Veilchendienstag in Arzbach
Bunter Karnevalsumzug lockte mehrere hunderte Besucher an
Arzbach. Während in den Hochburgen der Straßenkarneval seine Umzüge am Rosenmontag hat, hatte der kleine Ort im Westerwald Arzbach seinen Höhepunkt am Veilchendienstag. Der Karnevalsverein „Weiß-Blau“ Arzbach (KVA) war auch in diesem Jahr wieder Veranstalter des tollen bunten Umzuges, mit vielen Fußgruppen, Musikkapellen und fantasievollen Wagen.
Das Motto der diesjährigen fünften Jahreszeit in Arzbach lautete „Heidewitzka, Herr Kapitän, Orzbächer Fassenacht es scheen“.
Diesem Motto wurde der Umzug auch voll gerecht. Was leider nicht gerecht war, dass es Petrus mit den Westerwälder Narren nicht gut meinte. Startete der Umzug auf der Hauptstraße noch bei trockenem Wetter, regnete es eine halbe Stunde später unaufhörlich.
Dies war aber kein Grund für die Narren, sich die „Fröhlichkeit“ vermiesen zu lassen.
Hunderte Besucher säumte die Zugstrecke. Unter ihnen natürlich viele Kinder mit großen Taschen, um diese mit Naschwerk zu füllen. Arzbach ist weit über die Grenzen bekannt für seinen tollen Umzug und die Großzügigkeit an Wurfmaterialien. An die Kleinsten wird steht’s gedacht und es sogleich in den Beutel gepackt.
Neben eigenen Gruppen und Wagen, allen voran, wenn auch als letzte Zugnummern, das Kinderprinzenpaar Katharina I. von Auswärts (Lehmler) und Janis I. (Englert) sowie das „Narrenschiff des Herrenelferates des KVA“. Die freundlichen Piraten aus Welschneudorf waren mit einem tollen Piratenschiff auf Beutefang, unterstützt von den Piraten aus Kandenbach mit Garde, Elferrat und Möhnen. Die „Lady Kracher“ mit „Kölsche Tön“, sowie die „Backesbiester“ in tollen Kostümen. Überhaupt waren der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Der Förster mit seinen „Rehlein“ und dem Hochsitz, die „Entelein vom Titicacasee“, die „kleine Raupe Nimmersatt“, die „bunten Quallen“ aus dem Meer. Die farbenfrohe Welt des Zirkus mit den Löwenkindern, der Reitverein Kemmenau und auch der „Bauer Ben“ mit seinen Tieren waren auf den Straßen von Arzbach zu bestaunen.
Ebenfalls eine Formation aus Arzbach (KVA) das zweite Amazonencorps mit Chearleadern, die meinten, dass „American Football zu mehr Hässlichkeit“ verhelfen kann.
Als lebendige „bunte Zucker-Torten“ machte der Kirchenchor „Cäcilia“ auf den bevorstehenden 125. Geburtstag des Vereins aufmerksam.
Eine gelungene Werbung für das bevorstehende Jubiläumskonzert am 11. Juni in der Limeshalle. Die Arzbacher Möhnen präsentierten sich in tollen Kostümen als „blutrünstige Vampire“ und einem aufwendig gebauten Wagen mit dem Grafen Dracula, der sich in seinem Sarg in der Gruft bewegte.
Für musikalische Stimmung sorgten die Musikkapellen des MV Edelweiß Arzbach und die roten Husaren aus Bad Ems.
Ein wenig Politik durfte natürlich auch nicht fehlen und so freut sich Arzbach über die Spenden von dem früheren Limburger Bischof Tebartz-van Elst für den Bau einer Kapelle am Limes „Jetzt honn mir och en Kapell“.
