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Pallottikirchenfest gefeiert

Buntes Programm für die ganze Familie

Am Sonntag gab es einen feierlichen Gottesdienst und eine besondere musikalische Lesung

27.08.2019 - 10:37

Vallendar. Am vergangen Sonntag fand rund um die Pallottikirche das diesjährige „Palottikirchenfest“ statt. Los ging es am Morgen mit einem gemeinsamen Gottesdienst mit Gästen aus Ruanda und Jugendlichen des Musikwochenendes „Rhythm is it“. Nach Ruanda verbindet das Haus Wasserburg (Palottinische Jugendbildungs gGmbH) der Verein „Inshuti e.V.“, welcher 2011 als Partnerschaftsverein gegründet wurde. Dieser Gründung ging die seit 2005 bereits bestehende vielseitige und innige Freundschaft zu der Gemeinde Matimba im Nordosten Ruandas voraus.

„Die Gäste aus Ruanda, die gerade in Haus Wasserburg zu einer gemeinsamen Fachtagung zu Besuch waren, gaben gemeinsam mit den jungen Teilnehmenden eines Musikworkshops von Haus Wasserburg eine beeindruckende Kostprobe des lebhaften ruandischen Gesangs zum Besten. Abschließend richtete Epimaque Murenzi, Präsident des Partnerschaft-Komitees aus Matimba, allen Gottesdienstteilnehmenden herzlichste Grüße von den Menschen aus Matimba aus und betonte noch einmal die enge Verbundenheit und Freundschaft zwischen den Menschen hier und dort“, so Melanie Gehenzig (Referentin für Politische Bildung und Öffentlichkeitsarbeit von Haus Wasserburg).

Die Jugendlichen des Musikwochenendes „Rhythm is it“, kamen im Haus Wasserburg zusammen. Jugendliche und junge erwachsene von 13 bis 26 Jahre trafen sich hier zum gemeinsamen Singen und Musikmachen zur Vorbereitung und Mitgestaltung des Gottesdienstes.

Im Anschluss an den Gottesdienst folgte ein buntes Programm vor der Kirche. Während eine Kletterwand und Kinderschminken, Schwedenschach, Riesen-Jenga und eine Jonglier-Kiste angeboten wurden oder man auch lustige Sommerhüte basteln konnte, informierte der Verein „Inshuti e.V.“ über seine Tätigkeit. Weiterhin konnte im Buch- und Weltladen gestöbert und eingekauft werden. Viele tolle Preise gab es bei der großen Tombola, deren Erlös der Jugendarbeit von Haus Wasserburg zugute kommt. Last but not least kam Zauberer „Smitti“ (Stefan Schmitz) zum Fest und verblüffte seine Zuschauer, die zum Beispiel bei Fadenspielen auch selbst mitmachen und ihr Geschick ausprobieren konnten. Im Foyer der Kirche konnte man sich zudem über das Thema „Nachhaltigkeit“ informieren. Hier wurden „17 Ziele der nachhaltigen Entwicklung“ an Schautafeln vorgestellt: „17 Ziele, die unsere Welt verändern“.

Leibliche Genüsse und erfrischende „Pilgergetränke“ sowie Kaffee und Kuchen wurden bei der starken Sommerhitze angeboten und fanden starken Absatz.


„Buntes Leben“


Der Abschluss des Festes war schließlich um 17 Uhr die musikalische Lesung „Buntes Leben“. In der Pallottikirche kamen verschiedene Gesprächspartner zum Thema „Flucht und Migration“ zu Wort und es gab verschiedene musikalische Beiträge.

Veranstaltet wurde diese Lesung von der Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen (ASF) Vallendar und moderiert von Sigrid Lemke-Westermeier. Diese stellte zunächst heraus, warum die Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer eine solche Veranstaltung durchführt: „Wir sagen es ist auch ein Frauenthema. Wir Frauen fühlen solidarisch mit den Frauen in den Kriegsgebieten und denken an unsere eigene Geschichte während und nach dem Weltkrieg zurück.“

Begrüßt wurden die Gäste auch von Zeynep Begen, der Vorsitzenden des Beirats für Migration und Integration im Kreis Mayen-Koblenz. Sie stellte den Beirat und sich selbst vor. Sie warb für die Teilnahme an den anstehenden Beiratswahlen. Migration sei in Deutschland schon immer ein Thema. Nach dem Zweiten Weltkrieg kamen Millionen Flüchtlingen nach Deutschland, später folgten die Gastarbeiter. „Deutschland ist das zweitbeliebteste Einwanderungsland weltweit nach den USA. Dabei gibt es nicht nur Flüchtlinge, man beachte die zahlreichen Ärzte, Pflegekräfte oder Facharbeiter. Diese wurden als Wirtschaftskraft Teil unseres Landes.“ Die Wahl zum Beirat für Migration und Integration findet am Sonntag, 27. Oktober, statt.


„Armut und Gesundheit in Deutschland“


Dr. Dr. Rahim Schmidt ist Hausarzt, Naturwissenschaftler, Landtagsabgeordneter a.D., Forschungspreisträger des deutschen Hausärzteverbandes Rheinland-Pfalz. Zudem ist er aber auch Arzt für wohnungslose Menschen und Zweiter Vorsitzender des Vereins „Armut und Gesundheit in Deutschland“. Er schilderte von seinen zahlreichen Tätigkeiten, beginnend von seinem eigen „Ankommen“ in Deutschland vor über 30 Jahren. Er ist vielfältig tätig und bietet mit einer „medizinischen Ambulanz ohne Grenzen“ des Vereins „Armut und Gesundheit“ soziale Beratungen und medizinische Sprechstunden in Einrichtungen der Wohnungslosenhilfe und Unterkünften für Geflüchtete an, mit einer rollenden Ambulanz werden wohnungslose Menschen auf der Straße aufgesucht und mit einem Wohnmobil vielfältige Angebote für Kinder und Jugendliche in benachteiligten Wohngebieten gestaltet. Ebenso bietet er Kindern und Jugendlichen einen Raum zur Förderung der Widerstandsfähigkeit und hilft Menschen in Rumänien und Kenia. Im Rahmen dieser Veranstaltung stellte er sein Buch „Interkulturelle Medizin und Kommunikation: Transkulturelle Kompetenz und Resilienz fördern die Integration“ vor.

Texterin und Komponistin Nicole Mercier berichtete über ihre Erfahrungen in der Flüchtlingshilfe und stellte einige ihrer Lieder vor. So zu Beginn den Song „1000 Spiegel“. Dazu erzählte sie die Geschichte, wie sich zwei Hunde in 1000 Spiegeln betrachten, der eine freundlich und zugewandt, der andere mehr als genervt, weil die scheinbar anderen 1000 Hunde immer die gleichen Bewegungen machen wie sie selbst. In der mitmenschlichen Kommunikation findet man dies wieder in dem Sprichwort „Wie man in den Wald hinein ruft, so schallt es heraus“. „Das hat ganz viel zu tun mit Selbstverantwortung und Mitverantwortung“, so Mercier.


Junge Musiker aus Syrien und Afghanistan


Lolaf Hasso aus Syrien und Abdul Basit Faizan aus Afghanistan berichteten von ihren persönlichen Erlebnissen zur Flucht, ihrem Weg nach Deutschland und der hiesigen Integration. Sie musizierten zudem auf Saz und Gitarre und sangen Lieder in ihrer Muttersprache beziehungsweise internationale Songs wie das „Halleluja“ von Leonard Cohen. Weitere bekannte Klänge, „Amazing Grace“, gab es von Hans Westermeier auf seinem Alphorn, wobei die Besucher der Lesung kräftig mitsangen.

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28.08.2019 12:22 Uhr
Sigrid Lemke-Westermeier

Richtigstellung :
Herr Dr. Dr. Rahim Schmidt ist der 2. Vorsitzende des Vereins "Armut und Gesundheit in Deutschland" und hat nicht während der Veranstaltung "Buntes Leben" behauptet, alle die Tätigkeiten des Vereins selbst auszuüben, außerdem war der Verein kein Gegenstand der Veranstaltung. Es wurde lediglich am Ende der Veranstaltung von der Moderatorin dazu aufgerufen, für diesen Verein und seine vielfältigen Hilfen zu spenden.



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Kommentare
Tobias S.:
Herr Schmidt, in welcher Welt leben Sie? Gehen Sie raus und schauen sich die Wälder an. Das die Fichten sterben sieht man von weiten. Ja ich weiß, Fichten gehören hier nicht hin und wurden ihrer Meinung nach nur aus Profitgier gepflanzt. Es sind aber die Laubbäume in Mischwäldern die massiv leiden. Buche, Eiche, Birke, Kirsche alle zeigen mittlerweile Schäden in den Kronen. Was mich wirklich erschreckt, es passiert nicht nur dort wo es wirklich zu trocken ist, Hänge des Rhein- und Ahrtals, sondern auch auch in der Nähe zu Flüssen. Hier sollte der Grundwasserspiegel für eine ausreichende Wasserversorgung ausreichen, trotzdem lichten sich die Kronen und man sieht vermehrt welke Zweige. Den Bäumen wird es wohl einfach zu warm... Also hören Sie auf Waldsterben, Klimawandel, Dürre als Lobbyismus zu bezeichnen.
Titus von Unhold:
Da hat mal wieder ein Spezialexperte keine Ahnung. Das "Waldsterben 1.0" konnte verhindert werden weil binnen fünf Jahren weltweit(!) bei allen Industrieanlagen Entschwefelungsanlagen nachgerüstet werden mussten.
S. Schmidt:
Es gab noch nicht einmal ein Waldsterben 1.0, immer dieser Lobbyismus, hier spricht nur die Gier nach noch mehr Steuergeld. Den Wäldern ginge es Prima, wäre diese nicht Gnadenlos auf Profit (Holzernten) ausgelegt. (Ur)-Wäldern machen Trockenzeiten und Schädlinge bedeutend weniger aus!
Jesko:
Bloß kein Stück zur Normalität zurückkehren und den Bürgern in den harten Zeiten etwas zum Thema Freizeit oder Unterhaltung bieten. Stattdessen Investoren Gespräche und neue Gewerbegebiete fordern. Wie man die CDU kennt und liebt. Lobbyarbeit vor Bürgerinteressen stellen.
Gabriele Friedrich:
Wenn der Mann eine Sauftour durch Melsbach gemacht hat, war er in Kneipen und man kennt sich.Also haben andere ihn auch fahren "lassen". Das ist heute kein Kavaliersdelikt mehr. Ein Taxi gerufen, Schlüssel abgenommen- so macht man das. Schön doof- trotzdem.
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