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Weihnachtliche Stimmung in Kempenich

Budenzauber im winterlichen Ambiente

04.12.2017 - 16:43

Kempenich. Dank des tatkräftigen Einsatzes seiner Gemeindearbeiter Klaus Bell, Norbert Porz, Marcel Diezler und mit der Unterstützung durch Hubert Gros hatte sich Kempenichs Bahnhofsplatz über Nacht in einen schönen kleinen Weihnachtsmarkt mit hübsch geschmückten Buden verwandelt. Auch der Schnee trug zum winterlich-weihnachtlichen Ambiente rund um den Budenzauber bei.

Dass Kempenich seinen Weihnachtsmarkt traditionell am Samstag vor dem 1. Adventssonntag feiert, hat gute Gründe. Erfahrungsgemäß sorgt ein früher Wintereinbruch um diese Zeit regelmäßig für eine schöne winterliche Stimmung rund um den beleuchteten Tannenbaum. Für die Möhnen, die Glühwein ausschenkten, bot die kalte Witterung optimale Voraussetzungen für den Verkauf des begehrten Heiß-Getränks, das in zwei schmackhaften Varianten angeboten wurde: zubereitet mit Rot- oder Weißwein. Auch der Förderverein der Wolfcraft Kita, der im Bahnhof Besucher mit heißem Kaffee und frischem, selbstgebackenem Kuchen versorgte, hatte dank der Kälte immer zu tun, denn heißer Kaffee und selbst gebackener Kuchen waren ebenfalls gefragt. So schaute auch der Nikolaus mal rein, als es ihm draußen zu kalt geworden war. Aber er kam nicht mit leeren Taschen, sondern brachte den braven Besuchern, die sich bestens unterhielten und amüsierten, kleine Geschenke an den Tisch. Der zweite, gute Grund für den frühen Termin: Bevor sich die Kempenicher auf anderen Weihnachtsmärkten mit Schmuck-, Deko- und Geschenkartikeln eindecken, können sie ihre Weihnachtseinkäufe vor Ort machen und damit viel Gutes für ihr Dorf tun. Für die Vereine sind diese Einnahmen eine wichtige Finanzierungsquelle. Denn so lassen sich Projekte realisieren, für die in Zeiten notorisch klammer Kassen kein Geld zur Verfügung steht.

VG-Bürgermeister Johannes Bell war zur Eröffnung des kleinen Weihnachtsmarkts aus Spessart gekommen, um gemeinsam mit Kempenichs Bürgermeister Stefan Friedsam die ersten Besucher in Empfang zu nehmen. Beide nutzten die Gelegenheit zum Gespräch und begaben sich ihrerseits mit ihren Familien auf Shoppingtour. Da boten die Strickfrauen Warmes wie Socken, Strümpfe, Schals, aber auch schöne Taschen an. Mit dem Verkaufserlös wollen sie wie schon in den letzten Jahren dörfliche Projekte unterstützen. Die Fördervereine der Grundschule, des katholischen Kindergartens und der Wolfcraft-Kita hatten ebenfalls viel Handwerkliches zu bieten: Baumschmuck, weihnachtliche Dekorationen, handgeschnitzte Engel und schön geschmückte Adventskränze. Zuweilen konnte man nur staunen, mit welchem Geschick der Nachwuchs an die künstlerische Gestaltung gegangen ist. Und man sollte den Hut ziehen vor dem Engagement der Erzieherinnen und Lehrerinnen, die die künstlerischen und handwerklichen Fähigkeiten der Kinder erkennen und wecken. Ein wichtiges Engagement leistet auch Olga Retterath mit ihren Herzkissen in den unterschiedlichsten Farben, Formen und Größen. Die Kempenicherin stellt ihre Arbeit in den Dienst der bundesweit aktiven Organisation Herzkissen Deutschland, die die Kissen Frauen zur Verfügung stellt, die an Brustkrebs erkrankt sind.

Für musikalische Unterhaltung sorgten das Duo „Pure Water“ und der MGV Kempenich, die die Besucher mit einem ganz unterschiedlichen Programm auf Weihnachten einstimmten. „Pure Water“ unterhielt die Besucher mit international bekannten Advents- und Weihnachtsliedern und stellte auch ein selbst komponiertes kritisches Weihnachtslied vor, der MGV zielte mit seinem Programm eindeutig auf die besinnlichen Gefühle der Zuhörer ab. Die kleinen Besucher nahmen`s gelassen zur Kenntnis, freuten sich aber deutlich mehr über Popcorn, Lebkuchenherzen und andere Süßwaren, die es auf dem Weihnachtsmarkt zu kaufen gab. Und natürlich wollten alle eine Runde auf dem schönen Kinderkarussell drehen. Da wich der ängstliche Blick mit jeder neuen Runde einem fröhlichen Strahlen aus glücklichen Kinderaugen.

Als die Kleinen längst im Bett und die Preise der Tombola übergeben waren , verlosch das Feuer langsam und die Buden schlossen für dieses Jahr wieder . Aber viele Besucher feierten noch lange im Bahnhof weiter. Damit ging ein schöner Tag in Kempenich zu Ende. Und es bleibt zu hoffen, dass mit dem erwirtschafteten Geld viele Projekte unterstützt werden können.

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Kommentare
06.12.2017 07:19 Uhr
Stefan Werle schrieb:

Leider vergessen:
Die Original-Goldbach Musikanten spielten erneut auf mit ihren Weihnachtliedern



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Georg Schäfer:
Völliger Stuß. Danzig, Breslau, Tilsit & Co. sind Jahrhunderte alt und haben ihre Namen schon lange vor dem Nationalsozialismus getragen. Im Übrigen gibt es auch deutsche Namen für Städte, die noch nie zu Deutschland gehört haben (z.B. "Mailand" für Milano, "Athen" für Athinas oder "Moskau" für Moskwa. Umgekehrte machen es die anderen mit deutschen Städten ja genauso (Munich, Francoforte, Dráždany ...). Wo bitteschön soll also das Problem sein? Was will der Mann? Die Erinnerung an die deutsche Geschichte Breslaus auslöschen und so tun, als ob es von jeher ein polnische Stadt gewesen wäre?
juergen mueller:
Liebe Frau Morassi, müssen Sie auch nicht, denn ich habe damit überhaupt kein Problem. Im Grunde genommen ist mir jeder Strassenname wurscht, Hauptsache, ich komme dahin, wo ich hin will. Was mir nicht wurscht ist, ist, wie penetrant einerseits manche Volksvertreter darauf bedacht sind, Dinge auszulöschen, die uns auf irgeneine Art u. Weise mit dem Nationalsozialismus, somit unserer Vergangenheit, in Verbindung bringen - andererseits aber wortstark dafür plädieren, dass wir diese Zeit mit ihren Greueltaten nie aus unserem Gedächtnis streichen dürfen. Gibt es nicht wichtigeres? Doch gibt es, scheint nur noch nicht bei jedem angekommen zu sein. Im übrigen, diese braune Vergangenheit ist nicht nur durch Strassenschilder präsent, sondern vor allem durch politische Institutionen auf zwei Beinen, um deren Austausch man sich Sorgen machen sollte. Das beschäftigt die Mehrheit der Menschen - keine Strassenschilder.
juergen mueller:
Den Sinn und Zweck dieser Sommerreise verstehe ich trotzdem nicht.Braucht es eine Rundreise,um die Probleme,mit denen Menschen im Hartz-IV-Bezug konfrontiert sind u.werden, kennenzulernen? Was den Behördendschungel u.unsere schwerfällige,sich immer nur an Vorschriften klammernde Bürokratie angeht,so müsste diese Ihnen,Frau Köbberling,wie mir auch,bekannt sein,ebenso wie die anderen Probleme,mit denen diese Menschen zu kämpfen haben.Ebenso das jahrzehntelang wissentlich vernachlässigte Problem von bezahlbarem Wohnraum/Sozialwohnungen.Und wie es Menschen geht,die von Hartz-IV leben (müssen),ganz einfach, leben Sie,Frau Köbberling einmal einen Monat davon,dann wissen Sie es.Wenn Sie allerdings diese PROBLEME bisher nicht kannten (bei all der Popularität,die diese im immerwährenden Zeitenwandel einnehmen),dann weiss ich nicht,für was Sie sich überhaupt interessieren.Dieses ewige "sich kümmern-sich dafür einsetzen-Unterstützung zusagen" ist reiner politischer Wortnebel u.nichts wert.
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