Allgemeine Berichte | 17.12.2019

Sitzung der katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands des Dekanats Linz

Brennende Fragen im kfd-Dekanat

Das neue Leitungsteam (v.l.n.r.): Johanna Döhler, Hildegard Schmitz, Angelika Merz, Ursula Monter. Foto: privat

Linz. Zwei Themen beherrschten die Sitzung der katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) des Dekanats Linz. Zum einen: Wird es gelingen, ein neues Leitungsteam auf die Beine zu stellen? Zum zweiten: Die Sorge der kfd-Frauen um die langjährigen Projektpartnerinnen in Syrien.

Tagesordnungspunkt Neuwahl des Leitungsteams

Auf der Tagungsordnung der November-Sitzung des kfd-Dekanats Linz in Hammerstein stand, neben dem Tätigkeits- und dem Kassenbericht, vor allem die Neuwahl des Leitungsteams. Ursula Monter (geistliche Begleitung) und Hildegard Schmitz stellten sich zur Wiederwahl, Maria Benz kandidierte nicht erneut. Da bis zum Sitzungsbeginn keine weiteren Kandidatinnen benannt waren, wurde es spannend. Konnte überhaupt gewählt werden? Kurzfristig, auf Nachfrage durch den Wahlvorstand, meldeten sich dann doch noch weitere Kandidatinnen, so dass die satzungsgemäße Durchführung der Wahl erfolgen konnte. In das neue Leitungsteam wurden Angelika Merz (Rheinbrohl), Johanna Döhler (Vettelschoß), Hildegard Schmitz (Ockenfels) und Ursula Monter (geistliche Begleitung) gewählt. Sie werden in den nächsten vier Jahren die mehr als 1200 kfd-Frauen im Dekanat vertreten.

kfd-Hilfsprojekt in Nordsyrien

Große Sorge äußerten die Delegierten im Hinblick auf die Kriegssituation in Syrien und ihr Hilfsprojekt in Nordsyrien. Als sich Anfang September Mitglieder der kfd mit Meike Nack, einer Vertreterin der „Stiftung der Freien Frau in Rojava“, in Trier trafen, konnte diese optimistisch von der aktuellen und geplanten Arbeit berichten. In sechs Städten und drei Flüchtlingscamps wurde die Versorgungssituation von bedürftigen Frauen und Kindern in der Region wesentlich verbessert. Mit dem Projekt steht die kfd beispielhaft für einen Wandel in Nordsyrien von einer kurzfristig-akuten hin zu einer präventiven, nachhaltigen, langfristigen und frauenorientierten Gesundheitsversorgung in einer Krisenregion.

Drei Wochen später konnte die Türkei, ohne jeden Widerstand der Weltgemeinschaft, in Syrien einmarschieren. Städte und Dörfer wurden bombardiert und mehr als 100.000 Menschen waren wieder auf der Flucht. Die kfd erreichten Hilferufe aus dem Kriegsgebiet und die Bitte um Unterstützung.

Die kfd befürchtet große Flüchtlingsströme und hat Sorge, dass viele Frauen und Kinder wieder Opfer eines rücksichtslosen Verteilungskampfes werden.

Die kfd, mit rund 28.000 Mitgliedern die größte Frauenorganisation im Bistum Trier, erwartet von der Europäischen Gemeinschaft, dass sie sich nicht von Präsident Recep Tayyip Erdogan und seiner Drohung, die Grenzen für Flüchtlinge zu öffnen, erpressen lässt und wehrt sich dagegen, dass Menschen als Kriegswaffe instrumentalisiert werden.

Seit 2016 unterstützt die kfd im Diözesanverband Trier die „Stiftung der Freien Frau in Rojava“ mit über 76.000 Euro Spenden, die für den Aufbau der Gesundheitsversorgung durch Ausbildung von Gesundheitshelferinnen, den Aufbau der Infrastruktur in den Dörfern und Städten sowie für die Arbeit der Stiftung mit Frauen in den Flüchtlingscamps im Gebiet Nordsyrien – Rojava eingesetzt wurden.

Dort lebten Menschen unterschiedlichen Glaubens und mehrerer Ethnien in einem gut organisierten demokratischen Gebiet, das die gleichberechtigte Teilhabe und Mitwirkung aller Männer und Frauen in der kommunalen Selbstverwaltung umgesetzt hat. Dieses Gesellschaftsmodell ist massiv bedroht.

Weitere Informationen zum Spendenprojekt und zum Verband unter www.kfd-trier.de.

Das neue Leitungsteam (v.l.n.r.): Johanna Döhler, Hildegard Schmitz, Angelika Merz, Ursula Monter. Foto: privat

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Bildergalerien
Neueste Artikel-Kommentare
  • Sandra Sattler: Der Zustand der L330 zwischen. Nassau und Zimmerschied ist eine absolute Katastrophe- und das nicht erst seit gestern! Wir sind wohnhaft in Hömberg und werden seit vielen Jahren mit diversen Ausreden vom LBM vertröstet.
  • Janek: Wer die Strecke kennt, kann sich den Grund bereits denken … Der Straßenzustand ist dort so schlecht, dass er besonders für Motorradfahrer ein ernstzunehmendes Sicherheitsrisiko darstellt. Dem verunglückten...
  • Siegfried Kowallek: Verwunderlich ist weiterhin, dass die SPD der Neuwieder CDU vorhält, gegen den Unvereinbarkeitsbeschluss der Christdemokraten in Bund und Land im Hinblick auf die Partei Die Linke zu verstoßen. In insgesamt...
  • Siegfried Kowallek: Die Nennung von BSW und der Partei Die Linke im selben Kontext ist sachlich nicht gerechtfertigt und damit unredlich. Prominentester linker Befürworter deutscher Waffenlieferungen an die Ukraine ist Bodo...
  • Beatrix Biskup: Ich habe Bibliotheken immer geliebt und ich freue mich über jeden Schritt den die Stadtbibliothek in Richtung Zukunft geht und über jede Veranstaltung die diese durchführen würde.
Daueranzeige 2026
Dauerauftrag 2026
Dauerauftrag Imageanzeige
Wir helfen im Trauerfall
Wir helfen im Trauerfall
Wohnträume - Wohnen und Garten im Blick
Sachbearbeiter (m/w/d)
Anzeigenauftrag #PR106350-2026-0220#
130 Jahre freiwillige Feuerwehr Bad Neuenahr und Tag der offenen Tür, 19.04.26
Empfohlene Artikel
Symbolbild.  Foto: pixabay.com
42

Region. Auch in unserer Region gibt es sie: die stillen Stars des Alltags. Menschen, die anpacken, helfen, Verantwortung übernehmen oder einfach für andere da sind. Ob Feuerwehrmann, engagierte Ortsbürgermeisterin, unermüdliche Nachbarschaftshelfer oder die gute Seele im Sportverein – sie alle sind Heimathelden! BLICK aktuell möchte diesen Menschen eine Bühne geben und der Öffentlichkeit vorstellen – in einer neuen Serie in unserer Zeitung.

Weiterlesen

Symbolbild.  Foto: pixabay.com
23

Region. Wir von BLICK aktuell möchten wissen, wo in eurer Heimatstadt oder Kommune der Schuh drückt! Aus diesem Grund haben wir die neue Serie „HeimatCheck“ ins Leben gerufen. Ob kleine Ärgernisse oder große Probleme: Schreibt uns, was euch bewegt, und wir berichten für euch! Handlungsbedarf gibt es eigentlich immer, sei es bei:

Weiterlesen

Weitere Artikel
Symbolbild. Foto: ROB
6

Jugendliche um drei Uhr nachts von Polizei angehalten

11.04.: Bad Ems: 15- und 13-Jähriger unternehmen nächtliche Spritztour mit Auto

Bad Ems. In den frühen Morgenstunden des 11.04.2026, gegen 03:00 Uhr, wurde durch eine Streifenwagenbesatzung nach einem Hinweis von Zeugen ein Pkw im Stadtgebiet Bad Ems, im Bereich der Straße Am Weißen Stein, kontrolliert. Hierbei wurde festgestellt, dass der Fahrzeugführer erst 15 Jahre alt und demnach nicht im Besitz der erforderlichen Fahrerlaubnis war. Sein Beifahrer war nochmals zwei Jahre jünger.

Weiterlesen

Symbolbild. Foto: pixabay.com
86

Insbesondere für Säuglinge, Kleinkinder, Senioren und Menschen mit geschwächtem Abwehrsystem ist eine Salmonellen-Erkrankung gefährlich

10.04.: Lebensmittelrückruf: Salmonellen in beliebter Haselnuss-Nougat-Creme

Region. Die Sächsische und Dresdner Back- und Süßwaren GmbH & Co. KG ruft die Haselnuss-Nougat-Creme der Marke Nudossi auch aus dem rheinland-pfälzischen Handel zurück. Grund: Es wurden Salmonellen nachgewiesen.

Weiterlesen

Wir helfen im Trauerfall
Imageanzeige - Dauerauftrag
Wohnträume
Vorabrechnung, Nr. AF2025.000354.0, April 2026
Anzeigenauftrag #PR106350-2026-0220#
Koblenzer Kneipengeschichten
Titelanzeige KW 15
Sonderseite 02 -Wohnträume NR
Wohnträume - Wohnen & Garten im Blick
SO 2 - Wohnträume Sonderseiten, Wohnen
Wohnträume
Wohnträume - Wohnen & Garten im Blick
Titelanzeige Nissan  114/1407895/2454617/4746681
Anzeige Radiologie & Nuklearmedizin
Anzeige Beratertage Schlafexperte
Titelanzeige
Rückseite