Wiederwahl des Vorstands bei der Jahreshauptversammlung des Vereins „Die Brücke Mendig e.V.“
„Brücken-Ratgeber“ unterstützt schnelle Nachbarschaftshilfe
Mendig. Im Dezember 2015 gründeten 23 vorwiegend im Mendiger Ernteweg lebende Bewohner den Verein „Die Brücke Mendig e.V.“. Inzwischen hat die Zahl der Mitglieder sich bereits fast verdreifacht! Ziel des Vereines ist die Entwicklung einer Nachbarschaft, wie sie anno dazumal üblich war. Die Mitglieder wollen sich umeinander kümmern und dafür sorgen, dass jeder in seiner Wohnung oder seinem Haus wohnen kann, so lange es eben geht. Dazu gehört auch die Organisation von Besuchen, Fahrdiensten, Pflege, Reinigung, etc. durch den Verein und dessen Mitglieder.
Interessant ist, dass es sich bei den Mitgliedern, die aus allen sozialen Schichten kommen, nicht nur um ältere Semester handelt, sondern auch junge Leute von der Idee der Nachbarschaftshilfe begeistert sind. Während knapp die Hälfte der Mitglieder über sechzig Jahre alt ist, liegt der Altersdurchschnitt der restlichen Brückenschwestern und -Brüder bei unter fünfzig Jahren. Die jüngsten Paare haben gerade ihren dreißigsten Geburtstag gefeiert. Deren Motivation ist einfach genial: „Wir werden auch mal alt und freuen uns dann auf den Kontakt mit jungen Menschen“, lautet deren Devise. Die „Brücke“ zwischen Alt und Jung, Gesund und Krank, die Aufzählung der Gegensätze kann beliebig erweitert werden, funktioniert in jedem Fall freundschaftlich und reibungslos.
Bei der diesjährigen offiziellen Mitgliederversammlung am 26.07.2024 stand u.a. die Wahl des Vorstands auf der Tagesordnung. Während der „alte“ Vorstand mit Stimmenmehrheit wiedergewählt worden war (Erster Vorsitzender: Bernd Neitzert, zweite Vorsitzende Ulrike Dungs, Stellvertreter Horst Scherer, Schriftführerin Hildegunde Weiler, Schatzmeister Dieter Weiler, Beisitzer Hans-Joachim Haese und Ehrenrätin Michaela Müller) wurde Frank Post als weiterer Beisitzer in den Vorstand gewählt. Zu dem Ehrenrat zählen außer Frau Müller auch noch René Hissler und Hans-Joachim Haese; auch sie wurden in ihrem Amt bestätigt.
Über die Aktivitäten während des vergangenen Geschäftsjahres berichtete der Erste Vorsitzende anhand einiger Beispiele: So wurde ein Mitglied, das wegen einer akuten Erkrankung sofort ins Bundeswehr Zentralkrankenhaus musste, vom Vereinsvorsitzenden ins Krankenhaus gebracht und auch die Versorgung des Hundes konnte schnell und unbürokratisch organisiert werden. Außerdem kümmerte der Verein sich um zwei Mitglieder, die nach dem Besuch eines Freundes in Malaysia mit einigen Blessuren von der Reise zurückkehrten. Auch hier kam die hervorragende Vernetzung des Vereins zum Tragen und so konnten die erforderlichen Einkäufe von der unmittelbaren Nachbarschaft ebenso schnell realisiert werden, wie die Begleitung zu Arztbesuchen. Außerdem berichtete der Erste Vorsitzende und Mitbegründer der Brücke, Bernd Neitzert von weiteren Hilfemaßnahmen bei Arbeiten rund ums Haus oder sogar bei Problemen eines Mitglieds am Arbeitsplatz. „Das Besondere an den vielen kleinen und größeren Gefälligkeiten ist, dass wir immer füreinander da sind, dies auch gerne tun und dass unsere Arbeit völlig geräuschlos und unspektakulär vonstatten geht“, so Bernd Neitzert.
Desweiteren stellte Martin Dungs den „Brücken-Ratgeber“ vor. Hier sind die Vereinsmitglieder mit besonderen Qualifikationen genannt. „Wir können in den Bereichen Gesundheit, Pflege, Recht, Verwaltung, Versicherungen, Notar-Verträge und Computer auf eigene und schnelle Beratung zurückgreifen. Darüber hinaus gibt es eine Anzahl von befreundeten Unternehmen, die alle Arbeiten am Haus, im Garten und am Auto zuverlässig und schnell ausführen“, so Martin Dungs.
Die Schriftführerin Hildegunde Weiler referierte über die aktuelle Lage des innerhalb des Vereins, den einige Mitglieder wegen beruflicher Veränderungen verlassen haben. Außerdem bedauerte sie einen Todesfall unter den Mitgliedern. Positiv sei allerdings, dass mehrere junge Paare als Mitglieder aufgenommen werden konnten, die sich neu in Mendig niedergelassen haben. „So bleibt es bei der sehr erfreulichen Mischung aus Alt und Jung“, betone Hildegunde Weiler.
Der Schatzmeister Dieter Weiler sprach über die geringen Kontobewegungen. „Wenn die Mitglieder sich im Martinsheim jährlich mehrmals treffen, bringt jeder, der will, etwas zu essen und zu trinken mit. Das ist dann immer ein feucht, fröhliches Zusammentreffen. Kleinere und größere Geldspenden von Institutionen und Privatpersonen sichern einen ausgeglichenen Haushalt. Damit ist die Brücke e.V. einer der wenigen Vereine, die ohne Mitgliedsbeitrag und öffentliche Unterstützung auskommen“, unterstrich der Schatzmeister. Der Erste Vorsitzende fügte hinzu: Wir sind es gewohnt, unsere Probleme selbst zu lösen!“
Im Anschluss des offiziellen Teils kam es -wie immer- in gemütlicher Runde bei Speis´ und Trank zu einem regen Gedankenaustausch, wobei die eine oder andere Anekdote für beste Stimmung sorgte. FRE
