Möhnen-Karneval in Bad Breisig stand ganz im Zeichen Afrikas
Breisiger Möhnen feierten im „Dschungel“
Bad Breisig. Wiederum war die Karnevalsveranstaltung der Möhnen–Abteilung der KG Bad Breisig, geleitet von Obermöhn Gisela Monien, ein höchst ansehnlicher Beitrag zum Breisiger Karneval dieser Session. Eine gut besetzte Jahnhalle bildete das Forum für gute, abwechslungsreiche Unterhaltung. Im Publikum, viele Gäste auswärtiger Karnevalsvereine, so vor allem aus dem befreundeten Brohl-Lützing; aus dem Hafenort war sogar das amtierende Prinzenpaar Wolfgang I. und Gisela I. mit dabei. Auftakt des bunten Programms am Möhnen–Nachmittag war der große Aufmarsch der gesamten KG mit Spielmannszug, Elferrat, allen Garden, Vorstand und Prinzenpaar Michael I. und Silke I., dem opulenten Begrüßungszeremoniell mit Ordenstausch und vielen Bützchen. Ersten Beifall heimsten sich die Kleinsten der KG ein: Die Mini-Funken, liebevoll betreut von einem Damentrio unter Brunnenkönigin Laura Herter, tanzten sich gleich in die Herzen des Publikums. Schon etwas älter sind die schmissig tanzenden Kadetten des Funkenkorps Blau-Rot, so zahlreich, dass sie gleich zwei Tanzformationen bilden. Die Trainingsarbeit von Claudia Dreesnach und Andrea Herter trägt hier schöne, bemerkenswerte Früchte. Obermöhn Gisela Monien ist bei den Möhnen eine „Frau für alle Fälle“. Auch mit Büttenreden unterhält sie ihr Publikum. So als „viel beschäftigte Hausfrau“, die in ihrer Konfusion peinlicher Weise die Telefone verwechselt – ein erster großer Lacherfolg des erlebenswerten Tages. Die Formation der „Roten Dragoner“ ist zur Zeit zahlenmäßig klein, aber tänzerisch groß. Tine Klapperich hat sie trainiert – mit Erfolg. Aus Koblenz zeigte das Männerballett „KFK Schärfsjer“, welche „Eleganz“ die Körper gestandener Herren auf die Bühne bringen können – ein Spaß, der im Fastelovend ankommt. Da hat die Tanzformation der Brohler Möhnen, die schon bei der Sitzung in ihrem Heimatort Furore machte, Ansehnlicheres zu bieten – Alpengaudi pur, gut getanzt. Vor der Pause versuchte Anita Schäfer der „Fahrschülerin“ Gisela Monien die Geheimnisse des Autofahrens beizubringen. Zumindest auf der Bühne: Vergebliche Mühe, aber lustig. Was den Showbeitrag des Möhnekorps angeht, so ist man aus den letzten Jahren ja einiges gewohnt, diesmal aber war er extrem bunt und fröhlich: „Im Dschungel ist der Teufel los!“, hatten sie versprochen – und sie versetzten das Publikum in Outfit und Kulisse überzeugend in den Urwald. Sogar der schwarze „König Wumba“ (Günni Monien) war dabei, umgeben vom malerischen Hofstaat, vielem exotischen Getier und Palmen. Dazu der Tanz der vielen Lieblingsfrauen des Königs - alles in allem: Eine hoch amüsante, viel belachte Show, von Marion Feix einstudiert. In dieser fröhlichen Kulisse wurde die Phalanx der Ehrengäste aufgerufen. Ortsbürgermeisterin Gabriele Hermann-Lersch, Verbandsbürgermeister Bernd Weidenbach, KG-Ehrenvorsitzender Waldi Fabritius und Brunnenkönigin Laura machten ihre Honneurs und wurden mit Orden geschmückt. Die „Brunnenqueen“ gratulierte in artigen Versen und stellte in Aussicht, dereinst „Nachwuchs-Möhn“ zu werden. Ein Höhepunkt war sicher der Besuch des großen Husarenkorps Grün-Weiß aus der bunten Stadt Linz. Sie trommelten, was die „Trumm“ hergibt, die Fanfaren schmetterten, Garde und Mariechen tanzten – alles eine prächtige Bühnendarbietung der Linzer. Danach tat eine Lachnummer gut, und dafür ist Stefan Vogt in der Bütt immer gut. Herrlicher Witz, gut präsentiert von dem Brohler Sitzungspräsidenten. Die Skylight–Majorettes zeigten ihren rassigen Showtanz, das Männerballett aus Niederlützingen bot den Frauen noch einmal den Anblick schöner Männerkörper, und nach rund 4 Stunden kam das rauschende Finale: Die Blau-Roten Funken unter Kommandant Daniel Brandau marschierten auf, ihre Mädels und das Tanzpaar Konstantin Klee / Lisa Schäfer zeigten ihr Können, und die Möhnen präsentierten einen gekonnten Abschluss eines sehenswerten Programms. Abschied von der „Jahnhalle“ ? Kann man sich schlecht vorstellen, nach dem, was auch die Möhnen für Bad Breisig bedeuten. FA
Obermöhn Gisele Monien als konfuse Telefon-Beraterin. Foto: FA
Stefan Vogt aus Brohl als „Ne arme Deuwel“ in der Bütt. Foto: RÜ
