Freiwillige Feuerwehr Wachtberg bei den Deutschen Feuerwehrmeisterschaften
Bronze für die Wachtberger Wehr
Wachtberger Kameraden sicherten sich mit persönlicher Bestzeit in ihrer Übung in Rostock eine tolle Platzierung
Rostock. Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Wachtberg nahmen kürzlich an den Deutschen Feuerwehr-Meisterschaften in Rostock teil. Die Wachtberger traten hierbei im traditionellen internationalen Feuerwehrwettkampf an. Qualifiziert hatten sich die Kameraden bereits 2015 beim Landesausscheid von NRW in Klein-Reken (Kreis Borken). Damals auf Platz acht ergatterten sie sich das letzte Ticket für die Deutschen Meisterschaften. Trainiert wurde für die Meisterschaften seit April wöchentlich. Der Umgang mit dem Material musste auf den Punkt sitzen. Jeder Fehler kostet Strafpunkte, die schnell ein paar Plätze nach hinten katapultieren. Die Schläuche mussten sauber gekuppelt und über die gesamte Länge ohne Drall verlegt werden. Insgesamt müssen beim traditionellen Wettkampf eine Saugleitung von vier Längen, ein Verteiler nach zwei B-Schläuchen und zwei Angriffleitungen mit je zwei C-Schläuchen aufgebaut werden. Im Gegensatz zu den Regeln beim klassischen Leistungswettbewerb ist das Material so ausgewählt und leicht modifiziert, damit das Kuppeln besonders geschmeidig läuft. Die letzten Trainingszeiten waren bei vielversprechenden 55 Sekunden für die gesamte Übung und so ging es mit einem guten Gefühl nach Rostock.
Eröffnungsfeier mit Gänsehaut
Bevor es für die Wachtberger Kameraden ernst wurde, gab es jedoch einiges zu erleben und entdecken. „Gänsehaut pur war die Eröffnungsfeier“, berichtet Frank Liczner, der die Wachtberger Teilnehmer anführte. „2.100 Kameraden vertraten im Rostocker Stadthafen ihre Bundesländer und Feuerwehren; ein beeindruckendes Bild bei Sonnenuntergang und der maritimen Umgebung“, so Frank Liczner weiter. Neben der Disziplin, an denen die Wachtberger teilnahmen, gab es bei den Deutschen Meisterschaften auch Wettbewerbe im Internationalen Feuerwehrsportwettkampf (inkl. Hakenleitersteigen) und die Internationalen Jugendwettbewerbe. Des Weiteren gab es den Kuppelcup und es galt einen Löschangriff nass durchzuführen. Beim Hakenleitersteigen galt es schnellstmöglich drei Stockwerke mit einer Hakenleiter zu erklimmen. Ziel des Kuppel-Cups war es, in kürzester Zeit eine Saugleitung von vier Längen inklusive Saugkorb zusammenzukuppeln. Gewonnen haben den Kuppel-Cup die Kameraden aus Suhl (Thüringen) mit 20,65 Sekunden. Die Leistungsschau zeigte schnell, dass die Kameraden aus Wachtberg sehr schnell sein mussten, um hier in den vorderen Rängen mitspielen zu können. Dementsprechend motiviert gingen die Wachtberger Feuerwehrleute am Samstagmorgen in den Wettkampf. Morgens hieß es dann von der Wachtberger Gruppenführerin Caroline Hubrich „mit je zwei C-Längen, erstes und zweites Rohr vor“ und die angetretene Mannschaft machte sich in Windeseile auf den Weg, die Übung zu vollenden. Nach 53,96 Sekunden und mit null Fehlern war das Spektakel zu Ende. Der anschließende 8 x 50 m Feuerwehrhindernislauf war nach weiteren 70,87 Sekunden beendet und nun galt es, die Konkurrenz genau zu beobachten.
„Mehr als zufrieden“ mit persönlicher Bestzeit
Am Ende landeten die Wachtberger Kameraden auf Platz 35 von 50 und gewannen damit eine Bronzemedaille. 20 Sekunden fehlten auf die Gewinner aus Nidderau-Eichen (Hessen). „Wir haben eine fehlerfreie Übung mit unserer persönlichen Bestzeit abgelegt, damit sind wir mehr als zufrieden“, sagte Frank Liczner. Mit dieser guten Stimmung ließen die Wachtberger Teilnehmer Caroline Hubrich, Georg Hubrich, Benjamin Jakob, Thomas Kiupel, Frank Liczner, Christian Münzer, Michael Münzer, Kenan Özkaya, Frederik Reins, Peter Schumacher, Jan Sonnenschein, Frank Steinhöfer und Dominik Zorn die Veranstaltung ausklingen.
Besonderes Highlight zum Schluss war ein Treffen mit dem Bundesvorsitzenden des Deutschen Feuerwehrverbandes Hartmut Ziebs, der sich persönlich bei den Wachtberger Kameraden für die Teilnahme erkenntlich zeigte. Mit diesen Eindrücken ging es zurück nach Wachtberg - bereit für die nächste Wettkampf-Herausforderung. Mehr über die Freiwillige Feuerwehr Wachtberg gibt es im Internet unter www.feuerwehr-wachtberg.de oder auf Facebook unter www.facebook.com/ffwachtberg.
In 53,96 Sekunden absolvierten die Kameraden von der Feuerwehr Wachtberg ihre Übung.
