Kleine Füße, große Wirkung
Casa Feliz und Astrid-Lindgren-Schule starten Projekt „Gelbe Füße“ in Rheibrohl
Rheinbrohl. Rheinbrohl. Wie kommen Kinder sicher zur Schule und in die Kindertagesstätte? Diese zentrale Frage stand im Mittelpunkt eines Elterninformationsabends im Schulzentrum Rheinbrohl. Eingeladen hatten die Astrid-Lindgren-Schule gemeinsam mit der Kindertagesstätte Casa Feliz. Ziel der Veranstaltung war es, Eltern zu informieren, einzubinden und gemeinsam konkrete Maßnahmen für mehr Verkehrssicherheit zu entwickeln.
Schulleiterin Kerstin Doetsch (Astrid-Lindgren-Schule) führte durch den Abend und stellte gemeinsam mit Sylvia Bent, Leiterin der Casa Feliz, das Verkehrssicherheitsprojekt „Gelbe Füße“ vor. Unterstützt wird das Vorhaben durch die Verbandsgemeinde Bad Hönningen, vertreten durch Birgit Haas. Auch der Verbandsbürgermeister Jan Ermtraud nahm persönlich teil und unterstrich mit seiner Anwesenheit die hohe Bedeutung der angespannten Verkehrssituation rund um das Schulzentrum.
Das Projekt „Gelbe Füße“, initiiert von der Unfallkasse Rheinland-Pfalz, setzt auf einfache, aber wirkungsvolle Maßnahmen: Gelbe Fußabdrücke markieren sichere Wege und Überquerungsstellen im Straßenverkehr. Kinder erhalten dadurch eine klare visuelle Orientierung auf ihrem Schulweg. Dabei steht nicht der kürzeste, sondern der sicherste Weg im Fokus. Gleichzeitig werden Kinder frühzeitig für Gefahren sensibilisiert und in ihrer Selbstständigkeit gestärkt.
Ein zentraler Bestandteil der Umsetzung in Rheinbrohl war die aktive Beteiligung der Eltern. Über Schul- und Kita-Apps wurden Gefahrenstellen gemeldet und anschließend gemeinsam ausgewertet. Bei einer Begehung vor Ort analysierten Fachleute – darunter die Verkehrspolizistin Frau Prien sowie die Verkehrsobfrau für Grundschulen, Frau Winkelmann – die kritischen Punkte im Ort.
Besonders im Fokus stehen mehrere neuralgische Verkehrsknotenpunkte, darunter die Überquerungen der Arienhellerstraße sowie verschiedene Kreuzungsbereiche im Umfeld des Schulzentrums. Für diese Stellen wurden bereits konkrete Maßnahmen geplant: Neben dem Aufbringen der „Gelben Füße“ sind Geschwindigkeitsmessanlagen, Warnblinker, zusätzliche Straßenmarkierungen sowie sogenannte „Streetbuddies“ vorgesehen. Auch bauliche Lösungen und Gespräche mit Grundstückseigentümern sollen die Situation langfristig verbessern.
Unterstützt wurde der Abend zudem von weiteren Gästen aus dem Bildungsbereich: Frau Palm, Schulleiterin der Realschule Plus Römerwallschule, brachte zusätzliche Perspektiven ein und verdeutlichte die Bedeutung einer schulübergreifenden Zusammenarbeit. Hier wird man auch in den Austausch gehen, ob die älteren Schüler als Schülerlotsen ausgebildet werden und damit die jüngeren Mitglieder des Schulzentrums unterstützen können.
Der Blick richtet sich nun nach vorn: In den kommenden Wochen sollen die Maßnahmen schrittweise umgesetzt werden. Ergänzend sind Verkehrstrainings für Kinder sowie eine Projektwoche unter dem Motto „Schulweg-Helden – sicher und aktiv unterwegs“ geplant. Auch die Polizei kündigte an, punktuell Geschwindigkeitskontrollen durchzuführen.
Die Botschaft des Abends war eindeutig: Verkehrssicherheit ist eine Gemeinschaftsaufgabe. Nur durch das Zusammenspiel von Schule, Kita, Eltern, Kommune und Polizei kann ein sicherer Schulweg gelingen. Entsprechend groß war die Bereitschaft der Anwesenden, sich aktiv einzubringen – ganz im Sinne eines sicheren Starts für die jüngsten Verkehrsteilnehmer in Rheinbrohl.
Die Botschaft des Abends war eindeutig: Verkehrssicherheit ist eine Gemeinschaftsaufgabe.
