Allgemeine Berichte | 05.07.2016

Ein emotionaler Festakt mit erstklassigen Musikeinlagen in herrschaftlichem Ambiente

Chefdirigenten Raiskin verabschiedet

Eine emotional schöne Verabschiedung des Chefdirigenten des Staatsorchesters Rheinischen Philharmonie in Koblenz. Dr. Olaf Theisen (Intendant des Musik-Instituts Koblenz), Herbert Grohe (Vorsitzender der Freunde der Rheinischen Philharmonie), Prof. Dr. Konrad Wolf (Minister für Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur des Landes Rheinland-Pfalz), Daniel Raiskin (Chefdirigent des Staatsorchesters Rheinischen Philharmonie), Günter Müller-Rogalla (Intendant des Staatsorchesters Rheinische Philharmonie) und Oberbürgermeister Joachim Hofmann-Göttig. (v.l.). US

Koblenz. Nach elf Jahren erfolgreicher Arbeit als Chefdirigent des Staatsorchesters Rheinische Philharmonie verlässt nun Daniel Raiskin die Musikbühne in Koblenz. Verabschiedet wurde er nun in einem emotionalen Festakt im Kaisersaal des Koblenzer Schlosses, bei dem zahlreiche Gäste aus Gesellschaft und Kultur anwesend waren und gebührend „Auf Wiedersehen sagten“. „Eine Ära geht zu Ende, ein Dank für gute Jahre und die sehr professionelle Arbeit,“ so verabschiedete sich Günter Müller-Rogalla, Intendant des Staatsorchesters Rheinische Philharmonie von Raiskin, mit den besten Wünschen für den zukünftigen Werdegang und einem Dank für die vergangenen guten Jahre. In den Jahren seines Wirkens in Koblenz hat Daniel Raiskin gemeinsam mit der Rheinischen Philharmonie in der Stadt und in der Region, aber auch bundesweit und international immer wieder aufs Neue mit hervorragenden Konzerten die Zuhörer begeistern können. Dabei haben sich insbesondere seine kontinuierliche Arbeit mit dem Orchester sowie der stets vorhandene Wille, gemeinsam mit allen Beteiligten auf der Bühne nach großer musikalischer Aussagekraft zu streben, als Eckpunkt für sein intensives Arbeiten erwiesen. Prof. Dr. Konrad Wolf, Minister für Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur des Landes Rheinland-Pfalz, stellte in seiner Rede fest, dass das Schaffen Daniel Raiskin in Koblenz anderswo ein ganzes Leben gefüllt hätte. „Mit ihrer künstlerischen Persönlichkeit prägten sie das Orchester, die Konzerte des Musik-Instituts, das musikalische Leben in Koblenz und der Region und in unserem Land. Aus heutiger Sicht kann festgestellt werden, ihre Berufung als Chefdirigent der Rheinischen Philharmonie war ein besonderer Glücksfall“, so der Minister in seiner Verabschiedung.

Neue Hörerfahrungen

Mit seinem Programm ermöglichte Raiskin den Konzertbesucherinnen und –Besuchern neue Hörerfahrungen durch Aufführungen selten gespielter Werke und wenig beachteter Komponisten. Damit führte er das Publikum in bislang unbekannte Klangwelten, ohne das traditionell sinfonische Repertoire zu vernachlässigen. Von 2008 bis 2015 übernahm Raiskin auch die Position des Chefdirigenten bei der Artur-Rubinstein-Philharmonie in Lódz. Es ergab sich aber zu keiner Zeit der Eindruck einer Konkurrenzsituation, denn sein Engagement und seine Hingabe galt immer der Musik, dem jeweiligen Orchester und den von ihm dirigierten Werken. Der Festakt im Schloss wurde von verschiedenen Musikaufführungen würdig unterstrichen und auch hier zeigte sich bei Raiskin die Liebe zur Musik, denn bei jeder Darbietung ging er in der Musik mit und lebte sie mit ganzem Herzen selbst mit. Und dies sogar bei der „Kleinen Tischmusik“, denn hier musizierten die Musiker ausschließlich mit ganz normalen Holzlöffeln aus der Küche. Zusammen mit der Familie wurde Raiskin in Koblenz heimisch und hat hier seinen Lebensmittelpunkt gefunden, doch nun geht er zurück nach Amsterdam, denn hier hatte er bereits schon einmal 20 Jahre gelebt.

Bevor sich Raiskin dem Dirigat zugewandt hatte, zählte er zu den führenden Bratschisten Europas mit vielen Engagements als Solist und als Kammermusikpartner.

„Mit der Rheinischen Philharmonie gastierten sie in bedeutenden Kulturmetropolen wie etwa Mailand, Amsterdam, Antwerpen oder Salzburg und bewiesen damit, dass das Orchester auf höchstem Niveau konkurrenzfähig ist. Damit wurde auch unser Land ausgezeichnet“, erklärte Minister Wolf in seiner Rede.

Kompromissloser Kämpfer für die Kultur

Oberbürgermeister Joachim Hofmann-Göttig bezeichnete in seiner Rede Daniel Raiskin als einen kompromisslosen Kämpfer für die Kultur. „Sie haben uns gepackt, wie das Orchester auch, sie haben uns hochgradig emotionalisiert, weil sie Musik gelebt haben. Und dafür sage ich ein herzliches Wort des Dankeschön – wir wissen, was wir ihnen zu verdanken haben“, so der OB. Weitere Redner bei der Verabschiedung waren Herbert Grohe, Vorsitzender der Freunde der Rheinischen Philharmonie und Dr. Olaf Theisen, Intendant des Musik-Instituts Koblenz. Bewegende Worte in seiner Rede fand Andreas Stickel, Orchestervorstand des Staatsorchesters Rheinische Philharmonie. Er begann seine Rede mit einem Zitat: „Musik machen ist wie Rudern gegen den Strom ... sobald man aufhört, treibt man zurück...“. „In meinen Augen beschreibt dieser Satz eine wesentliche und bewundernswerte Fähigkeit von Daniel Raiskin. Beseelt, ja im positivsten aller Sinne besessen von Musik und dem Willen sie zu interpretieren ist er stets getrieben und auf der Suche nach neuen musikalischen Herausforderungen“, beschrieb Stickel den Chefdirigenten. Menschlichkeit und respektvoller Umgang im Führen eines großen Sinfonieorchesters ist der Schlüssel zu erfolgreichem Musizieren und gegenseitiger Inspiration, das hat Daniel Raiskin in vielen Situationen bewiesen, so Stickel in einer emotionalen Darstellung. Raiskin erinnerte in seiner Rede noch einmal an den Anfang seines Wirkens in Koblenz und an sein erstes Konzert mit der Rheinischen Philharmonie. Einen besonderen Dank sprach er seiner Familie aus, die ihn die ganzen Jahre so maßlos unterstützt hat. Auch möchte er den Weg nach Koblenz immer wieder finden. Alle Türen in meinem Herzen sind offen und ich komme immer wieder gerne zurück, so Daniel Raiskin bei seinem Abschied. So verabschiedete sich Koblenz von Daniel Raiskin, einer Künstlerpersönlichkeit, die als leidenschaftlicher, gestaltender und mitreißender Dirigent in Erscheinung getreten ist. Man bedankte sich bei ihm für seine außerordentliche Arbeit und für die künstlerisch äußerst fruchtbaren Jahre in der Stadt.

US

Chefdirigenten Raiskin verabschiedet
Chefdirigenten Raiskin verabschiedet
Chefdirigenten Raiskin verabschiedet

Eine emotional schöne Verabschiedung des Chefdirigenten des Staatsorchesters Rheinischen Philharmonie in Koblenz. Dr. Olaf Theisen (Intendant des Musik-Instituts Koblenz), Herbert Grohe (Vorsitzender der Freunde der Rheinischen Philharmonie), Prof. Dr. Konrad Wolf (Minister für Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur des Landes Rheinland-Pfalz), Daniel Raiskin (Chefdirigent des Staatsorchesters Rheinischen Philharmonie), Günter Müller-Rogalla (Intendant des Staatsorchesters Rheinische Philharmonie) und Oberbürgermeister Joachim Hofmann-Göttig. (v.l.). Fotos: US

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