Allgemeine Berichte | 16.06.2025

Bürgerverein Meckenheim reiste in Polens Süden

Gruppenfoto im Schlosspark der ehemaligen Residenz des Prinzen Wilhelm von Hohenzollern in Karpniki. Foto: privat

Meckenheim. Am 04. Juni machten sich 25 Mitglieder und Freunde des Bürgervereins Meckenheim auf, um Polens Süden zu erkunden.

Auf der Hinreise begeisterte ein Stadtrundgang durch Görlitz mit dessen historischem Altstadtkern, mit verwinkelten Gassen, reich verzierten Fassaden, und den weiträumigen, für die ehemalige Tuchmacherstadt typischen Hallenhäusern, massiven Befestigungs- und Wehranlagen und ehrwürdigen Kirchen.

Görlitz zeigte seinen Charme aber auch mit charaktervollen Straßen und Plätzen des 19. Jahrhunderts in einer geschlossenen Wohnviertelbebauung, wie sie kaum wieder in Deutschland anzutreffen ist. Jugendstilbauten mit reizvollen Details sind ein Ausdruck der wechselvollen Geschichte von Görlitz.

Auf dem Weg nach Breslau waren zwei 2 UNESCO Bauwerke zu besuchen, die Friedenskirche in Jauer (Jawor) „Zum Heiligen Geist“ und die Friedenskirche „Zur Heiligen Dreifaltigkeit“ in Schweidnitz (Swidnica). Sie gehören zu den größten sakralen Fachwerkbauten in Europa. Im Westfälischen Frieden wurden diese den Lutheranern nach dem 30-jährigen Krieg zugestanden. Dafür mussten die Erbauer harte Baubedingungen hinnehmen: Bau binnen eines Jahres außerhalb der Stadtmauern ohne Turm und Glocke, und nur Stroh, Holz und Lehm als Baumaterial. Von außen somit eher schlicht gestaltet, ist das Innere in prächtigem Barock gehalten. Wenn man vor der Kirche steht, kann man nicht erahnen, dass sie bis zu 5500 Besucher (Jauer) bzw. 7500 Besucher (Swidnica) fassen.

In Breslau folgte die Besichtigung der Dominsel und der Altstadt. Die Dominsel (Ostrow Tumski) ist der älteste Stadtteil – hier begann die Geschichte Breslaus. Als die Stadt zu einem Bistum geworden ist, wurde hier die erste Kirche gebaut. Einer der imposantesten Sakralbauten ist der gotische Dom St. Johannes mit seinen zwei Türmen. Die Bezeichnung Insel trifft seit dem 19. Jahrhundert nicht mehr zu. Die Breslauer Bürger ließen den nördlichen Arm der Oder zuschütten - seitdem ist die Dominsel keine Insel mehr. Die Altstadt ist liebevoll restauriert mit dem Rathaus und den schönen Häusern rund um den Platz.

Die Jahrhunderthalle ist aufgrund ihrer damals spektakulären Bauweise aus Stahlbeton mit einer Kuppel mit freier Spannweite von 65 m Durchmesser sehr imposant, sie steht auf der Liste des UNESCO-Welterbes.

Die Weiterfahrt nach Krakau führte über Tschenstochau, nicht nur für Gläubige ein Muss. Beeindruckend ist die große Klosteranlage, die Mönche leben hier wie in einer eigenen Kleinstadt. Das Bild der „Schwarzen Madonna“ wird von Besuchern aus der ganzen Welt verehrt und ist zentraler Punkt in der Gnadenkapelle.

In Krakau ist der Wawelhügel und die Altstadt ein absolutes Muss! Über fünfhundert Jahre lang war der Wawel Sitz der polnischen Monarchen. In der Wawel-Kathedrale fanden bis ins 18. Jahrhundert die Krönungsfeierlichkeiten der Könige statt. Hier fanden sie auch die letzte Ruhestätte. Aus diesem Grund hat die Kathedrale bis heute eine sehr große Bedeutung.

Mitten in Krakau liegt der Stadtteil Kazimierz. Synagogen und hebräische Aufschriften bestimmen das Straßenbild und erzählen von der prägenden jüdischen Vergangenheit der Stadt. Kazimierz zählt zu den bedeutendsten Orten jüdischer Kultur Europas.

Das Salzbergwerk Wieliczka ist eines der ältesten (13.Jh) bis heute im Betrieb befindlichen Bergwerke in der ganzen Welt. Die Bergleute meißelten aus Salz zahllose „gute Geister“, die ihnen in der Dunkelheit Trost spendeten.

Auf dem Weg nach Zakopane hielten wir in Chocholow, einem in traditioneller Holzbauweise gebauten Goralendorf, in dem die typische Holzarchitektur noch sehr gut erhalten ist. Die Blockhäuser aus großen Kiefernstämmen stammen aus dem 18. und 19. Jahrhundert.

Besonders sehenswert in Zakopane ist die „Villa zu den Tannen“, ein repräsentatives Beispiel des „Zakopanestils“.

Eine Floßfahrt auf dem Fluss Dunajec bot wunderschöne Blicke auf die eindrucksvolle Bergwelt. An seiner spektakulärsten Stelle durchbricht eine bis zu 500 m tiefe Schlucht das Gebirge mit seinen fast senkrechten weißen Felswänden.

Auf dem Weg ins Riesengebirge war die sehenswerte Altstadt von Oppeln zu besichtigen.

Im Riesengebirge folgte ein Tag ganz im Zeichen des Adels, die Gruppe: besuchte die einstigen Domizile bekannter Adelsfamilien, Jannowitz (Janowice Wielkie), Fischbach (Karpniki). Schloss Lomnitz (Lomnica) und Stonsdorf (Staniszow), das jahrhundertelang der Familie von Reuss gehörte.

Einhelliges Urteil der Teilnehmer: Eine wundervolle Reise!

Gruppenfoto im Schlosspark der ehemaligen Residenz des Prinzen Wilhelm von Hohenzollern in Karpniki. Foto: privat

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