Gelungener Martinsmarkt in Adendorf
Buntes und Traditionelles im Glanz von Licht und Feuer
Zum neunten Male lockte das Ereignis Gäste von nah und fern
Wachtberg-Adendorf. Vom 10. bis 13. November zog der kleine Töpferort Adendorf Publikum von nah und fern in seinen Bann. Handarbeiten, Kulinarisches für Leib und Seele, ein Kinderkarussell und manches besondere, handwerklich kunstvoll geschaffene Kleinod erwarteten den Besucher.
Schon bei der Eröffnung am Donnerstagabend erlebten die Angereisten das erste Highlight dieser vier besonderen Tage. Der zweite Vorsitzende des Vereins Adendorfer Gewerbetreibender, Oliver Wolf, dankte den vielen fleißigen Helfern, die im Großen wie im Kleinen zum Gelingen der Veranstaltung beigetragen hatten, ebenso wie den Hauptsponsoren, der Enewa und der Volksbank Wachtberg eG. Auch die Bürgermeisterin, Renate Offergeld, lobte das Engagement all derer, ohne die solche Highlights im Drachenfelser Ländchen nicht möglich wären. Anschließend sorgte Konrad Beikircher als einer der beliebtesten Immigranten im Rheinland für manche Lacher, als er die unterschiedlichen Schwerpunkte des Humors quer durch Deutschland aufs Korn nahm.
Der mittlerweile überregional bekannte Markt mit vorweihnachtlichem Flair lockte zum neunten Male mehrere Tausend Menschen in den Ort mit dem historischen Kasseler Langofen. Nur wenige Tage im Jahr kann man diesen Ofen in Betrieb bewundern. Es handelt sich um den Nachbau eines traditionellen Töpferofens, der im Original seinerzeit 30-50 Kubikmeter fasste. Der kleine Nachbau auf dem Dorfplatz in Adendorf bietet zwar lediglich etwa zwei Kubikmeter Volumen, wärmte aber dafür mit seinem romantischen Feuer Hände, Füße und Nasen der Gäste.
Selbstverständlich boten die über fünfundvierzig Stände auf dem Dorfplatz und dem angrenzenden Dorfparkplatz auch manch Kulinarisches, das von innen wärmte. Traditioneller Punsch, natürlich auch alkoholfrei für Kinder, war ebenso vertreten wie fein abgeschmeckte Liköre, Schnäpse mit Sahne und Zimt und ähnlichen Leckereien. Als Grundlage für den Genuss dieser Getränke waren die Reibekuchen, fein gewürzten Pommes frites oder eine herzhafte Wurst vor Ort bestens geeignet.
Wie schon im ersten Jahr genossen die Besucher die einzigartige Atmosphäre, die nicht nur durch den historischen Langofen geprägt ist, sondern auch durch den offenen Feuerkorb, an dem sich die Besucher wärmen konnten. „Es ist ein bisschen wie Lagerfeueratmosphäre“, berichtete ein Vater, der mit seinem Kind auf den Knien vor dem Feuer saß. „So etwas findet man heutzutage kaum noch bei größeren Veranstaltungen.“
Die Veranstalter äußerten sich ebenfalls hochzufrieden über das, gemessen an der Größe des Ortes, riesige Event. Kleinere organisatorische Probleme habe man jederzeit schnell im Griff gehabt. Dank der straffen Organisation und der Tatsache, dass das gesamte Dorf hinter der Veranstaltung steht, habe alles beinahe perfekt funktioniert. Nicht nur das Eröffnungsprogramm, sondern auch eine regionale Mundartband sowie das kleine Kinderkarussell haben zum Gelingen beigetragen.
Das bereits bekannte Erscheinen des St. Martins am Samstagabend war schon von einer großen Kinderschar sehnsüchtig erwartet worden. Alles in allem schaue man auf eine gelungene Veranstaltung zurück und freut sich schon auf das nächste Jahr, in dem man kleine Holperer, die in diesem Jahr spontan gemeistert wurden, von vorneherein berücksichtigen will.
Wohlig warm wurde es den Gästen am offenen Feuerkorb auf dem Dorfplatz.
Auch die Kleinsten kamen auf dem Martinsmarkt mit vorweihnachtlichem Ambiente auf ihre Kosten. Fotos: -CEW-
