„Maria Laach Tag“ bot ein abwechslungsreiches Programm für Jung und Alt
Breites Spektrum an Kunst und Kultur
Maria Laach. Trotz der feucht-warmen Witterung hatte sich eine beachtliche Besucherzahl auf dem Klostergelände in Maria Laach eingefunden, wo anlässlich der „Nacht der Vulkane“ ein vielfältiges Programm für Jung und Alt angeboten wurde. Während die Mitglieder und Bürgermeister der „Ferienregion Laacher See“ (VG Brohltal, VG Mendig und VG Pellenz) gemeinsam mit den „Machern“ der jeweiligen Tourist-Stabstellen den „Maria Laach Tag“ vor der „Tourist-Info“ offiziell eröffneten, war das beliebte Fest bereits in vollem Gange.
Ebenso beliebt wie ein Besuch im Klosterforum, wo während des ganzen Tages ein Kurzfilm über die Geschichte des Klosters gezeigt wurde und die Malerin Monika Soll ihre Werke ausstellte, waren auch die Führungen über das Klostergelände mit Blick in die historische Jesuitenbibliothek.
Walter Müller faszinierte ebenfalls eine große Besucherschar mit seinem fundierten und umfangreichen Wissen während seiner Vorträge zu den Themen: „Das Laacher See Gebiet im Rundum – Blick vom Lydia Turm“ und „Vulkanologie und Geologie, Flora und Fauna, Kloster und Basilika“ und vor allem im Rahmen einer etwa eineinhalb Stunden dauernden Führung durch Laacher Baugeschichte, vom Pfalzgrafen über besondere Äbte, die Franzosen um 1800, den Preußischen Staat, einen „Rittergutbesitzer“, die Gesellschaft Jesu bis zur Übernahme durch die Beuroner Benediktiner-Kongregation.
Fantasievolle Ornamente
Besonders attraktiv war auch das Angebot der Klosterbetriebe. Vor der Kunstschmiede vergnügten die Kinder sich auf der Hüpfburg oder ließen sich an einem Kinderschminkstand mit fantasievollen Ornamenten „verschönern“ und in der Werkstatt der Kunstschmiede demonstrierten die Mitarbeiter unter der Leitung von Kunstschmied Edgar Rader verschiedene Schmiedearbeiten.
In der Buch- und Kunsthandlung machten die Kids Bekanntschaft mit dem kleinen Drachen „Kokosnuss“, bei dem es sich um die Hauptfigur des gleichnamigen Kinderbuchs handelt, und insbesondere die kleinen Mädchen bastelten hier voller Begeisterung Armbänder aus Lavagestein. In der Klostergärtnerei stand eine Kräuterausstellung im Fokus, während Pflanzendoktor Rainer Schneider geduldig alle Fragen der interessierten Besucher beantwortete. Die insgesamt vier Führungen durch die Obstplantage mit anschließendem Test von Obstbränden und Laacher Apfelsaft stießen ebenfalls auf großes Interesse.
Unter dem Motto: „10 Jahre Villa Reuther“ präsentierte die Schreinerei Maria Laach unter der Leitung von Schreinermeister Marc Seiler eine höchst attraktive Ausstellung und überraschte die Besucher mit einer Jubiläums-Sonderaktion. Eine große Resonanz konnte auch Michael Ullenbruch (Klostergut Landwirtschaft) verbuchen, der den Teilnehmern während einer kleinen Hofführung unter anderem auch das Leben der Hühner im Hühnermobil ausführlich erläuterte. Der ebenfalls zum Klostergut zählende Hofladen lud derweil zum „Schauen, Riechen und Kosten“ an der Käsetheke ein, an der hausgemachte Frischkäse-Variationen angeboten wurden, die in Kombination mit dem ebenfalls im Hofladen offerierten Klosterbrot einfach köstlich schmeckten.
„Schauen, Riechen und Kosten“
Wer jedoch lieber einen deftigen Imbiss bevorzugte, kam am Klostergut-Imbiss voll auf seine Kosten. Außer frisch gebrühtem Kiosk-Kaffee gab es hier nämlich auch noch hausgemachte Gulaschsuppe, vegetarischen Bio-Gemüseauflauf und viele weitere Leckereien. Selbstverständlich war auch das Seehotel Maria Laach mit einem Angebot kulinarischer Köstlichkeiten vertreten, bei deren Anblick schon jedem das Wasser im Munde zusammenlief. Dazu zählte unter anderem auch das unübertreffliche Kuchenangebot des Hauses.
Derweil suchten und fanden die Gäste um 12 Uhr Entspannung bei einer Orgelmatinee in der Abteikirche und um 16 Uhr bei einem Orgelkonzert mit Werken von Flor Peeters. Den Abschluss des Tages in Maria Laach bildete wie in jedem Jahr eine feierliche Vesper in der gut besuchten Abteikirche. FRE
„Pflanzendoktor“ Rainer Schneider in der Kräuterausstellung der Klostergärtnerei.
Das Interesse an den Arbeiten von Kunstschmied Edgar Rader (r.) war sehr groß.
Groß war der Andrang auch beim Kinderschminken.
Nela Guerrero-Seiler freute sich ganz besonders, auch Bruder Norbert zu einer Führung durch die Villa Reuther begrüßen zu dürfen.
In der Buch- und Kunsthandlung war der „Kleine Drache Kokosnuss“ für die Kids der Star des Tages
