Allgemeine Berichte | 06.12.2022

Digitalen Lesungskalender von Rheinbach liest e.V.

Charles Dickens lässt von Rheinbach aus grüßen

Rheinbach. Auch in diesem Jahr gibt es einen digitalen Lesungskalender von Rheinbach liest e.V. 24 junge und alte VorleserInnen aus Rheinbach und der Region lesen auf dem Youtube-Kanal des Vereins zur Leseförderung jeden Tag eines der 24 Kapitel von Tobias Goldfarbs Kinderbuch „Das Weihnachtsgespenst“.

Kinder- und Jugendbuchautor Tobias Goldfarb, 1974 geboren als Tobias Bungter in Bonn, ist ein Bornheimer Junge. Der in diesem Jahr mit dem renommierten Rattenfänger-Literaturpreis ausgezeichnete Wahlberliner startet zurzeit richtig durch. Trotzdem vergisst er nicht, wo er herkommt. Als er mitbekam, dass Rheinbach liest sein Kinderbuch „Das Weihnachtsgespenst“ für den diesjährigen digitalen Adventskalender ausgewählt hatte, kümmerte er sich höchstpersönlich bei seinem Verlag arsEdition um die kostenfreie Online-Lizenz für eine Fortsetzungslesung.

Zum Konzept des digitalen Adventskalenders, den Rheinbach liest im Corona-Jahr 2020 zum ersten Mal durchführte, gehört, dass jedes Kapitel von einem anderen Vorleser bzw. einer anderen Vorleserin gestaltet wird. Kinder, Erwachsene, Familien und Prominente aus Rheinbacher Vereinen sowie der Geschäftswelt kommen gleichermaßen zum Zug. Abgebildet wird auf diese Weise eine Vielfalt der Vorlesekunst. „Das passt einfach ideal zu dem Vereinsnamen: Rheinbach liest“, findet Monika Flieger, 1. Vorsitzende und verantwortliche Koordinatorin des Projekts.

Mit dabei ist auch Sechstklässlerin Jule Winkler, die 2020 den Grundschulvorlesewettbewerb „Laut oder deutlich!“ gewann. Sie holte ihre Freundin Emma noch mit vor die Kamera, denn zu zweit macht das Aufnehmen eines Lesevideos noch mehr Spaß. Wer auf Youtube den Kanal von Rheinbach liest aufsucht, wird jeden Tag eine Überraschung erleben. Denn welche Rheinbacher Köpfe den Lauschenden nach der jeweiligen Freischaltung um 6 Uhr am Morgen jeweils gegenüber sitzen, wird zuvor streng geheimgehalten. Es sei aber verraten: Auch VHS-Leiterin Dr. Barbara Hausmanns, Gnadenkirchen-Kantorin Mascha Korn und der Feuerwehrnachwuchs stellen sich erstmals in den Dienst der guten Sache. Auch für die neuen SchulsiegerInnen des Bundesweiten Vorlesewettbewerbs wird ein „Türchen“ reserviert.

Die Geschichte vom Weihnachtsgespenst eignet sich für Kinder im Vor- und Grundschulalter. Aber auch Erwachsene dürften ihren Spaß daran haben, wie Tobias Goldfarb die alte Dickens-Geschichte vom Geist der Weihnacht, der den miesepetrigen Geizhals Ebenezer Scrooge bekehrt, über zwei liebenswerte neue Figuren mit der Gegenwart verknüpft. Da ist zum einen Bob, das „Gespenst in Ausbildung“, und zum anderen die schüchterne Sophie, die in ihrer Schule beim Weihnachtstheater den Scrooge spielen soll. „An Tobias Goldfarbs Weihnachtsgespenst gefiel uns die Mischung aus Humor und Spannung. Das Vorlesen macht einfach Spaß. Das Zuhören bestimmt auch“, versprechen Gerd Engel und Nicole Denke vom Rheinbach-Liest-Kalenderteam. Wer etwas verpasst hat oder später einsteigt, der kann die Videos bis zum Jahresende nachholen.

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