Bürgermeister Holger Jung übergibt die ersten Ehrenamtskarten in Meckenheim
Bürgerschaftliches Engagement ist vielfältig und herausragend zugleich
Fünf langjährige und verdiente Ehrenamtler nahmen die Ehrenamtskarten
samt Urkunde und Anstecknadel bei einer coronagerechten Feierstunde im Ratssaal entgegen
Meckenheim. Die ersten Ehrenamtskarten der Stadt Meckenheim übergab jetzt Bürgermeister Holger Jung (CDU) an fünf langjährige und engagierte Ehrenamtliche. In einer kleinen, coronagerechten Feierstunde im Ratssaal nahmen Marianne Mickley vom Verein für Nachbarschaftshilfe „Kaleidoskop“, Sandra Schüller von der Stadt-Garde Meckenheim, Adina Klein vom Pfadfinderstamm „Swabidua“, Stefanie Kolzem vom SV Rot-Weiß Merl sowie Horst Westermann von der Tafel Rheinbach-Meckenheim die Ehrenamtskarte samt Urkunde und Anstecknadel entgegen. „Das bürgerschaftliche Engagement in der Apfelstadt ist vielfältig und herausragend zugleich“, lobte Jung die ersten fünf Besitzer der Ehrenamtskarte. Die Stadt würdige damit Menschen, die sich in ihrer Freizeit in überdurchschnittlichem Umfang ehrenamtlich für das Gemeinwohl einsetzen, sie hielten dadurch ein kleines Dankeschön zurück. Jung machte aber auch deutlich, dass Ehrenamt zwar einerseits mitunter überaus anstrengend sein könne, auf der anderen Seite aber eine sehr erfüllende Beschäftigung. Mit der Karte im Scheckkartenformat kommen die Besitzer jedenfalls in den Genuss von Vergünstigungen, Rabatten und Sonderaktionen in vielen Bereichen. So haben sich allein in Meckenheim 23 Partnerunternehmen dazu bereit erklärt, den Besitzern der Ehrenamtskarte Vergünstigungen unterschiedlicher Art zu gewähren. Doch sie gilt nicht nur in Meckenheim, sondern in ganz Nordrhein-Westfalen, wo mehr als 4800 Vergünstigungen auf die Ehrenamtlichen warten. Und natürlich können auch Ehrenamtskarten-Inhaber aus anderen Kommunen die Angebote der Meckenheimer Partner nutzen.
Die Ehrenamtskarte mit einer begrenzten Laufzeit von zwei Jahren kann im Meckenheimer Rathaus beantragt werden. Entsprechende Vordrucke gibt es auf der Homepage der Stadt www.meckenheim.de, wo auch ein aktuelles Verzeichnis aller beteiligten Betriebe zu finden ist. Anspruchsberechtigte Personen, die mindestens 5 Stunden pro Woche oder 250 Stunden im Jahr ehrenamtlich tätig sind. Der Nachweis erfolgt auf einem Mustervordruck durch Bestätigung der jeweiligen Einrichtung oder des jeweiligen Vereins. Die Ehrenamtskarte kann nur von Personen beantragt werden, die für ihr Engagement keine finanziellen Zuwendungen in Form von Aufwandsentschädigungen erhalten. Ausgenommen davon sind Kostenerstattungen wie beispielsweise Fahrtkostenersatz. Auch muss die ehrenamtliche Tätigkeit seit mindestens einem Jahr ausgeübt werden.
In Meckenheim haben bislang 31 Personen einen Antrag auf die Ehrenamtskarte gestellt. „Eine funktionierende Stadtgesellschaft ist ohne unsere ehrenamtliche, ohne ihr vielfältiges Engagement in Vereinen, Kirchen, sozialen und kulturellen Einrichtungen sowie in Interessengruppen, aber auch im Alltag nicht möglich“, wusste der Bürgermeister. Darum sei es ihm eine besondere Herzensangelegenheit, deren Leistung entsprechend zu würdigen und den engagierten Bürgern ein kleines Dankeschön zurückzugeben. Der Stadtrat sehe das ebenso und habe als Ausdruck der Wertschätzung und Anerkennung in seiner Sitzung vom 9. Dezember 2020 entschieden, die Ehrenamtskarte NRW in Meckenheim zum 1. März 2021 einzuführen. Zuständig im Rathaus ist Bettina Hihn von der Stabsstelle Demographie und Ehrenamt. JOST
Bürgermeister Holger Jung (Dritter von links) und Bettina Hihn (Zweite von rechts) übergab die ersten fünf Ehrenamtskarten an (von links) Sandra Schüller von der Stadt-Garde Meckenheim, Marianne Mickley vom Verein für Nachbarschaftshilfe „Kaleidoskop“, Horst Westermann von der Tafel Rheinbach-Meckenheim, Adina Klein vom Pfadfinderstamm „Swabidua“ und Stefanie Kolzem vom SV Rot-Weiß Merl. Foto: Jost
