Heimerzheim feiert sich und die Narrenwelt
Bühne frei für Musik, Orden und Ehrungen
Swisttal-Heimerzheim. Musikalisch begleitet vom Tambourcorps Frei Weg Heimerzheim marschierten die Aktiven der Großen Heimerzheimer Karnevalsgesellschaft in die Aula der Georg-von-Boeselager-Sekundarschule ein. Auf der Bühne wurde es dann eng, noch dazu, als gleich nach der Begrüßung durch Präsident Werner Hahnenberg der Vertreter des Bundes Deutscher Karneval (BDK), Gottfried Gratzfeld, Orden für verdiente Karnevalisten überreichte. An der Spitze der Ausgezeichneten standen der Präsident selbst mit seiner Ehefrau Ute Hahnenberg. „Nicht nur für ihre 25 Jahre aktive Mitgliedschaft, sondern für das zielstrebige und erfolgreiche Engagement der Beiden ist der Orden in Gold mehr als gerechtfertigt“, so Gratzfeld in seiner Würdigung. Für zehnjährige aktive Mitgliedschaft wurden Ingeborg Meyer und Dieter Wilms mit dem Orden in Bronze ausgezeichnet.
Schirmherrin Ilka von Boese- lager würdigt Karnevalisten
Auf das große ehrenamtliche Engagement der Heimerzheimer Karnevalisten war auch die Schirmherrin der Prunksitzung, Ilka von Boeselager, in ihrem Grußwort eingegangen. Sie wies besonders darauf hin, dass die Gründung der Heimerzheimer Karnevalsgesellschaft vor 60 Jahren den Menschen in der Region wieder Mut und Hoffnung gegeben hat. Ohne den Einsatz der vielen begeisterten Karnevalisten wären Veranstaltungen wie diese Große Prunksitzung nicht möglich. Etwas wehmütig war Bürgermeister Eckhard Maack zumute, war es doch seine letzte Sitzungsteilnahme als Bürgermeister. Er wolle aber jeden Tag auskosten, dem ihm seine im Herbst ablaufende Amtszeit noch lasse. Zum Trost erhielt er von dem Präsidenten etwas, was es eigentlich noch gar nicht gibt. Eine Eintrittskarte für die Prunksitzung am 16. Januar 2016.
Nachdem der offizielle Teil nun beendet war, hatte das Warten auf das Dreigestirn ein Ende. Begleitet von der Ehrengarde zog das Dreigestirn in die Aula ein. Prinz Frank Johannes I. (Knepper), Bauer Godehard (Rupp) und Jungfrau Rita (Knepper) wurden mit Standig Ovations empfangen. Nicht nur „Strüßje“, auch Körbe voller Würste hatte das Dreigestirn mitgebracht.
Spitzenprogramm mit bekannten Karnevalsgrößen
Nach den Gardetänzen begann das Sitzungsprogramm. Den Auftakt machte der „Kölsche Schutzmann“ Hermann Mendt, der gefühlt seit Jahrzehnten die Säle mit seiner spitzen Zunge begeistert. Musikalisch wurde es dann jazzig. „Dä Engelbäät“, der bekannte Jazzmusiker Engelbert Wrobel, bot eine mitreißende Musikshow „Kölsche Tön met Saxofon“. Weitere Programmhöhepunkte waren „Die Kölsch Fraktion“, der Kabarettist „Knacki Deuser“ sowie die sechs Musiker der „Dröpkes“, die gekonnt Kölsch, Kult und Karneval zusammenbrachten.
In bester Feierlaune wurde es für die Jecken in der Aula noch eine lange Nacht.
Ob mit Wasser, Kölsch oder Wein, hier feiern die Jecken zusammen.
