Martinszug in Rheinbach

Bunter Lichte erhellten die Straßen

20.11.2019 - 09:35

Ein Bericht von Alfred Eich

Rheinbach. In den vergangenen Wochen starteten die Martinszüge rund um Rheinbach. Hoch zu Ross riet der St. Martin an der Spitze der Martinszüge. So auch in der Kernstadt Rheinbach, wo der 110. Martinszug durch die Stadt zog und ab Einbruch der Dunkelheit ein buntes Bild bot.

An der Spitze als St. Martin, Jürgen Esser von der Freiwilligen Feuerwehr Rheinbach, der diesen Umzug durch die Stadt seit Jahren anführt. Begleitet wurde er von den Fackelträgern der Rheinbacher Jugendfeuerwehr.

Schulklassen der Gemeinschaftsgrundschule Sürster Weg, der Kath. Grundschule Bachstr., der Gesamtschule Rheinbach, des Städtischen Gymnasiums und des Erzbischöflichen Gymnasiums zogen mit ihren prächtigen, selbstgebastelten bunten Fackeln durch die Straßen von Rheinbach.

Bereits am Vormittag des Umzuges besuchte der St. Martin traditionell zwölf Kindergärten in der Rheinbacher Innenstadt. Am Nachmittag stand der Besuch von drei Seniorenheimen sowie von zwei Wohnheimen für Menschen mit Behinderung an.

Ein riesiges Martinsfeuer erwartete die Zugteilnehmer auf dem Prümer Wall, von welchem der Zug auch gestartet war. Über 4500 Martinswecken wurden von St. Martin und den Helfern der Feuerwehr an die Kinder verteilt.

Überschattet wurde die Veranstaltung durch die Meldung an den Löschzug 1, dass jemand in betrügerischer Absicht Lose für eine Martinsverlosung verkauft hätte, die es nicht gibt. Dies veranlasste den Chef der Rheinbacher Feuerwehr, Laurenz Kreuser zu Beginn des Zuges, über Mikrofon eine Warnung durchzugeben.

„Es ist nicht hinzunehmen, dass durch solche Ereignisse der Ruf der Kameradinnen und Kameraden unserer Feuerwehr geschädigt wird. Wir haben alle Hebel in Bewegung gesetzt, um die Angelegenheit mit der Polizei sobald wie möglich zu klären“, erklärte Laurenz Kreuser.

Der Löschzug Rheinbach, der für die Organisation und Durchführung des Rheinbacher Martinszuges verantwortlich ist, erhielt zwei großzügige Einzelspenden: Der Sozialfonds der SPD Rheinbach spendete 500 Euro für die Brauchtumspflege. Und am Tag des Martinszuges konnte der Rheinbacher Sankt Martin, dargestellt von Jürgen Esser, gemeinsam mit Löschzugführer Thomas Gundlach eine Spende des Ehepaars Marlie und Günther Ruland persönlich in Empfang nehmen.

Auch in diesem Jahr war die Spendenbereitschaft der Rheinbacherinnen und Rheinbacher wieder hoch. „Wir sind jedes Jahr sehr erfreut und dankbar, dass die Rheinbacher Bürgerinnen und Bürger durch ihre Spenden das Brauchtum unterstützen!“, so Thomas Gundlach, der als Kassierer für die Spendensammlung verantwortlich ist. „Ohne die vielen kleinen und großen Spenden wäre die Finanzierung des Martinszugs mit den Musikkapellen und die Ausgabe der Wecken nicht möglich.“

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Kommentare
Patrick Baum:
@Antje Schulz, es ist völlig richtig, daß in der AfD Rheinland-Pfalz das Chaos herrscht. Nicht ohne Grund liegt die AfD in Rheinland-Pfalz in den aktuellen Umfragen zur Landtagswahl zum Glück deutlich unter ihrem Wahlergebnis von 2016. Der Grund dafür liegt in der katastrophalen Arbeit des AfD-Landesvorstands um die Führungspersonen Michael Frisch und Jan Bollinger. Inhaltlich hat die AfD Rheinland-Pfalz außer abstrusen Forderungen nichts zu bieten. Zum Leserkommentar von Natalie Bleck ist zu schreiben, daß diese auch eine AfD-Funktionärin ist. Sie ist auch die Ehefrau des AfD-Abgeordneten Andreas Bleck, der fast 20 Semester Semester erfolglos auf Lehramt studiert hat und jetzt ohne jeglichen Berufs- oder Studienabschluß im Bundestag sitzt.
Natalie Bleck:
Es nicht richtig, dass Herr Frisch die Maskenpflicht in Schulen befürwortet hat. Er sprach sich Ende April - als es noch deutlich weniger Daten zu Covid-19 gab - für eine Maskenpflicht im ÖPNV und beim Einkaufen aus. Und er hat kritisiert, dass die Landesregierung es versäumt hat, flächendeckend professionelle Schutzmasken für die Bevölkerung zu beschaffen. Und damit hat er Recht! Denn diese sind nun mal besser als selbstgenähte Baumwollmasken, wie erste Studien zeigen. Im Übrigen hatte die Regierung in den letzten Monaten ausreichend Zeit, Masken zu beschaffen und hat es wieder einmal versäumt.
Michael Friscg:
@Antje Schulz: Die Forderung nach einer Maskenpflicht stammt von Anfang März. Zu diesem Zeitpunkt war sie durchaus berechtigt. Und vor allem war sie auf professionelle Masken bezogen. Das, was die meisten Leute jetzt benutzen, wird auch von Experten als wenig bis gar nicht hilfreich bezeichnet. Heute sogar vom Präsidenten der Bundesärztekammer:https://www.welt.de/vermischtes/article218369132/Corona-Aerztepraesident-zweifelt-an-Alltagsmasken-Kritik-von-Lauterbach. (Link von der Redaktion entfernt) Hinzu kommt, dass das Tragen im Unterricht noch einmal eine ganz andere Frage ist. Denn es ist eine enorme Belastung für unsere Kinder, stundenlang mit einer Maske in der Schule sitzen zu müssen, obwohl nachgewiesen ist, dass die Schulen keine Infektionstreiber sind. Das grenzt an Körperverletzung! Den Widerspruch, den Sie zu konstruieren versuchen, gibt es jedenfalls definitiv nicht!
Gabriele Friedrich:
In Deutschland gibt es zumindest derzeit keinen Grund zum feiern. Es ist mir unbegreiflich, das die Leute nicht die Zeit nutzen um zu Hause mal was zu machen. Es gibt so viel zu tun ...packt es an und bleibt daheim. Egoismus schlägt irgendwann zurück, wenn die Feiernasen selber dran kommen und krank werden.

Kleiderhaus schließt

Gabriele Friedrich:
Das ist ja klar, die Leute bekommen nun die finanzielle Unterstützung im ALGII und können prima damit zu KiK und Co. Ich würde weiter sammeln für Obdachlose, der Winter kommt !!! Kindersachen kann man ja ebenso in Flüchtlingsunterkünften abgeben oder einschweißen und aufheben- das geht ja weiter und hört nicht "heute" auf.
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