Allgemeine Berichte | 19.12.2018

RHEINBACH LIEST

Buchadventskalender schenken Freude

Bei der Bücherüberraschung im Advent wurden so viele Bücher wie noch nie gesammelt und wieder verschenkt

Die Klasse 4b freut sich jeden Tag auf das Öffnen des Buchadventkalenders. privat

Rheinbach. Ein Donnerstagmorgen in der Adventszeit: Die 24 Kinder der 4b der Katholischen Grundschule Sankt Martin sitzen mit ihrer Lehrerin Tanja Diewald um den Adventskranz. Sie verrät, wer heute bei dem Buchadventskalender an der Reihe ist. Gleich zwei dürfen heute zur hübsch dekorierten Fensterbank gehen, Päckchen elf und zwölf holen und das Buchgeschenk öffnen, das ihre Lehrerin für sie ausgesucht und verpackt hat. Niklas hat „Scary Harry – Meister aller Geister“ erwischt, Nils packt einen Band der „drei???“ aus. Beide sind sichtlich zufrieden und zeigen das Buch in der Runde. Ihre Mitschülerinnen und Mitschüler sind interessiert und freuen sich mit den Beiden.

In der Adventszeit ist der Buchadventskalender fester Bestandteil des Vormittags. Allessia findet es immer schon spannend, „wer heute an der Reihe ist und ob vielleicht ich es bin.“ Luisa interessiert, „welche Bücher ihre Klassenkameraden kriegen“. Niklas findet dass „das Auspacken schön ist“ und Helena freut sich darauf „etwas Neues zu lesen“. Emilio fing schon gleich in der Schule damit an, als er in der Vorwoche „Greg’s Tagebuch – Jetzt reicht’s“ bekam und musste mehrmals von Tanja Diewald „ermahnt“ werden.

Die 4b hat bereits im zweiten und dritten Schuljahr Buchadventskalender erhalten und auch in diesem Jahr tritt der erhoffte Effekt ein. Gespendete gut erhaltene, gebrauchte Bücher rücken bei dem adventlichen Besitzerwechsel in den Mittelpunkt und lösen den Leseimpuls aus. „Das ist genau das, was wir uns erhoffen“, meint die Projektkoordinatorin Karin Gehlen-Düring. „Die Bücher für den Buchadventskalender stammen aus der Aktion „Bücherüberraschung“ von Rheinbach liest. In diesem Jahr haben wir einen neuen Rekord aufgestellt: Im Keller von Haus Streng wurden fast 1.400 auf ihren Zustand hin überprüft und nach Altersstufen vorsortiert.“

Die Helfer aus dem Bücherüberraschungsteam bringen die Bücher dann pünktlich zu den Schulen und Kindertagesstätten, die sich Anfang November für den Buchadventskalender beworben haben. Allein 380 Bücher wurden an acht Kindertageseinrichtungen Rheinbachs ausgeliefert. Die restlichen gut 1.000 Bücher wurden unter 38 Schulklassen aus sieben Schulen aufgeteilt, darunter auch fünf fünfte und sechste Schuljahre.

Für den Erfolg ist dann die sorgfältige Auswahl der Bücher durch die Lehrerin bzw. Erzieherin und das liebevolle Einpacken notwendig. Tanja Diewald: „Die ersten Bücher habe ich immer ganz schnell einem Kind zugeordnet. Ich achte auf den Leseanspruch und die Thematik und manchmal auf den Vornamen des Helden oder der Heldin.“ Sie und ihre Kolleginnen sind dankbar für die kostenlose Unterstützung der Leseförderung an ihrer Schule.

„Die Idee der Buchadventskalender ist einfach und höchst effektiv und dürfte in dieser Größenordnung deutschlandweit einmalig sein“, ist sich Monika Flieger, Erste Vorsitzende von Rheinbach liest sicher und dankt allen Menschen die durch ihre Spenden zu dem Erfolg beigetragen haben.

In der 4b werden die Bücher übrigens auch gerne getauscht. „Aber erst, wenn ich es gelesen und bei Antolin eingegeben habe“, meint Niklas. Und bei guter Pflege werden sie vielleicht irgendwann wieder der Bücherüberraschung gespendet.

Spannende Blicke was wohl im Kalender war.

Spannende Blicke was wohl im Kalender war.

Die Klasse 4b freut sich jeden Tag auf das Öffnen des Buchadventkalenders. Fotos: privat

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  • Roman Bermel: Hallo Julia. Du hast vollkommen recht. Ich habe lange bei euch gearbeitet und bin auch heute noch in der Grundschule unterstützend tätig. Ich kann nicht feststellen, dass weniger Unterstützung notwendig ist, eher das Gegenteil ist der Fall.
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