Swisttaler Kunstprojekt startete an der Odendorfer Grundschule
Bunte Vielfalt soll Umgebung bereichern
Odendorf. Die Gemeinde Swisttal hatte aus besonderem Grund zu einem Pressetermin in die offene Ganztagsschule in Odendorf geladen. Mit dabei waren unter anderem die Projektleiter Uschi Spaleck und Ute Kerstermann-Gockel, das Künstlerehepaar Knut und Ingrid Reinhardt, Schulleiter Christian Kaiser und Bürgermeisterin Petra Kalkbrenner. Außerdem drei Kinder, die mit ihren Zeichnungen zu dem an der Schule angebrachten Bild beigetragen hatten. Das Gespräch moderierte Janine Kunze von der Gemeindeverwaltung.
Dem Swisttaler Künstler Knut Reinhardt, der auch Ratsmitglied ist, und seiner Frau war es wichtig, Kunst in der Gemeinde nach außen sichtbar zu machen. Von ihnen wurde das „Projekt ART4Swisttal“ initiiert.
Zum Start des Projekts hat der Bauhof der Gemeinde ein großformatiges Kunstwerk an einer Außenwand der Grundschule am Zehnthof in Odendorf angebracht. Um dieses Projekt fortzuführen, soll das nächste Kunstwerk am Rathaus der Gemeinde Swisttal angebracht werden.
Mit dem Künstlerteam „robART“, dem Ehepaar Knut und Ingrid Reinhardt, haben 19 Kinder der Schule am Zehnthof unter Anleitung von Ute Kerstermann-Gockel, Mitarbeiterin der offenen Ganztagsschule, nachmittags in einer kreativen Arbeitsgemeinschaft ein Kunstprojekt zur Verschönerung der Schule umgesetzt. Die Blumen und Pflanzenbilder wurden zu einem Kunstwerk zusammen gefügt und stehen für die Vielfalt in der Grundschule. Die Kinder haben fast drei Tage an dem Kunstwerk gearbeitet.
„Die Kinder haben mit ihren wunderschönen, kreativen Bildern dazu beigetragen, das Schulgebäude zu verschönern. Für die Initiierung und Förderung des Projekts ‚ART4Swisttal‘ danke ich dem Künstlerteam ‚robART‘. Das Bild an der Schule ist anziehend mit dem vielen Grün. Die Leute bleiben stehen und bewundern das Werk mit großem Interesse“, erklärte Bürgermeisterin Petra Kalkbrenner.
Kunst als pädagogisches Mittel
Initiator Knut Reinhardt führte aus: „Diese künstlerischen Arbeiten stärken das Selbstbewusstsein der Schüler. Es macht die Kinder stark, denn sie sind ein Teil dieser Schule und werden es nicht vergessen. Jetzt werden weitere Künstler aus Swisttal gesucht, die sich an diesem Projekt beteiligen wollen.“
Man plane auch, durch Roboter Kunstwerke erstellen zu lassen. Diese Roboter gebe es bereits. Mehr Information gibt es unter www. robART.de
Weitere Fassaden gesucht
Es sollen möglichst viele öffentliche und auch private Gebäude in diese Idee einbezogen werden. Die Kunstwerke werden auf entsprechend große Planen gedruckt, sodass an den Gebäuden kein Schaden entsteht. Auf Wunsch könne aber auch ein Gebäude direkt mit einem Kunstwerk nach Absprache bemalt werden.
„Mit der Zeit sollte so eine bunte Vielfalt der Swisttaler Kunst die Umgebung bereichern, damit sich die Menschen wohlfühlen. Hierzu brauchen wir Unterstützung, Gebäudeflächen und Kunstwerke. Die Anschubfinanzierung steht. Wir werden eine Stiftung mit dem Namen ‚ART4Swisttal‘ gründen, um auch steuerlich begünstigt Spenden entgegennehmen zu können“, erklärte Reinhardt.
Der Schulleiter der Odendorfer Grundschule, Christian Kaiser, bemerkte: „Wir hatten uns überlegt: Wie kann unsere Schule schöner werden? Es wurde schon der Schulhofboden bunt mit Spielen bemalt. Doch durch Vandalismus wurden auch Teile des Schulhofs in Mitleidenschaft gezogen. Es ist auch geplant, die Wände auf dem Schulhof durch die Kinder bemalen zu lassen. Wir begrüßen und unterstützen gerne das Projekt des Ehepaars Reinhardt.“
Für die Präsentation weiterer Bilder werden in den Swisttaler Ortschaften noch Wände privater wie auch gewerblicher Hauseigentümer gesucht. Interessierte können Knut Reinhardt gern per E-Mail an email@knutreinhardt.de kontaktieren. Auch Künstler aus Swisttal oder Sponsoren können sich melden. Jede Unterstützung wird dankend angenommen.
Sie stellten das Projekt in Odendorf vor (v. l.): Schulleiter Christian Kaiser, Ute Spaleck, Janine Kunze, Bürgermeisterin Petra Kalbrenner und Knut Reinhardt.
