Allgemeine Berichte | 03.05.2016

Junggesellen stellten Maibaum an der Vinxtbachhalle auf

Brauchtum wird in Waldorf gepflegt

Schon bald hatten die Junggesellen den Baum errichtet, der jetzt mit bunten Bändern geschmückt aus luftiger Höhe die Gäste grüßt. WK

Waldorf. Der katholische Junggesellenvereins Waldorf 1738 e. V. ist einer der Vereine im Ort, der in Waldorf besonders das Brauchtum pflegt. Und das bereits seit seiner Gründung vor 278 Jahren. Er stellt bereits seit den Gründungsjahren alljährlich am 30. April in der Dorfmitte von Waldorf einen Maibaum auf. Während man in früheren Jahren den Baum auf dem Platz an der alten Schule aufstellte, hat man seit einigen Jahren auch aus Sicherheitsgründen den Maibaumstandort an die Vinxtbachhalle verlegt.

Das Fällen und Aufrichten des Maibaumes geschieht jedoch noch immer nach einem „strengen Ritual“. Auch in diesem Jahr fuhren die Junggesellen am späten Vormittag in den Gemeindewald im Distrikt „Mertenbach“, um hier in Absprache mit Revierförster Bernd Hoffmann und der Ortsgemeinde Waldorf eine Fichte zu fällen und diese feierlich in den Ort zu fahren. Traditionell wird die Fichte mit der Axt gefällt. Schnell waren sowohl die ausgewählte Fichte sowie die zum Aufstellen des Baumes benötigten „Schwalben“ gefällt.

Nach einer entsprechenden „Stärkung“ transportierte man den Baum mit einem Traktor zur Vinxtbachhalle, wo die Fichte mit bunten Bändern geschmückt wurde.

In diesem Jahr ging das Aufrichten des Baumes, das nach altem Brauch nur mittels Muskelkraft und unter Zuhilfenahme von zwei „Schwalben“ geschieht, zügig voran. Schnell war der Baum am vorgesehenen Standort in der vorbereiteten Halterung gesichert und der bunt geschmückte Baum grüßt jetzt aus luftiger Höhe die Waldorfer Bürger und die Gäste während des Wonnemonats Mai. Das Ereignis musste natürlich gefeiert werden. Am Abend gingen die Junggesellen natürlich einem weiteren Brauch nach. Viele der jungen Burschen stellten ihrer „Freundin“ als Zeichen der Verbundenheit einen Maibaum in Form einer bunt geschmückten Birke auf und so manch einer kam von dieser „Nachtarbeit“ erst am frühen Morgen zurück. Auch im kommenden Jahr wird der katholische Junggesellenverein Waldorf 1738 e. V. das alte Brauchtum pflegen und wieder einen Maibaum aufstellen.

WK

Schon bald hatten die Junggesellen den Baum errichtet, der jetzt mit bunten Bändern geschmückt aus luftiger Höhe die Gäste grüßt. Foto: WK

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