternacht die Kappensitzung in einem furiosen Finale endete.
EP
In farbig schillernden Kostümen stimmten sich die Närrinnen mit Schunkelliedern auf den Abend ein.
Ganz groß im Tanzen zeigten sich die Kleinen der „Minifunken“.
