Allgemeine Berichte | 15.10.2018

VG-Bürgermeister Jörg Lempertz referierte beim Seniorentreffen von Pro Mendig

Chancen und Herausforderungen für eine lebendige Seniorenpolitik

VG-Bürgermeister Jörg Lempertz erlebte bei den Seniorinnen und Senioren mit seinem Vortrag eine durchweg positive Resonanz. -FRE-

Mendig. An jedem ersten und dritten Mittwoch eines Monats lädt der am 9. Juni 2017 gegründete Verein Pro Mendig e.V. zu einem Seniorentreff in das Haus am Lindenbaum 11 ein. In der jüngsten Veranstaltung begrüßte der 1. Vorsitzende von Pro Mendig, Karl Gunkel den Bürgermeister der VG-Mendig, Jörg Lempertz, der über das Thema „Chancen und Herausforderungen für eine lebendige Seniorenarbeit in der Verbandsgemeinde Mendig“ referierte. Außerdem begrüßte der 1. Vorsitzende des Vereins Markus Eiden, der sich den anwesenden ca. 40 Seniorinnen und Senioren als Senioren- und Behindertenbeauftragter (Pflegestrukturplanung) von der Kreisverwaltung Mayen-Koblenz vorstellte. Last, but not least begrüßte Karl Gunkel den Leiter der Koordinationsstelle für das am 11. Oktober gegründete Modellprojekt Seniorenfürsorge der VG Mendig, Stefan Hilger.

Den Wandel erkennen und handeln

Im Verlauf seines Vortrags stellte VG-Bürgermeister Lempertz das neue Projekt vor. Zunächst jedoch wies er darauf hin, dass in Zeiten des zunehmenden strukturellen Wandels des Arbeits- und Familienlebens das Zusammenleben mehrerer Generationen oder eine helfende Hand aus dem Familienkreis keine Selbstverständlichkeit mehr sind. „Das stellt das gesellschaftliche Leben vor die große Herausforderung, ein Netzwerk zu schaffen, das ein sorgenfreies Leben im Alter mit all´ den Facetten des Wohnens, Lebens, der Fürsorge und Pflege ermöglicht. Für dieses Netzwerk werden Personen aus der VG-Mendig gesucht, die auf ihre Mitmenschen im eigenen Umfeld zugehen- und im Dialog deren Bedürfnisse feststellen“, so Jörg Lempertz, der weiter ausführte: „Den Wandel erkennen und handeln: Das haben wir bereits gemeinsam im Bereich unserer Seniorenpolitik erfolgreich bewiesen. Als noch kaum jemand vom demografischen Wandel gesprochen hat, war es die Verbandsgemeinde Mendig, welche die Seniorenpolitik auf die Tagesordnung brachte. Es wurden ein Seniorensicherheitsberater und eine Seniorenservicestelle im Rathaus etabliert, Seniorenveranstaltungen und das Seniorentaxi auf den Weg gebracht, welches in kürzester Zeit bereits von 1000 Fahrgästen genutzt wurde. Das „rollende Rathaus“, das als fahrendes Bürgerbüro zu den älteren Mitbürgerinnen und Mitbürgern nach Hause kommt, ist eine weitere Säule der bürgerfreundlichen und modernen Verwaltung. Die Seniorenpolitik ist für mich eine Herzensangelegenheit, denn wir können denjenigen etwas zurückgeben, die in den vergangenen Jahrzehnten die Ärmel hochgekrempelt und angepackt haben“, so der VG- Bürgermeister, der darauf hinwies, dass das neue Netzwerk Hilfen koordiniert, die von der Freizeitgestaltung über ambulante Versorgung, finanzielle Hilfen, alltägliche Erledigungen bis hin zu einer stationären Einrichtung angefragt werden. Wörtlich sagte er: „Damit möchten wir den Senioren die mitunter schwierige Suche nach einem entsprechenden Ansprechpartner in der Not erleichtern. Im Übrigen werden von unserer Koordinierungsstelle in regelmäßigen Abständen Sprechzeiten angeboten, die sowohl im Mendiger Rathaus als auch in den Ortsgemeinden Rieden, Volkesfeld, Thür und Bell stattfinden.“

Jeder Verein, der helfen möchte, ist willkommen!

Auf die Frage von Karl Gunkel, wie der Verein „Pro Mendig“ sich in das Projekt einbringen könne, antwortete Lempertz: „Jeder Verein, der helfen möchte, ist uns herzlich willkommen. Wie ich sehe, gibt es in Ihrem Verein noch viele rüstige Senioren, die evtl. ihre Hilfe als Gesprächspartner für vereinsamte alte Menschen anbieten möchten.“

Zum Abschluss des Vortrages beantwortete VG-Bürgermeister Lempertz den interessierten Zuhörern Fragen zu Themen, wie Wohngemeinschaften, Nutzung des „Senioren-Taxi“ oder die Frage nach größeren Räumlichkeiten für den Seniorenkreis von Pro Mendig.

Ziel des Vereins Pro Mendig ist u.a., den älteren Herrschaften –auch denen mit einer geringen Rente- die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen oder sie bei der Realisierung eines selbstbestimmten aktiven Lebens zu unterstützen. Außer den regelmäßigen Seniorentreffen bietet der Verein ca. 52 mal im Jahr eine Bewegungsstunde/Gedächtnistraining im Rahmen der Landkreisinitiative „Bewegung in die Dörfer“ an, sowie alle 14 Tage Freitagsnachmittags einen Spaziergang in und Umgebung. Weitere Schwerpunktthemen des Vereins sind der Naturschutz sowie die Umwelt- und Landschaftspflege. FRE

Markus Eiden (Senioren- und Behindertenbeauftragter Kreis MYK - v.li.), Karl Gunkel (1. Vorsitzender Pro Mendig e.V.) und Stefan Hilger (Koordinator des Seniorenfürsorgeprojektes der VG Mendig).

Markus Eiden (Senioren- und Behindertenbeauftragter Kreis MYK - v.li.), Karl Gunkel (1. Vorsitzender Pro Mendig e.V.) und Stefan Hilger (Koordinator des Seniorenfürsorgeprojektes der VG Mendig).

Ca. 40 ältere Menschen waren beim jüngsten Seniorentreff im Haus am Lindenbaum zugegen.

Ca. 40 ältere Menschen waren beim jüngsten Seniorentreff im Haus am Lindenbaum zugegen.

VG-Bürgermeister Jörg Lempertz erlebte bei den Seniorinnen und Senioren mit seinem Vortrag eine durchweg positive Resonanz. Fotos: -FRE-

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