Allgemeine Berichte | 22.05.2018

Informationsveranstaltung des Fördervereins Burg Wernerseck e.V.

Bürgerinformation zur Sanierung der Burg Wernerseck

Bauhistoriker Lorenz Frank erläutert seine neuen Erkenntnisse. privat

Ochtendung. Im Rahmen einer „Bürgerinformation“ gab Ortsbürgermeisterin Rita Hirsch, zusammen mit den, die laufende Sanierung der Burg Wernerseck begleitenden Fachleuten, einen umfassenden Einblick in die aktuellen Sanierungsarbeiten an der Burg Wernerseck, landläufig auch bekannt als „Keltersburg“. Nach Begrüßung der leider nur in geringer Zahl anwesenden Interessierten durch Rita Hirsch erläuterte Bürgermeister Maximilian Mumm Sinn und Zweck der Sanierungsmaßnahme und gab einige Erläuterungen zum geplanten touristischen Konzept. Aus Sicht der Fördervereins Burg Wernerseck stellte Günther Gries die laufende Sanierung in den Kontext mit den erfolgten Sanierungsmaßnahmen in den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts und in den Jahren 2004 bis 2006 und bedankte sich in diesem Zusammenhang bei allen Sponsoren und Förderern der Burg (der Förderverein hat bislang über 25.000 Euro für die Sanierungsarbeiten angesammelt), besonders bei der Ortsgemeinde Ochtendung für die bereits erbrachten und noch zu erbringenden Investitionen. Er brachte allerdings auch sein großes Bedauern darüber zum Ausdruck, dass immer wieder irgendwelche „Idioten“ sinnlose Beschädigungen und Zerstörungen, sowohl an der historischen Substanz der Burg, als auch an den laufenden Bauarbeiten anrichten.

Lorenz Frank aus Mainz, baubegleitender Historiker und Bauforscher erklärte seine Arbeit im Laufe der Sanierungsmaßnahme und stellte auch schon einige neuere Erkenntnisse vor, so unter anderem die Tatsache, dass mit der Errichtung der Kernburg, hier insbesondere des Wohnturms, mit ziemlicher Sicherheit bereits 1362 begonnen wurde, also ca. 40 Jahre früher, als bisher angenommen. Damit wäre nicht Werner von Falkenstein, sondern sein Vorgänger auf dem Trierer Bischofsstuhl, Kuno von Falkenstein Initiator des Baues unserer Burg gewesen. Frank erhofft sich in Zuge der noch durchzuführenden Maßnahmen weitere Aufschlüsse und Erkenntnisse zur Absicherung der bauhistorischen Daten und Hintergründe.

Noch anstehende Sanierungsarbeiten

In die Technik der bereits abgeschlossenen Sanierungsarbeiten an der Ostmauer mit ihren flankierenden Rundtürmen und der in diesem Jahr anstehenden Arbeiten an Süd- und Nordmauer, Südwestturm und Torbauwerk gab Bauingenieur Peter Schmitt einen detaillierten Einblick und zeigte den Weg von Demontage der schadhaften Mauerteile hin zur fertig restaurierten Mauerkrone und nunmehr wieder intakten Wehrmauer. Der für die Steuerung der Instandsetzungsmaßnahme hinsichtlich Kosten, Termine und ist Ablauf verantwortliche Projektmanager, Thorsten Heidrich, gab Auskunft über den derzeitigen Kostenstand sowie über den zeitlichen Ablauf der noch anstehenden Arbeiten und wies - nicht ohne Stolz - darauf hin, dass das Projekt-Team es geschafft hat, mit dem zur Verfügung stehenden finanziellen Budget - der Ochtendunger Gemeinderat hat ja bekanntermaßen die finanzielle Eigenbeteiligung auf 150.000 Euro begrenzt - das damit angedachte Programm auch, ohne Mehrkosten zu realisieren.

Mit nicht allzu hohen Mehrmittel könne das Sanierungsprogramm im dritten Bauabschnitt, der für 2019 vorgesehen ist, sinnvoll erweitert werden, zumal dann auch zur Verfügung stehende Fördermittel des Landes noch abgerufen werden könnten.

Nach fast anderthalb Stunden Information am laufenden Band konnte Bürgermeisterin Rita Hirsch eine sehr interessante und aufschlussreiche Veranstaltung schließen, die sicherlich ein größeres Publikum verdient gehabt hätte.

Bauhistoriker Lorenz Frank erläutert seine neuen Erkenntnisse. Foto: privat

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